Hundewissen für Kinder

Viele von meinen treuen Fans haben schon mitbekommen, dass ich nicht nur als LeseHund-Team sondern auch im Besuchsdienst in Kindergärten und Schulen (derzeit v.a. im Münchner Raum) unterwegs bin. Die Besuch in den Schulen machen uns besonders viel Freude. Leider ist stehen hierfür meist nur 1-2 Unterrichtseinheiten zur Verfügung und die Klassen sind recht groß. Deshalb haben wir uns was Neues überlegt:

An der VHS Starnberg bieten wir in diesem Frühjahr erstmals einen Hunde-Kurs für Kinder an: Das Hunde-Einmaleins für Kinder von 7 bis 12 Jahre

Ist gar nicht so einfach, einen Hund zu führen

An 5 Nachmittagen (Samstags) dreht sich alles um den Hund: Wie gehen wir auf einen Hund zu? Wie verhalten wir uns, wenn wir (keinen) Kontakt möchten? Wie sehen Hunde unsere Welt? Wie spielen wir mit einem Hund? Was mögen  Hunde und was nicht? Was kann ich von und mit Hunden lernen? Ich bin natürlich dabei und wir wollen in jeder Stunde auch einige Tricks und Übungen aus dem Agility und Dummy-Training miteinander machen. Vielleicht gelingt uns am Ende sogar eine kleine Aufführung für Eure Eltern? Außerdem ist ein Besuch im Starnberger Tierheim geplant, für den wir vorher Hundespielzeuge zum Mitbringen basteln. Zum Abschluss erhalten alle Kinder eine Urkunde.

Wir freuen uns auf neugierige, wissensdurstige Kids, denen wir das Hunde-Einmaleins mit viel Spaß und Freude aneinander beibringen können. Anmeldungen ab sofort direkt bei der VHS! Beeilt Euch, denn es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmerplätzen! Eure Paula

Der Starnberger LeseHund

Was ist ein LeseHund?

Das Konzept des LeseHunds kommt ursprünglich aus den USA, wo R.E.A.D.® (Reading Education Assistance Dog)-Teams schon seit vielen Jahren erfolgreich im Einsatz sind. Ein LeseHund ist ein speziell geschultes und ausgebildetes Hund-Halter-Team, das (ehrenamtlich) in der Leseförderung aktiv ist. Hund und Halter wurden intensiv auf den Einsatz in Schulen und Bibliotheken vorbereitet und auf ihre Eignung hin überprüft / getestet. Das Team ist den hohen Qualitäts- und Hygienestandards des Lesehund-Vereins verpflichtet.

Wie hilft ein LeseHund?

Der LeseHund kommt wöchentlich in eine Schule oder Bibliothek, um Kinder beim Lesen (lernen) zu unterstützen. Die Kinder lesen im entspannten Einzel-setting dem LeseHund aus einem geeigneten Buch vor. So hat jedes Kind für die Zeit des Lesens seinen „eigenen“ Hund.

Warum ein Lesehund?

Es macht einfach Spaß, einem Hund vorzulesen: Er hört geduldig zu und kritisiert nicht! Dem Kind tut es gut, den Hund in einer sonst eher angespannten Situation (beim Vorlesen) zu streicheln und seine Nähe zu spüren. So werden Ängste und Hemmungen abgebaut – die durch Misserfolge beim Vorlesen in der Schule entstehen – und die Lesemotivation erhöht sich. Das wirkt sich positiv auf die gesamte Lesesozialisation der Kinder aus. LeseHunde legen einen wichtigen Grundstein für die Basiskompetenz von Kindern.

Warum sind die LeseHund-Teams so erfolgreich?

Die Teams sind gut vorbereitet und haben mit ihren ruhigen und gut geschulten Hunden einen positiven Einfluss auf das gesamte Leben der Schülerinnen und Schüler. Die Aufgabe macht ihnen mit ihren Hunden Freude und Spaß. Die Kinder (insbesondere auch aus anderen Kulturkreisen) lernen, dass Hunde Partner und Familienmitglieder sein können. Wir sehen unseren Erfolg täglich in den Gesichtern der Kinder, wenn sie dem LeseHund begeistert vorlesen. Wir beobachten unmittelbar, wie sich die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich verbessert. Unsere Ausbildung basiert auf über 20 Jahren Erfahrung von R.E.A.D.® USA.

Der Starnberger Lesehund

LeseHund Paula

Lesehund Paula ist seit Frühjahr 2018 einmal wöchentlich für 1-2 Stunden in der Grundschule Percha aktiv. In enger Abstimmung mit den Lehrerinnen (1.+2. Klasse) kommen jeweils vier Kinder pro Woche zum Vorlesen.

