Junghundezeit und die Artgenossen

Meine Menschen blieben bei dem Thema Hundebegegnungen ziemlich hartn├Ąckig und haben mich oft an die Leine genommen, wenn andere Hunde kamen. Sie meinten, ich sollte lernen, diese zu ignorieren – ich wei├č auch nicht, wer sich diesen Mist ausgedacht hat! Ich hab mich aber dennoch angestrengt, das zu befolgen, denn ich wollte ja alles richtig machen – schlie├člich sagt man mir den „will-to-please“ nach. Aber im Freilauf oder der Freifolge bin ich ihnen bei Artgenossen-Sichtung weiterhin oft ausgeb├╝xt. Mit der Zeit wurde das aber auch langweilig, denn sie h├Ârten tats├Ąchlich auf, sich dar├╝ber aufzuregen.

Hundeauslauf an der Autobahnrastst├Ątte – hier back ich lieber mal kleine Br├Âtchen

Irgendwann hab ich dann selbst festgestellt, dass es nicht mit allen Hunden so lustig ist, zu spielen. Ich bin ja nun mit 11 kg ein Leichtgewicht und zudem eher der introvertierte Typ. Wenn die anderen deutlich gr├Â├čer/schwerer sind und beim Spiel zudem ihre K├Ârpermasse einsetzen, dann kann ich noch so sehr zeigen, dass ich das nicht mag – da komm ich nicht mehr durch. Eine Zeit lang hab ich das versucht, war dann aber recht froh, wenn Mutti eingriff, um mich vor allzu viel Frust zu bewahren. Manchmal hatte ich aber auch Erfolg (siehe meinen Beitrag┬áMein erster Erfolg…..).┬á Junghundezeit und die Artgenossen weiterlesen

Hundebegegnung in der Welpenzeit

Sozialspiel mit Abbey

Wie viele Hunde, fand ich als Welpe meine Artgenossen unglaublich spannend. Bei jedem Spaziergang konnte ich gar nicht genug davon kriegen, andere Hunde zu treffen und sie zum Spielen zu animieren. Dabei konnte ich ziemlich hartn├Ąckig sein und viele Halter waren ├╝berrascht, dass ihre erwachsenen Hunde dann doch irgendwann mit mir rumalberten! Meine Zweibeiner haben sich allerdings immer ziemlich aufgeregt, wenn ich sie mal wieder hab stehen lassen, wenn ich einen anderen Hund erblickt hatte und unbedingt mal nachschauen musste, was das wohl f├╝r einer ist. War ja auch klar, denn die Hundesprache beherrschte ich ja super, w├Ąhrend ich bei meinen ┬áMenschen oft nicht kapiert hab, was sie eigentlich von mir wollen, wenn sie mich mal wieder zutexten. Hundesprache, d.h. K├Ârpersprache beherrschten die ├╝berhaupt nicht – keine zielgerichteten Blicke, keine K├Ârperspannung und Entspannung, keine angemessene Mimik, kein Kopf neigen ….. Das war anfangs schon ziemlich doof! Kein Wunder, dass ich mich lieber nach Muttersprachlern umsah, oder? Hundebegegnung in der Welpenzeit weiterlesen

Der Weihnachtshund 2017

Seit einiger Zeit sind die Zweibeiner irgendwie komisch. St├Ąndig klingelt der Paketbote und bringt haufenweise Zeug, es duftet verf├╝hrerisch nach meinen geliebten Keksen und im Wohnzimmer steht seit neuestem ein echter Baum! Na, ja, das muss ich nicht verstehen. Auf jeden Fall genie├če ich, dass mein Rudel irgendwie tiefenentspannt und ganz oft auch das erweiterte Rudel in Form der gro├čen M├Ądchen zu Gast ist. Au├čerdem sind die Abende so sch├Ân lang, so dass wir viel gemeinsame Kuschelzeit haben. Ich hab jetzt auch einen neuen Lieblingsschlafplatz: auf Frauchens Scho├č. Der Weihnachtshund 2017 weiterlesen

