Aussiedoodle-Treffen in Maising

Der Wettergott war uns hold und beschenkte uns mit trockener KĂ€lte, ein paar Schneeflocken und sogar einem kurzen Blick auf die Berge. Na wenn das mal kein gutes Vorzeichen fĂŒr unser Treffen ist!  Meinen Freund Timmi (blue merle, 2 Jahre) kenne ich ja schon vom Fun-Agility in Gauting.  Wir haben schon immer viel Spaß miteinander. Heute war noch der kleine Sunny (schwarz) mit von der Partie, ein energiegeladenes Powerpack von 7 Monaten.

So waren also drei intelligente 💡und spielfreudige Temperamentsbolzen auf einen Haufen – begleitet von 4 Zweibeinern, die sich ganz bewusst fĂŒr einen Aussiedoodle entschieden hatten. Kaum von der Leine ging die Post auch schon ab. Die beiden Jungs mussten natĂŒrlich erst mal zeigen, was sie so drauf haben an Tempo und Energie. Da hab ich mich erst mal dezent zurĂŒckgehalten – sollen die sich doch erst mal auspowern. Aber gefuxt hat es mich schon, dass der Timmi zunĂ€chst so gar keine Augen fĂŒr mich hatte 😡

Ich hab dann derweil versucht, die Zweibeiner zu beeindrucken, indem ich mich total entspannt und abgeklĂ€rt gegeben hab und stets im GesprĂ€ch mit Mutti blieb. Sie sollte ja sehen, dass das HTS-Seminar letzte Woche FrĂŒchte trĂ€gt und ich inzwischen auch etwas erwachsener geworden bin mit meinen 10 Monaten. Sie war auch mĂ€chtig stolz auf mich.

Der Sunny ist ein absolut selbstbewusster und frecher kleiner Kerl, der hat mich wirklich sehr beeindruckt! Der stĂŒrmte genau wie ich noch vor einiger Zeit auf jeden los und ĂŒberwĂ€ltigte alle Hunde mit seiner unbĂ€ndigen Lebens- und Spielfreude. Menschen gegenĂŒber ist er eher zurĂŒckhaltend – auch darin Ă€hnelt er mir sehr. Timmi ist ein echter Hundekumpel, fĂŒr alles zu haben, mit dem könnte man Pferde (oder Hundekuchen) stehlen. Ich hab mich superwohl gefĂŒhlt mit den beiden.

Zu Anfang war unglaublich viel Energie im Spiel, Sunny konnte gar nicht stehen bleiben, sondern sauste rasend schnell durch die Gegend, schnappte ĂŒbermĂŒtig und spielerisch nach allem, was vier Beine hatte und klaute sogar einem deutlich grĂ¶ĂŸeren Weimaraner-Mix-RĂŒden, den wir trafen, dessen Frisbee. Er hatte riesigen Spaß, allen damit davonzusausen. Beeindruckt hat mich, dass er seine Beute völlig selbstverstĂ€ndlich bei seinen Zweibeinern ablieferte. Wow!

Als Sunny dann aber versuchte, auch an mir hochzuspringen und nach meinem Pelz zu schnappen, habe ich ihn erst mal sehr deutlich und unmissverstĂ€ndlich zur Raison gerufen. Wo kĂ€men wir denn da hin, wenn man sich einem souverĂ€nen HĂŒndin so respektlos nĂ€hert? Es brauchte drei lautstarke Korrekturen meinerseits, dann war alles geklĂ€rt und der kleine Mann hatte kapiert: „Oh, hier musst du aufpassen, die zeigt erst mal, wer die Hosen anhat“. Er war dankbar fĂŒr die KlĂ€rung, wusste so doch sofort, woran er ist und hat dies auch die restliche Zeit ĂŒber nicht wieder in Frage gestellt.

Die erste Aufregung legte sich schnell als das gesamte Rudel sich in Bewegung setzte und den Wanderweg um den Maisinger See in Angriff nahm. Nach wenigen Minuten waren wir alle total entspannt, mit weichen Körperbewegungen und schnĂŒffelten uns gemeinsam durch die wunderbare Natur. Zum großen HundeglĂŒck gibt es dort zahlreiche Wiesen und viel Platz, so dass wir den SpaziergĂ€ngern, Joggern, Radfahrern und Kindern gut ausweichen konnten. Ganz vorbildlich folgten wir alle drei unseren Menschen an die Seite, wenn es erforderlich wurde. Auch Hundebegegnungen waren kein Thema – wir trafen einen Berner SennenrĂŒden, eine Ă€ltere Westie-Dame, einen Weimaraner-Mix und zwei Jackies. Ich glaub, die Zweibeiner waren auch ganz ĂŒberrascht, wie unkompliziert und offen und völlig ohne Stress und Reibereien das ablief. Als wĂ€ren wir schon immer in dieser Konstellation unterwegs.

Auf dem RĂŒckweg hab ich dann auch mal gezeigt, dass ich zwar eine Respekts“person“, aber trotzdem ein temperamentvoller Aussiedoodle bin, der in der Regel morgens einen Clown frĂŒhstĂŒckt. Wir hatten unglaublich viel Spaß zu dritt bei Rennspielen und SchnĂŒffelflecken. Wir waren uns zudem schnell einig, dass fast nichts ĂŒber menschliche FĂ€kalien geht đŸ’© – zur großen Freude unserer Zweibeiner. Also war am Ende noch ein Abstecher zum Bach fĂŒr uns drin. Nachdem ich zwei Stöckchen aus dem eisigen Wasser apportiert hatte und pitschnass war, traute sich sogar Timmi in die Fluten – zumindest bis zum Knie. Aber das reichte ja auch fĂŒr eine grĂŒndliche MaulspĂŒlung 😂.

Alles in allem also ein absolut gelungener Nachmittag, den wir hoffentlich einmal wiederholen werden. Es geht einfach nichts ĂŒber doodelige GefĂ€hrten đŸ‘đŸ». Und jetzt muss ich mich erst mal trocknen, aufwĂ€rmen und erholen.