Paula ist als Aussiedoodle (F1) hypoallergen und haart nicht. Sie ist gesund, geimpft, frei von ansteckenden Krankheiten und erhält eine regelmäßige Ekto- und Endoparasiten-Prophylaxe. Wir achten auf optimale hygienische Bedingungen und einen jährl. Gesundheitscheck.

Da wir ehrenamtlich tätig sind, freuen wir uns über Unterstützung für die Anschaffung / Erneuerung von Material (Kopien, Materialien, Bücher, Leckerli, Stempelpässe, Fotos, Ausstattung), Tierarztkosten (Gesundheitscheck, zusätzliche Parasitenprophylaxe) sowie für die regelmäßig Fort- und Weiterbildung. Bei Fragen melden Sie sich gerne direkt bei uns. Berichte von unseren bisherigen Einsätzen sind auf unserem Blog zu finden:

Infos und Kontakt:

Christiane Haas & Paula, paula@publiscience.de

Die überragende Kommunikationskompetenz unsere Hunde

Eines meiner Lieblingsthemen ist seit vielen Jahren das hündische Kommunikationsverhalten. Bei uns Menschen – die wir „Ohrentiere“ sind – erfolgt die bewusste Kommunikation in erster Linie über verbale Äußerungen (Sprache). Deshalb neigen wir meist dazu, unsere Hunde zuzutexten 🙈. Die körpersprachl. Informationen, die auch wir Menschen übermitteln, beachten wir eher weniger. Dennoch nehmen wir sie (unbewusst) wahr.

Was die zwei sich wohl zu sagen haben?

Dazu ein Beispiel: Jemand hält einen fachlich exzellenten Vortrag, steht dabei jedoch abgeknickt, in sich gekehrt, ohne Blickkontakt und nervös herumtippelnd auf dem Podium. Würde uns das überzeugen? Die meisten Zuhörer empfinden das als unauthentisch und es fällt ihnen schwer, sich von der fachlichen Exzellenz der Referentin überzeugen zu lassen – obwohl  diese zweifelsohne vorhanden ist! Am Ende bleibt ein irgendwie mulmiges Gefühl – verursacht durch eine Inkongruenz von verbaler und Körpersprache. Die überragende Kommunikationskompetenz unsere Hunde weiterlesen

Weihnachtsüberraschung vom Lesehund

Morgen ist unser letzter Schulbesuch in der Grundschule für dieses Jahr. Am Liebsten würden ja alle Kinder mir vorlesen wollen, aber mehr als vier Kids schaffe ich nicht – zumindest nicht, wenn ich mir langfristig die Freude an den Lesehundeinsätzen erhalten will.

Deshalb hat sich Frauchen eine Überraschung für alle Zweitklässer einfallen lassen. Angeregt von Schulhund Emy hat sie Lesehund-Lesezeichen gebastelt und mit meinem Foto verziert.

Morgen wollen wir die Klasse damit überraschen. Wir üben schon eine Weile am „Tasche tragen“ und hoffentlich klappt das morgen auch! Ich bin schon sooo aufgeregt! Geplant ist, dass ich die Tasche mit den Lesezeichen alleine in die Klasse trage und dort Frauchen in die Hand gebe, damit die Kinder jeweils ein Lesezeichen ziehen können! Premiere! 🙈 Zu Hause ohne Ablenkung klappt es zumindest manchmal 🤣

Vielleicht animieren die Lesezeichen ja den einen oder die andere, zu Hause auch mal laut vorzulesen 😝. Das wäre doch toll!

Die enorme Leistung eines Lesehundes

Heute durften wir wieder unsere Lesekinder in der Grundschule besuchen. Es ist absolut interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Paula jeweils auf die einzelnen Kinder eingeht und welche Reaktionen sie damit auslöst. Ein Lesehund ist einfach da, nimmt alles an, was ist, bewertet nicht, lacht nicht, kritisiert nicht. Und Paula schafft es immer wieder, eine Leichtigkeit in Situationen zu bringen, gerade weil die Kinder oft sehr konzentriert sind.

Einen Jungen, der bislang eher distanziert war und sie nicht allzu nah an sich heran lassen wollte, hörte sie zunächst mit etwas Abstand sehr konzentriert im „Sitz“ zu. Als dieser gerade den Satz „Die Bäuerin lachte“ vorlas, stupste sie ihn ganz vorsichtig am Scheitel an – und prompt musste er lachen! 🤣 Ab diesem Moment las nur noch für Paula, schaute sie immer wieder an, wie um zu sehen, ob sie alles verstanden hatte!