Paula und der kleine Leo

Gestern war mal wieder ein sehr aufregender Tag. Meine┬áZweibeiner und ich fuhren mit dem Auto in die gro├če Stadt. Ich war schon drauf eingestellt, dass wir uns durch laute, geruchsintensive und ├╝berf├╝llte L├Ąden qu├Ąlen w├╝rden – und das bei dieser Affenk├Ąlte! Aber nein, dann kam es ganz anders. Wir kamen zu einem Haus, aus dem uns viele Stimmen und herrlichste D├╝fte entgegenstr├Âmten. Die T├╝r ├Âffnete sich und eine Frau begr├╝├čte uns sehr herzlich – mich ├╝brigens auch ­čśŹ.

Drin war es kuschelig warm und voller Leute – gro├če und kleine standen herum, quasselten unentweg miteinander und es duftete unglaublich gut nach Keksen, Kaffee und s├╝├čen Kuchen. Hab ich euch schon erz├Ąhlt, dass ich Kekse liebe?

Ich durfte zum Gl├╝ck an der Leine bleiben. Das war mir sehr recht, denn die vielen fremden Menschen, Ger├Ąusche, Ger├╝che und das unbekannte Haus musste ich erst mal mit allen Sinnen verarbeiten. Ich blieb also ganz nah bei Mutti stehen und schaute mir das bunte Treiben neugierig an. Spannend war das schon! Viele Zweibeiner gingen direkt auf mich zu – vor allem die Tochter des Hauses und ihre Freundinnen – und kraulten mich. Die M├Ądels waren irgendwie genauso unsicher wie ich, das beruhigte mich etwas. Mutti sprach von „Pubertieren“, was immer das auch sein mag. Paula und der kleine Leo weiterlesen

Hunde sind Nasentiere – oder: der Mistk├Âter

Also diese Menschen sind schon sehr merkw├╝rdige Wesen. Einiges habe ich in den letzten Monaten ja schon kapiert, aber sie ├╝berraschen mich dann doch immer wieder. Wie alle Hunde hab ich ja ziemlich schnell festgestellt, dass meine Zweibeiner absolute Geruchs-Legastheniker sind. Die riechen nicht mal, wenn grad ne Maus oder n Igel oder eines von diesen rotzfrechen Eichh├Ârnchen vor uns ├╝ber den Weg gelaufen ist. Na ja, ist ja gut, dass sie uns haben, sonst w├╝rde ihnen diese Information ja v├Âllig fehlen. Dabei ist das doch ziemlich wichtig, oder?

Heute hat mich Frauchen dann aber doch ├╝berrascht. Sie hat mich gleich nach dem Morgen-Gassi ins Auto gepackt und wir sind zu der supernetten Frau mit den zwei Boxern gefahren, wo ich immer auf dem Tisch stehen darf, w├Ąhrend sie an mir rumschnibbelt und Mutti mich mit Leberwurst und K├Ąse vollstopft. Ich mag die ja sehr und find das auch echt toll – wenn es nur nur nicht immer so lang dauern w├╝rde ­čÖä

Im Hundesalon Fellwechsel bei Marion Stieglmaier in Seefeld

Aber schlie├člich – nach einer halben Tube Leberwurst, 100g K├Ąsew├╝rfeln und vier Trockenleckerli hatte ich es endlich ├╝berstanden. Ihr wisst ja, wie ├╝bel das ist, wenn zwei Menschen dauernd an einem rumwurschteln und man gar nicht mehr richtig nach Hund riecht. Ich bin dann mit Frauchen aufm R├╝ckweg gleich noch bissl Laufen gewesen, um mich wieder auszul├╝ften und das tolle Winter-Sonnen-Wetter und die l├Ąndliche Umgebung zu genie├čen! Toll so im Schnee!

