Tolle ├ťberraschung f├╝r Lesehund Paula

Heute waren wir wieder in der Grundschule in Percha als Lesehelferlein. Die Kinder haben sich riesig gefreut, weil ich wegen L├Ąufigkeit und Herbstferien drei Wochen pausiert hatte. Schon im Pausenhof wurde Frauchen von vielen Kindern gefragt, ob es mir jetzt wieder gut geht ­čśŐ Viele hatten sich offenbar richtig Sorgen um mich gemacht!

Vier Kinder konnten mir heute jeweils ca. 15 Minuten vorlesen. Das geht inzwischen richtig fl├╝ssig und die meisten stocken nur noch selten im Lesefluss. Was f├╝r ein Fortschritt gegen├╝ber den Anf├Ąngen vor einem halben Jahr noch. Das Sch├Ânste f├╝r mich jedoch ist, zu sp├╝ren, wie viel Freude es den Kindern macht, vorzulesen. Gerade f├╝r die leseschwachen Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ist das das wichtigste Ziel unserer Arbeit: den Druck nehmen, Lesen positiv besetzen, Erfolgserlebnisse schaffen und Freude am Lesen vermitteln!

Unser schw├Ąchstes Lesekind hatte noch bei meinem letzten Einsatz gro├če Schwierigkeiten, Buchstaben zusammenzuziehen oder gar Silben und W├Ârter zu erfassen. Es war beim Lesen extrem nerv├Âs, stand innerlich unter gro├čem Druck. Frauchen musste sehr viel Unterst├╝tzen und Loben. Beim letzten Mal spiegelte sie ihm, dass es innerhalb unserer gemeinsamen Leseeinheiten mit jeder Minute besser wurde und es immer mehr an Sicherheit gewann und entspannte. Sie sagte, dass ich mich riesig freuen w├╝rde, wenn es zu Hause mehr ├╝ben w├╝rde, weil es ja selbst sp├╝ren kann, was etwas mehr ├ťbung bewirkt.

Ebenso wichtig wie das Lesen ist den Kindern das Abstempeln der gelesenen Heftchen.

Heute hat es uns v├Âllig ├╝berrascht! Statt um einzelne Worte zu ringen, war erstmals ein Ansatz von Lesefluss zu erkennen! ­čÄë ­čÖĆ­čĆ╗­čÄë Es war zwar noch immer nerv├Âs und nestelte beim Lesen an seinen Schuhen herum, aber insgesamt war eine deutliche Entspannung sp├╝rbar. Ich konnte sogar fast ein wenig Freude am Vorlesen sp├╝ren ­čą░ WOW! Was f├╝r ein Erfolg! Wir freuen uns riesig f├╝r das Kind, das uns ganz stolz erz├Ąhlte, dass es mit seiner Mama viel ge├╝bt hatte! Was f├╝r ein wunderbares Geschenk ­čÄü

Die positiven Auswirkungen von Hunden auf Kinder

Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen die positive Wirkung von Hunden auf Kinder – insbesondere wenn diese gemeinsam aufwachsen und lernen.

Hunde f├Ârdern die psychische Entwicklung

  • Sie wirken insbesondere auf hyperaktive oder aggressive Kinder beruhigend. Hunde helfen diesen, ├╝bersch├╝ssige Energie abzubauen und lehren Verantwortungsbewusstsein.
  • Hunde helfen Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern beim Lernen und f├Ârdern die Konzentration.
  • Hunde f├Ârdern soziale Kontakte und helfen, Isolation und Kontaktschwierigkeiten zu ├╝berwinden.
  • Kinder (und auch Erwachsene), die mit Hunden leben, sind insgesamt ges├╝nder und stressresistenter.
  • Eine amerikanische Studie fokussiert explizit die positive Auswirkung von Hunden beim Lesenlernen. Bei Kindern, die einem Hund vorlasen, wurde ein Anstieg der Lesef├Ąhigkeit um 12 Prozent (!) belegt!

Warum gibt es eigentlich noch nicht an jeder Schule mindestens einen Schul- oder Lesehund?

Quelle: https://m.focus.de/wissen/natur/hunde/forschung/tid-32042/tiere-im-haushalt-zehn-gruende-warum-es-gesund-ist-einen-hund-zu-halten-hunde-foerdern-die-psychische-entwicklung_aid_1026371.html

Schuljahresende 2018/19 f├╝r den Lesehund

Ende Juli, 34 Grad im Schatten, es ist der (vor-) letzte Schultag nun endlich auch in Bayern! Wir sind heute zum letzten Mal bei unseren erstklassigen Lesekindern – obwohl es streng genommen viel zu hei├č zum Arbeiten ist!┬á

Alle haben in den letzten Monaten soo gro├če Fortschritte gemacht und v.a. die Freude am Lesen entdeckt …
… und sie wollen sich nat├╝rlich alle von mir verabschieden!