Ein Mädchen war heute zum ersten Mal dabei und Paulas Nähe brachte sie dazu, von ihren Haustieren in Afghanistan zu erzählen – und davon, dass sie wegen des Krieges mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen war. Ein sehr berührender Moment, in dem Paula gleich ihre Hand leckte 🐾 Sie las übrigens ganz wunderbar und hochmotiviert und berichtete, dass sie jeden Tag mit ihrer Mama zuhause übt!

Einer der Jungs war sehr zappelig, unkonzentriert und schweifte immer wieder vom Text ab. Paula reagierte darauf mit Albereien, versuchte, möglichst nah an ihn heranzurutschen, ihm Halt zu geben, aber er wich immer wieder aus. Schließlich legte sie beide Vorderpfoten auf das Leseheftchen, als ob sie auf den Text deuten wolle! Ich hatte fast den Eindruck, sie spiegelte ihn mit ihrer Albernheit.

Und bei dem Kind, das so überaus begeistert und eifrig aus dem Fußballbuch vorlas, legte sie sich ganz ruhig und entspannt vornedran und vermittelte dabei eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit!

Ich bin tief berührt und beeindruckt, wie einfühlsam und sensibel diese kleine Hündin ist und welch enormen Arbeitseifer sie bei unseren Einsätzen an den Tag legt! 😍

Eindrücke vom Besuchsdienst im Minihaus

Bei einem unserer Einsätze im November in den Münchner Minihäusern wurden Filmaufnahmen für das Marketing des Trägers gemacht. Wir freuen uns sehr, dass wir Euch damit einen Einblick in unsere Arbeit mit den Helfern auf vier Pfoten geben können! Wie unschwer zu erkennen ist, haben sowohl die Kinder als auch Helferinnen und Hunde viel Spaß miteinander 😍

Einige Kinder hatten große Berührungsängste gegenüber den Hunden. Sie durften Farben würfeln und das entsprechend farbige Tuch einem Hund Ihrer Wahl „anziehen“. Auf diese Weise entspannte sich die Annäherung deutlich und der Kontakt wurde spielerischer. Hier weitere Fotos ….

KiTa-Besuch in München-Sendling

Mit meinen Kollegen Bam-Bam (Aussie)und Enrico (Border-Berner-Mix) besuchen wir heute die Vorschulkinder einer KiTa in München-Sendling. Wie immer ist die Vorfreude und Aufregung rund um den Hundebesuch bei den Kids sehr groß! Die Gruppe ist diesmal sehr gut auf uns vorbereitet und total aufmerksam bei der Sache!

Der anfängliche Respekt weicht schnell einer interessierten Neugier 😍 Und auch ich bin immer wieder aufs Neue gespannt, welche Kinder ich kennenlerne, wie die riechen, ob die mich respektieren, ob wir gemeinsam Spaß haben oder ob es eher darum geht, bestehende Ängste und Unsicherheiten abzubauen!

Meine beiden Kollegen sind ja doch deutlich größer und imposanter als ich – da fällt es manchem Kind leichter, erst mal mit einem kleineren, „niedlichen“ Hund in Kontakt zu treten! Als ob ich nicht genauso viele Zähne im Mund hätte 😡😬🥴. Und die beiden anderen sind sogar noch entspannter als ich, weil viel älter und erfahrener!

Auf den Abschlussbildern erkennt man aber unschwer, dass am Ende alle Kinder viel Freude an unserem Besuch hatten! Und alle (!) haben sich getraut, uns zu streicheln oder direkt mit uns in Kontakt zu kommen!

Und durch die gemeinam erarbeiteten Regeln und Informationen kann hoffentlich künftig das eine oder andere Missverständnis zwischen Hund und Kind vermieden werden!

Lesehund-Start ins Schuljahr 18/19

Nach einer längeren Sommerpause waren wir heute endlich wieder mal als Lesehund-Team unterwegs. Ich war schon ganz aufgeregt, als mein Frauchen die Einsatztasche und die Lesehund-Decke packte! Und trotz November strahlte die Sonne vom Himmel – der halbstündige Fußweg zur Grundschule war somit schon für sich ein tolles Erlebnis! Vor der Schule gabs dann erst mal Pfoten trocknen und reinigen und dann natürlich mein Einsatztüchlein um den Hals 😊

Die Kinder sind um die Zeit noch in der Pause und wir dürfen solange mit ins Lehrerzimmer, wo alle Erwachsenen gemeinsam frühstücken und furchtbar wichtige Dinge besprechen. Heut ging es darum, welche Kinder in diesem Schuljahr mit uns lesen dürfen. Meine bisherigen Lesejungs sind ja jetzt schon in der zweiten Klasse! Und während die Menschen quasseln, vertreib ich mir die Zeit damit, alle Krümel vom Boden aufzuputzen – nicht dass da jemand noch drauf ausrutscht 🤣.