Winterspaziergang bei Unering

├ťberall roch es so unglaublich fein! Herrlich – die trockene Luft ist f├╝r mich immer ein ganz besonderer Genuss und Balsam f├╝r mein empfindliches Riechorgan. Schade, dass Frauchen gar nicht mitbekommt, was ich da unterwegs so alles an olfaktorischen Informationen und Gen├╝ssen erleben kann. Der H├Âhepunkt des Spaziergangs war dann die Wiese am Ende – das absolute Hunde-Highlight frischer M I S T – zwar etwas versteckt unter der d├╝nnen Schneedecke, aber wozu hab ich meine 150 Millionen Riechzellen (Menschen haben ├╝brigens nur 5 Mio. – ich sagte ja: Geruchs-Legastheniker). Ein herrlicher Genuss! Und dieser Duft ­čśŹ┬áIch┬ákonnte gar nicht genug davon kriegen und dass Mutti mich rief, konnte warten. Ich hatte nun mal Wichtigeres zu tun! Hund kann ja nicht immer nur brav sein. Das muss sie doch verstehen.

Paula als Mistk├Âter

Und stellt euch vor, was dann passiert ist: Sie hat doch tats├Ąchlich gewusst, was ich gefunden hatte! Dabei kriegt sie sonst doch kaum was mit von all den tollen D├╝ften dieser Welt. Da war ich echt platt. Und was tut sie? Statt mit mir zu feiern und sich zu freuen, wie ich das erwartet h├Ątte, kriegt sie schlechte Laune und murmelt was von: „Auch das noch!“. Dabei hatte ich mir extra solche M├╝he gegeben, damit auch unser Auto was davon hat.

Kaum zu Hause angekommen, steckt sie mich in diese rutschige Wanne und ├╝berzieht mich mit so gruseligem Stinke-Zeug, das total sch├Ąumt – sogar auf dem Kopf!! Ich war entsetzt! Die ganze M├╝he v├Âllig umsonst! Das war echt gemein! ­čśí H├Ątte ich echt nicht von ihr gedacht!

Scho├čh├╝ndchen

Ein wenig tr├Âstete mich dann allerdings, dass sie danach dieses sensationelle Luftger├Ąt herausholte und mich mit dem warmen Wind verw├Âhnte – ich liebe das so sehr! Und weil mir dann immer noch so kalt war, konnte ich sie schlie├člich ├╝berreden, dass ich im B├╝ro anschlie├čend auf ihrem Scho├č ┬áausruhen und aufw├Ąrmen durfte!

Aussiedoodle-Treffen in Maising

Der Wettergott war uns hold und beschenkte uns mit trockener K├Ąlte, ein paar Schneeflocken und sogar einem kurzen Blick auf die Berge. Na wenn das mal kein gutes Vorzeichen f├╝r unser Treffen ist! ┬áMeinen Freund Timmi (blue merle, 2 Jahre) kenne ich ja schon vom Fun-Agility in Gauting. ┬áWir haben schon immer viel Spa├č miteinander. Heute war noch der kleine Sunny (schwarz) mit von der Partie, ein energiegeladenes Powerpack von 7 Monaten.

So waren also drei intelligente ­čĺíund spielfreudige Temperamentsbolzen auf einen Haufen – begleitet von 4 Zweibeinern, die sich ganz bewusst f├╝r einen Aussiedoodle entschieden hatten. Kaum von der Leine ging die Post auch schon ab. Die beiden Jungs mussten nat├╝rlich erst mal zeigen, was sie so drauf haben an Tempo und Energie. Da hab ich mich erst mal dezent zur├╝ckgehalten – sollen die sich doch erst mal auspowern. Aber gefuxt hat es mich schon, dass der Timmi zun├Ąchst so gar keine Augen f├╝r mich hatte ­čśí

Ich hab dann derweil versucht, die Zweibeiner zu beeindrucken, indem ich mich total entspannt und abgekl├Ąrt gegeben hab und stets im Gespr├Ąch mit Mutti blieb. Sie sollte ja sehen, dass das HTS-Seminar letzte Woche Fr├╝chte tr├Ągt und ich inzwischen auch etwas erwachsener geworden bin mit meinen 10 Monaten. Sie war auch m├Ąchtig stolz auf mich.

