Mein zweiter Fr√ľhling

So, ich w√§re jetzt zumindest frisurentechnisch bereit f√ľr den Fr√ľhling! Der Bart ist ab – und der zottelige Winterpelz auch ūüėä. Jetzt erkennt man auch meine sportliche Figur wieder viel besser! Mit langem Pelz bin ich ja eher ein Pummelchen ūüėĚ.

April 2018 – frisch geschoren

Erstmals hat sich Frauchen heute selbst an die Schermaschine gewagt, w√§hrenddessen meine Lieblings-Groomerin Marion Stieglmeier (Salon Fellwechsel) mich mit Leberwurst vollstopfte¬†ūüėú¬†und dabei gute Ratschl√§ge verteilte! Ich glaub, die zwei hatten richtig Spa√ü!¬† Mein zweiter Fr√ľhling weiterlesen

Seriöse Zucht oder Geldmacherei?

W√§hrend die Zucht von Labra- oder Goldendoodles in der ersten Generation (F1) nicht sonderlich anspruchsvoll ist, ist diese beim¬†Aussiedoodle weitaus riskanter. Seine komplexe und multifaktorielle Genetik¬†durch die Kombination der beiden Ausgangsrassen erfordert umfassendes Fachwissen und ausreichend Zucht-Expertise sowie entsprechende finanzielle Ressourcen, damit¬†gesunde und robuste Welpen gew√§hrleistet sind. F√ľr rein kommerzielle Welpen-Vermehrer und Zucht-Laien ist dies kaum zu bewerkstelligen. Seri√∂se Zucht oder Geldmacherei? weiterlesen

Ist der Aussiedoodle ein Rassehund?

Der¬†Aussiedoodle¬†ist keinesfalls eine „Promenadenmischung zu √ľberh√∂htem Preis„, wie dies in einschl√§gigen Foren h√§ufig zu lesen ist. Der Aussiedoodle ist ein Hybrid, d.h. eine Kreuzung zweier reinrassiger Hunderassen.

Auf diese Weise sind im √úbrigen fast alle heutigen Rassehunde entstanden. Auch der heute so beliebte Australian Shepherd wurde erst 1996 vom FCI als Rasse anerkannt.

Wie definiert sich eine Hunderasse?

Der Duden definiert Rasse als 
(Biologie) Gesamtheit der auf eine Z√ľchtung zur√ľckgehenden Tiere, seltener auch Pflanzen einer Art, die sich durch bestimmte gemeinsame Merkmale von den √ľbrigen derselben Art unterscheiden; Zuchtrasse


Im Englischen definiert sich Zuchtrasse (breed) als
A race of animals selected and maintained by humans, with a characterized appearance und a common gene pool. 

√úberpr√ľfen wir doch diese Kriterien einmal f√ľr den Aussiedoodle: Ist der Aussiedoodle ein Rassehund? weiterlesen

Vorurteile: Designerdog

Der Aussiedoodle wird häufig in einem Atemzug mit anderen Hybrid-Hunden genannt und von Kritikern als Designerdog tituliert, bzw. abgewertet. Im Folgenden setze ich mich mit den gängigsten (Vor-) Urteilen auseinander.

Bei diesen neumodischen Mischungen geht es sehr vielen Verk√§ufern um reinen Profit, das machen auch die teils utopischen Preise deutlich. Dabei gibt es hier keinerlei Kontrollen, Mindestanforderungen oder Pflichtuntersuchungen ‚Äď noch nicht einmal Papiere¬†(Quelle:¬†https://www.hundeseite.de/designerhunde/).

Warum soll man denn soviel Geld f√ľr nen Mischling ausgeben?! Sowas findet sich bestimmt auch im Tierheim. Und es ist witzig, das die Amis f√ľr alles nen Club haben. (Quelle: https://www.polar-chat.de/hunde/topic/22473-aussiedoodle-und-co/?page=2)