Sobald die Kinder Richtung ihrer Klassenzimmer verschwunden sind und in den Fluren etwas Ruhe einkehrt, machen wir uns mit einem der Lesekinder auf den Weg in unsere Lesehöhle! Na ja, eigentlich ist es ja eher Bibliothek und Abstellraum aber wir machen es uns dort zusammen mit den Kids mit einer großen Kuscheldecke auf dem Boden gemütlich. Heut war es schon aufregend, weil ich die Neuen ja noch nicht kannte – und sie mich auch nicht! Da muss man sich erst mal bissl aneinander rantasten und beschnuppern. Das lief aber ganz prima, einer wollte eh bissl mehr Abstand und keinen direkten Kontakt – Leckerli kann man schließlich auch werfen, das geht für mich völlig in Ordnung! 🤣 Die Zweite hat selbst einen Hund, war furchtbar nett und wusste auch gleich, wo sie mich kraulen muss, damit es mir gefällt! Solche Kinder mag ich ganz besonders gern!

Die zwei anderen Lesejungs kannte ich schon vom letzten Schuljahr und die Freude über das Wiedersehen war auf beiden Seiten riesig! Neben dem Lesen haben wir noch verschiedene Kunststückchen abgerufen: durch die Arme springen, Pfote geben, Männchen machen…. Wow, und ich kann Euch sagen, die haben tolle Fortschritte gemacht in den letzten Wochen! Wir lesen jetzt richtige Bücher und Geschichten und beim Zuhören roll ich mich meist auf den Rücken und lass mir den Bauch kraulen!

Nach einer guten Stunde im Dienst geht es mit Frauchen dann ne große Runde zum Toben und Rennen an den See! So’n Leben als Lesehund ist wahrlich nicht das Schlechteste!

P.S. Vor der Schule wurden wir heute tatsächlich von einigen der wartenden Erstklässer-Eltern angesprochen. Die wussten gleich, wer ich bin, denn im Sommer hatte ich mit den Zwillingen eine Rolle im Schulfilm! Daüber berichte ich Euch aber ein andermal ausführlich!

Mein Job als Lesehund

Einmal in der Woche zieht Frauchen mir mein knallrotes Lesehund-Tüchlein um und packt die braune Tasche. Ich bin dann immer schon ganz aufgeregt, denn dann geht’s in die Grundschule zu meinen Lesekindern! Yuchhee!

Jeden Freitag besuchen wie die erste Klasse und arbeiten mit einigen Kindern, denen das Lesen noch schwer fällt. Dafür richten wir in einem kleinen Materialraum eine gemütliche Lümmelecke ein. Auf die große Kuscheldecke passen außer mir noch ein Lesekind, Frauchen und jede Menge Materialien. Mein Job als Lesehund weiterlesen

Mein erster Einsatz im Schul-Besuchsdienst

Vor einiger Zeit hatte ich Euch berichtet, dass ich den Eignungstest bei Helfer auf vier Pfoten e.V. bestanden habe ( siehe mein Beitrag Eignungstest zum Helfer-Team auf vier Pfoten). Ihr habt Euch sicher schon gefragt, wozu man das braucht? Der Test hat bestätigt, dass ich auch in Stresssituationen völlig frei von Agression bin und mich somit für den pädagogischen Einsatz in Schulen, Kindergärten und Altersheimen eigne. Na, das hätte ich natürlich auch so schon gewusst, aber die Zweibeiner brauchen ja für alles mögliche so’n Test oder nen Wisch. 😝

So’n Test alleine macht natürlich noch keinen guten Besuchshund aus. Er ist vielmehr die Vorraussetzung für den praktischen Einsatz. Die eigentliche, praktische Ausbildung beginnt erst im Anschluss. Letzten Montag war ich also erstmals gemeinsam  mit meinem etwas erfahreneren Kollegen Ascar zu Besuch in einer vierten Klasse. Das war vielleicht aufregend! Mein erster Einsatz im Schul-Besuchsdienst weiterlesen