Der Sunny ist ein absolut selbstbewusster und frecher kleiner Kerl, der hat mich wirklich sehr beeindruckt! Der st├╝rmte genau wie ich noch vor einiger Zeit auf jeden los und ├╝berw├Ąltigte alle Hunde mit seiner unb├Ąndigen Lebens- und Spielfreude. Menschen gegen├╝ber ist er eher zur├╝ckhaltend – auch darin ├Ąhnelt er mir sehr. Timmi ist ein echter Hundekumpel, f├╝r alles zu haben, mit dem k├Ânnte man Pferde (oder Hundekuchen) stehlen. Ich hab mich superwohl gef├╝hlt mit den beiden.

Zu Anfang war unglaublich viel Energie im Spiel, Sunny konnte gar nicht stehen bleiben, sondern sauste rasend schnell durch die Gegend, schnappte ├╝berm├╝tig und spielerisch nach allem, was vier Beine hatte und klaute sogar einem deutlich gr├Â├čeren Weimaraner-Mix-R├╝den, den wir trafen, dessen Frisbee. Er hatte riesigen Spa├č, allen damit davonzusausen. Beeindruckt hat mich, dass er seine Beute v├Âllig selbstverst├Ąndlich bei seinen Zweibeinern ablieferte. Wow!

Als Sunny dann aber versuchte, auch an mir hochzuspringen und nach meinem Pelz zu schnappen, habe ich ihn erst mal sehr deutlich und unmissverst├Ąndlich zur Raison gerufen. Wo k├Ąmen wir denn da hin, wenn man sich einem souver├Ąnen H├╝ndin so respektlos n├Ąhert? Es brauchte drei lautstarke Korrekturen meinerseits, dann war alles gekl├Ąrt und der kleine Mann hatte kapiert: „Oh, hier musst du aufpassen, die zeigt erst mal, wer die Hosen anhat“. Er war dankbar f├╝r die Kl├Ąrung, wusste so doch sofort, woran er ist und hat dies auch die restliche Zeit ├╝ber nicht wieder in Frage gestellt.

Die erste Aufregung legte sich schnell als das gesamte Rudel sich in Bewegung setzte und den Wanderweg um den Maisinger See in Angriff nahm. Nach wenigen Minuten waren wir alle total entspannt, mit weichen K├Ârperbewegungen und schn├╝ffelten uns gemeinsam durch die wunderbare Natur. Zum gro├čen Hundegl├╝ck gibt es dort zahlreiche Wiesen und viel Platz, so dass wir den Spazierg├Ąngern, Joggern, Radfahrern und Kindern gut ausweichen konnten. Ganz vorbildlich folgten wir alle drei unseren Menschen an die Seite, wenn es erforderlich wurde. Auch Hundebegegnungen waren kein Thema – wir trafen einen Berner Sennenr├╝den, eine ├Ąltere Westie-Dame, einen Weimaraner-Mix und zwei Jackies. Ich glaub, die Zweibeiner waren auch ganz ├╝berrascht, wie unkompliziert und offen und v├Âllig ohne Stress und Reibereien das ablief. Als w├Ąren wir schon immer in dieser Konstellation unterwegs.

Auf dem R├╝ckweg hab ich dann auch mal gezeigt, dass ich zwar eine Respekts“person“, aber trotzdem ein temperamentvoller Aussiedoodle bin, der in der Regel morgens einen Clown fr├╝hst├╝ckt. Wir hatten unglaublich viel Spa├č zu dritt bei Rennspielen und Schn├╝ffelflecken. Wir waren uns zudem schnell einig, dass fast nichts ├╝ber menschliche F├Ąkalien geht ­čĺę – zur gro├čen Freude unserer Zweibeiner. Also war am Ende noch ein Abstecher zum Bach f├╝r uns drin. Nachdem ich zwei St├Âckchen aus dem eisigen Wasser apportiert hatte und pitschnass war, traute sich sogar Timmi in die Fluten – zumindest bis zum Knie. Aber das reichte ja auch f├╝r eine gr├╝ndliche Maulsp├╝lung ­čśé.

Alles in allem also ein absolut gelungener Nachmittag, den wir hoffentlich einmal wiederholen werden. Es geht einfach nichts ├╝ber doodelige Gef├Ąhrten ­čĹŹ­čĆ╗. Und jetzt muss ich mich erst mal trocknen, aufw├Ąrmen und erholen.

