K├Ârpersprachliche F├╝hrung – eine Definition

Ich bin ja nun seit einiger Zeit dabei. Habe Erfahrungen mit Hund und Halter gemacht und auch andere Trainer bei Fortbildungen kennengelernt. Und ich verfolge viele Themen insbesondere in den Sozialen Medien. Was sich da in der Hundeszene so abspielt, finde ich schon sehr bedenklich! Wertsch├Ątzung und Respekt lese und f├╝hle ich sehr wenig. (…) Es gibt eine Fraktion, welche behauptet, ausschlie├člich positiv zu arbeiten. Das h├Ârt sich ja erst mal gut an! Genau von dieser Fraktion wird aber behauptet, dass ALLES andere schlimme Gewalt am Hund ist.┬áUnd dazu habe ich heute mal etwas zu sagen!

Mich nervt diese Schwarz-Wei├č Malerei enorm. Ja, es gibt noch Hundepl├Ątze und Trainer, die ├╝ber massiven Druck inkl. Stachelhalsband oder Teletak arbeiten. Das ist auch f├╝r mich indiskutabel!

K├Ârpersprachliche Kommunikation

Meine Arbeit mit Mensch und Hund beinhaltet die k├Ârpersprachliche Kommunikation. Die typischen Kommandos baue ich in meine Arbeit nur zu einem sehr geringen Anteil mit ein, da ich der Meinung bin, dass man diese im Alltag mit dem Hund nicht ben├Âtigt. Nat├╝rlich kann der Halter damit arbeiten. Zuerst sollte aber meines Erachtens gekl├Ąrt sein, wer wen im Alltag f├╝hrt.

Was bedeutet f├╝r mich also F├╝hrung?

Gute F├╝hrungsarbeit leiste ich dann, wenn sich der Hund im Alltag freiwillig an mir orientiert und sich bei Konflikten an mich wendet, statt selbst├Ąndig zu entscheiden.

Wie erreiche ich das?

In dem ich in der Lage bin ├╝ber k├Ârpersprachliche Kommunikation R├Ąume zu verwalten und Grenzen zu setzen. Diese Art des Gespr├Ąchs mit dem Hund ist sehr wohlwollend. Ziel eines respektvollen Miteinanders ist es nicht, sich st├Ąndig gegenseitig anzugehen, sondern mit leichten Signalen untereinander zu kommunizieren.

Hunde untereinander kl├Ąren ├╝ber eine k├Ârpersprachliche Abbruchkommunikation, wo sie stehen. Hunde schauen sich unerw├╝nschtes Verhalten nicht lange an, sie brechen es ab. Und dann lese ich oft den Satz:

Aber wir sind doch keine Hunde!

Wir Menschen haben unsere Hunde zu dem gemacht was sie jetzt sind. In Jahrtausenden von Jahren haben wir die Eigenschaften, welche wir wollten herausgez├╝chtet. Und dazu geh├Ârt auch der Punkt der Kooperationsbereitschaft. Wenn Hunde sich entscheiden m├╝ssten zwischen ihresgleichen und dem Menschen, dann werden sie den Menschen vorziehen. Und in vielen Forschungen ist nachgewiesen, wie feinf├╝hlig der Hund auf die K├Ârpersprache des Menschen reagiert.

Zum Abschluss lade ich jeden ein sich mit dieser Art der Verst├Ąndigung zwischen Mensch und Hund tiefgehend zu besch├Ąftigen (…).

Ein Gastbeitrag von Uta Dengel (DengelDogs)

Bild k├Ânnte enthalten: Hund und im Freien
Ich freue mich ├╝ber viele Likes, Links und Follower ...