  • Wie bei allen gezielten (Rasse-) Z√ľchtungen gibt es auch beim Aussiedoodle gute Z√ľchter mit viel Expertise und schwarze Schafe, die ausschlie√ülich auf den Profit aus sind. Darin unterscheidet sich ein Hybrid-Hund nicht von einem Rassehund.
  • Wer sicher sein will, dass sein Hund aus einer seri√∂sen Aufzucht stammt (egal ob Rasse- oder Hybrid-Hund), muss den Z√ľchter auf Herz und Nieren pr√ľfen. Das ist bei Rassehunden einfacher, da diese in Rassenverb√§nden zusammengeschlossen sind. Aber auch Rassehunde werden auf dem Schwarzmarkt verkauft, √ľber illegale Vermehrer/Welpenh√§ndler √ľber das Internet vertrieben. Verantwortlich daf√ľr sind Welpenk√§ufer, die nicht bereit sind, f√ľr einen gesunden Welpen aus einwandfreier Abstammung und Aufzucht einen angemessenen Preis zu zahlen.
  • Die Rasse eines Hundes allein sagt nichts √ľber die Seriosit√§t der Zucht aus.
  • Auch der Preis f√ľr einen¬†Welpen¬†sagt gar nichts √ľber die Seriosit√§t der Zucht oder dessen¬†Gesundheit aus.
  • Wer verantwortungsvoll z√ľchtet,¬†hat Kosten (Gesundheitspr√ľfung der Eltern, Decktaxe, Tierarzt, Vorsorge, Impfungen, Aufzucht, Futter, Sozialisation, etc.) und orientiert sich an¬†den g√§ngigen¬†Zuchtrichtlinien. Diese regeln z.B. das Mindestalter f√ľr die erste Belegung des Muttertiers, die H√§ufigkeit der zugelassenen Deckungen, die medizinische Versorgung und das Mindestabgabealter der Welpen. Weiterhin gibt es Vorschriften wieviel Platz die Welpen zur Verf√ľgung haben, wie gro√ü der Auslauf ist, ob der Welpenspielplatz optimal ausgestattet ist. Nur so sind optimale Bedingungen gew√§hrleistet, aus denen gesunde und psychisch stabile Hunde hervorgehen –¬†und das v√∂llig unabh√§ngig davon, ob Rasse- oder Hybridhund. In der Regel liegen die Preise f√ľr¬†reinrassigen (Mode-) Hunde deutlich √ľber denen, die f√ľr einen Hybrid-Hund bezahlt werden.
  • Seri√∂se Z√ľchter k√∂nnen auch bei Hybridhunden die Abstammung und Gesundheit der Elterntiere (im Fall des F1-Aussiedoodles reinrassige Hunde), sowie die Gesundheit und Impfung der Welpen¬†(durch eine Bescheinigung des √∂rtlichen Tierarztes) und ggf. auch die Qualit√§t der Zuchtst√§tte (Zwinger) nachweisen. Zudem kann sich jeder Welpenk√§ufer von den Bedingungen vor Ort selbst ein Bild machen (Zwinger oder Familie, Kontakt zu anderen Hunden, Reizen, etc.)
  • Somit k√∂nnen auch Hybridhunde Papiere haben, es fehlen ihnen lediglich Papiere, die sie als einem Rasseverband zugeh√∂rig ausweisen.

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Entscheidungshilfen f√ľr die Auswahl des Z√ľchters

Die Entscheidung f√ľr einen Hund ist eine langfristige und nat√ľrlich auch emotional sehr aufregend. Meist nimmt man sich viel Zeit, bis man sich auf eine bestimmte Rasse oder einen Mischling festlegt. Ist dies geschehen, kann man es verst√§ndlicherweise kaum erwarten, das neue Familienmitglied schnellstm√∂glich in die Arme zu schlie√üen! Das ging uns ganz genauso! Dennoch m√∂chte ich Sie bitten, auch bei der Auswahl des Z√ľchters/der Z√ľchterin oder der Zuchtst√§tte die Augen offen zu halten und im Zweifel noch weitere Optionen zu √ľberpr√ľfen. Auch wir haben erst bei der zweiten Z√ľchterin aus vollem Herzen und mit klarem Verstand „JA“ sagen k√∂nnen und es bis heute nicht bereut.

Da die Zucht von Aussiedoodles besonders viel genetische Fachkompetenz und Know-how erfordert, um gesunde und vitale Hunde zu erhalten (siehe auch mein Beitrag:¬†Seri√∂se Zucht oder Geldmacherei?) m√∂chte ich hier einige Entscheidungshilfen f√ľr die Auswahl eines verantwortungsbewussten Z√ľchters/einer Z√ľchterin geben. Entscheidungshilfen f√ľr die Auswahl des Z√ľchters weiterlesen

Entscheidungshilfen f√ľr die Welpenauswahl

Wer √ľberlegt, sich einen Aussiedoodle-Welpen zuzulegen, sollte folgende Informationen aufmerksam lesen und bei der Auswahl von Z√ľchter und Welpen ber√ľcksichtigen. Nur so wird er/sie lange Freude an einem gesunden, vitalen und lebensfrohen Hund haben:

  • Aussiedoodles sind hypoallergen, jedoch nicht antiallergisch (Fellfragen: Ist der Aussiedoodle hypoallergen?)
  • Aussiedoodles (F1) haaren zwar wenig, ben√∂tigen allerdings regelm√§√üiger Pflege, um nicht zu verfilzen.
  • Die vielf√§ltige Farbigkeit und Musterungen des Aussiedoodlesells beinhaltet deutlich mehr als ein h√ľbsches Aussehen und impliziert f√ľr den Z√ľchter das Erfordernis komplexen genetischen Wissens. (Seri√∂se Zucht oder Geldmacherei?)
  • Je h√∂her der Wei√ü-Anteil am Kopf eines mehrfarbigen Welpen, desto h√∂her ist das Risiko einer Taubheit.
  • √úberwiegend wei√üe und blau√§ugige Welpen bergen ein statistisch h√∂heres Risiko von Seh- und H√∂rsch√§digungen und sollten vor dem Kauf tier√§rztlich getestet werden.
  • Die Verpaarung von zwei Merle-Eltern ist ethisch nicht vertretbar, da hierbei mit hoher Wahrscheinlichkeit Welpen mit angeborenen Behinderungen oder Totgeburten zu erwarten sind.
  • Die Wahrscheinlichkeit von Seh- oder H√∂rsch√§den ist bei einfarbige Welpen gleich welcher Farbe und mit oder ohne wei√üe Zeichnung am niedrigsten. Auch sie sehen entz√ľckend aus.
  • Weil viele Pudel das dominante „Silber“-Gen tragen, werden aus schwarzen Welpen meist silbergraue Aussiedoodles. Einfarbig helle Welpen (wei√ü oder creme) und merlefarbene Welpen hellen deutlich seltener auf.