Paula, die Wasserratte

Eine meiner Lieblingsbesch├Ąftigungen ist tats├Ąchlich ziemlich feuchter Natur. Ich habe gro├čes Gl├╝ck, dass mein Rudel ganz nah am See lebt und ich fast t├Ąglich am oder im Wasser sein kann. Schon mit 10 Wochen stand ich erstmals im See. Als ich drei Monate alt war, bin ich aus Versehen einmal von der Ufermauer hineingeplumpst ­čś». Das war vielleicht ein Schreck! Ich hab dabei gleich drei Dinge gelernt:

  • Der See ist Anfang Mai noch ziemlich kalt!
  • Ich kann schwimmen, will hei├čen, ich schaffe es, den Kopf eigenst├Ąndig ├╝ber Wasser zu halten!
  • Mutti schmei├čt sich – wenn es sein muss – auch b├Ąuchlings in den Dreck, um mich zu retten!

Seither h├Ąlt mich also nix mehr und kurz darauf hab ich das erste Mal schon ein paar Schwimmz├╝ge alleine ┬ágemacht, um mein Spielzeug aus dem Wasser zu holen. Mit Mutti bin ich dann auch schon mal rausgeschwommen, aber meine Beinchen waren noch nicht so kr├Ąftig, dass ich mithalten konnte. In meinem ersten Seesommer hab ich dann einfach immer auf unsere Sachen aufgepasst, wenn Mutti schwimmen war. Danach hat sie dann mit mir im Wasser gespielt oder mich apportieren lassen. Davon kann ich gar nicht genug kriegen.

Mein erster Erfolg als souver├Ąne F├╝hrh├╝ndin …

Hey, Leute,

heut fr├╝h hab ich was erlebt, das muss ich euch erz├Ąhlen! Meine Fellosen hatten heute frei, da muss ich mich immer besonders ins Zeug legen, um die beiden aus dem Bett zu kriegen ­čśë. Aber irgendwann hat sich Mutti doch erbarmt.

Erst waren wir auf der Hundewiese und dann gings in den Park. Dort sah ich schon von weitem Poony (im wirklichen Leben hei├čt der anders, aber das spielt hier keine Rolle) an der Leine mit seinem Vati, der im Gespr├Ąch mit einer Frau war. Poony hat als Auslandshund ja Gl├╝ck, eine tolle Familie gefunden zu haben, die kapiert hat, dass Sozialkontakte an der Leine nicht optimal sind. Also sind Mutti und ich erst mal ganz ordentlich im Abstand von ca. 1 m an den dreien vorbei und haben freundlich gegr├╝├čt. Aber wir Hunde kannten uns noch nicht und waren beide sehr neugierig aufeinander. Mutti konnte den andern Menschen dann ├╝berzeugen, dass Freilauf auch ne gute Idee w├Ąre. Um die Zeit morgens unter der Woche ist eh kaum jemand im Park unterwegs und ich bin ja auch willig, mich abrufen zu lassen – zumindest meistens.

Der Poony ist ca. eineinhalb und ein ganz lieber ÔŁĄ´ŞĆ. Aber ich sag euch, der hatte vielleicht eine Energie in sich. Kaum von der Leine, raste der los in einem Affenzahn quer ├╝ber die Wiesen und Wege wie ein Verr├╝ckter. Dabei wollte ich ihn doch erst mal ganz h├╝ndisch begr├╝├čen und schaun, wie er so drauf ist heute. Keine Chance – der ging ab, wie ne Rakete ­čÜÇ. Er konnte gar nicht mehr anhalten. Sein Vati berichtete w├Ąhrenddessen ganz stolz, dass der immer so viel und schnell rennt – der arme Kerl!┬áAls souver├Ąne H├╝ndin war mir klar, dass hier meine F├╝hrungskompetenz gefragt ist.┬áIch bin also erst mal ne Weile mitgerannt, auch wenn ich das nicht so toll fand, wie der mich gejagt hat! Meine Rute hing runter, die Ohren waren flach und zur├╝ckgeklappt und ich verteilte immer wieder Abschnapper in die Luft – ganz sanft nat├╝rlich, wie es sich f├╝r eine introvertierte H├╝ndin geh├Ârt. Schnell ist er ja schon, das muss man ihm lassen!

Es war ein echt hartes St├╝ck Arbeit, ihn da runterzubringen. Immer wieder bin ich stehengeblieben, hab ihn aufgefordert, es mir gleich zu tun. Ich hab mich ihm in den Weg gestellt in T-Stellung, mich ganz flach auf den Boden gelegt, um zu zeigen, dass ich ihm Gut will. Soll ja keine Angst vor mir bekommen. Er tat mir schon ein bisschen Leid, wie er da immer so durch die Gegend sausen musste – is ja schon ganz sch├Ân stressig f├╝r ihn – st├Ąndig unter Hochspannung. Und die Menschen sagen dann oft: „Schau, wie sch├Ân die spielen!“ Die Meisten kapieren gar nicht, dass f├╝r uns Hund ein solch hoher Energielevel auf Dauer ganz ungesund ist und auch keinen Spa├č macht.

Nach etwa 10 Minuten wurde er schlie├člich langsamer, blieb ab und an mal stehen und legte sich schlie├člich hin. Ganz stolz lief ich immer wieder auch zu Mutti, die sich ganz doll mit mir freute. Es war das erste Mal, dass sie mich hat meinen Job zu Ende bringen lassen. Meist hatte sie vorher eingegriffen, wenn sie merkte, dass mir diese Rennerei keine Freude bereitet. Aber bei Poony durfte ich mich ausleben und ich hatte Erfolg!

Als er ruhiger wurde, hab ich ihm station├Ąre Spiele angeboten – gemeinsam im Sand buddeln, schn├╝ffeln, z├Ąrtliche Balgereien … und er war richtig gl├╝cklich! Seine K├Ârpersprache wurde ganz weich und er konnte auch mal entspannt liegen und verschnaufen. Das war richtig toll! Gemeinsam haben wir dann noch mit nem St├Âckchen gespielt, in einer gro├čen Pf├╝tze gebadet und die wichtigen Schn├╝ffelflecken im Park inspiziert. Mutti war total begeistert von meinem Job und Poony sehr dankbar! Hoffentlich treffen wir uns bald mal wieder!

 

Rasseinformation – Aussehen

Gr├Â├če, Proportionen, Erscheinungsbild

Der Aussiedoodle ist ein kleiner bis mittelgro├čer, recht leichter Hund. Die Standardvariante wiegt selten ├╝ber 27 kg, die Mini- und Medium-Variante bleibt meist zwischen 9 und 16 kg. Die Grenzen zwischen den einzelnen Varianten sind flie├čend. Die Minis und Mediums kommen am h├Ąufigsten vor.┬áDie durchschnittliche Schulterh├Âhe liegt bei Mini/Medium zwischen 40 und 50 cm, beim Standard deutlich dar├╝ber.

Unabh├Ąngig von der H├Âhe ist der Aussiedoodle rechteckig gebaut mit langen Beinen und zudem grazil. Dies wird besonders offensichtlich, wenn er kurz geschoren ist. Bedingt durch einen sehr feinen Knochenbau ist er deutlich leichter als andere Doodles derselben Gr├Â├če. Rasseinformation – Aussehen weiterlesen

Seri├Âse Zucht oder Geldmacherei?

W├Ąhrend die Zucht von Labra- oder Goldendoodles in der ersten Generation (F1) nicht sonderlich anspruchsvoll ist, ist diese beim┬áAussiedoodle weitaus riskanter. Seine komplexe und multifaktorielle Genetik┬ádurch die Kombination der beiden Ausgangsrassen erfordert umfassendes Fachwissen und ausreichend Zucht-Expertise sowie entsprechende finanzielle Ressourcen, damit┬ágesunde und robuste Welpen gew├Ąhrleistet sind. F├╝r rein kommerzielle Welpen-Vermehrer und Zucht-Laien ist dies kaum zu bewerkstelligen. Seri├Âse Zucht oder Geldmacherei? weiterlesen