Aufgrund der Hitze gibt es heute nur ganz kurze Leseeinheiten, damit ich bei den Temperaturen nicht allzu lange im Einsatz bin. Frisches Wasser steht besonders viel bereit und statt auf der Kuscheldecke liege ich lieber auf dem k├╝hlen Boden! Heute haben wir nicht nur f├╝r meine Lesekinder, sondern f├╝r alle Erstkl├Ąsser (34 Kinder in zwei Klassen) eine ├ťberraschung im Gep├Ąck!

Frauchen und ich besuchen die Kinder in ihren Klassenzimmern und ich bringe meine eigene Schultasche mit! Das haben wir gestern Abend extra nochmal ge├╝bt! Trotzdem ist das in der neuen Umgebung ganz sch├Ân aufregend – die Kinder m├╝ssen mucksm├Ąuschenstill sein und auf ihren Pl├Ątzen bleiben, um mich nicht abzulenken…. und dann klappt das auch!

Lesehund Paula mit Schultasche

Die Tasche ist gef├╝llt mit selbstgebastelten Lesehund-Lesezeichen mit meinem Foto und einem aufmunternden Spr├╝chlein. Alle Kinder bekommen ein Leckerli, d├╝rfen mich nacheinander rufen, mir dieses f├╝ttern und sich ein Lesezeichen mit nach Hause nehmen. Das war f├╝r mich eine Premiere, da ich mich erstmals frei im Klassenzimmer bewegt habe und zu jedem Kind einzeln hinlaufen sollte …. viele hatte ich im Schulhaus schon mal gesehen, aber nat├╝rlich waren die irgendwie fremd … und da standen so viele Dinge rum, die ich nicht kannte: Schultaschen, M├╝lleimer, Regale … und zwischen all den Kindern, St├╝hlen und Tischen durch war es auch ganz sch├Ân eng! Wenn ich gez├Âgert habe (z.B. unter einem Tisch durch – da waren so viele fremde Kinderbeine), hat mich Frauchen nat├╝rlich gleich unterst├╝tzt und mir alternative Wege aufgezeigt. Aber ich hab nat├╝rlich ganz schnell kapiert, dass sich das futtertechnisch auch lohnt! So macht auch mir Schule Spa├č Ôś║´ŞĆ

Lesehund-Lesezeichen zum Erhalt der Lesemotivation in den Ferien

Die Freude bei den Kindern ist riesengro├č und einige lesen stolz vor, was auf ihren Lesezeichen steht – sogar mein afghanisches Lesekind traut sich vor der ganzen Klasse. Dar├╝ber freu ich mich ganz besonders! Und wir m├╝ssen allen fest versprechen, dass wir nach den Ferien ganz bestimmt wiederkommen! Vielleicht schreibt mir ja der eine oder die andere eine Postkarte aus dem Urlaub und erz├Ąhlt, welche B├╝cher er/sie gelesen hat?

Im Anschluss radeln wir beide direkt zum See zum Abk├╝hlen ­čśŐ Das sind zum Gl├╝ck nur ein paar hundert Meter. Nach dem ganzen Trubel und der Aufregung – die Kinder sind heute auch aufgeregt – tun die Weite, Ruhe, Natur und Bewegung total gut! Um die Mittagszeit ist hier (noch) kaum was los. Ich flitze ausgelassen ├╝ber die ganze Wiese, apportiere begeistert meinen Ball und r├Ąkel mich auf dem R├╝cken. Baden und Schwimmen mit Frauchen zusammen ist immer besonders toll!

Mit diesen Bildern verabschiedet sich das Starnberger Lesehund-Team …
… in die Sommerferien und w├╝nscht allen gro├čen und kleinen Leseratten
einen tollen Sommer und viele sch├Âne Geschichten!

Tolle Fortschritte der Lesekinder

Heute haben mich zwei meiner Lesekinder total ├╝berrascht! Jeder von beiden tat sich bislang sehr schwer mit dem lauten Vorlesen und sie qu├Ąlten sich durch die einzelnen Worte.┬á

A. nuschelte meist nur leise vor sich hin, huschte ├╝ber unbekannte Worte und Buchstaben dr├╝ber weg und ich hatte den Eindruck, er f├╝hlte sich dabei seeeehr unwohl … Und heute? Da las er mir auf einmal ganz laut und klar vor! ­čÄë­čÄë­čÄë und er erz├Ąhlte erstmals auch etwas von sich!┬á

Dar├╝ber hab ich mich riesig gefreut und bin vor lauter Verz├╝ckung gleich mal entspannt eingeschlafen. ­čś┤ Er hatte zum ersten Mal richtig Spa├č beim Lesen und konnte sogar mehrmals ├╝ber die Geschichten lachen ­čśŹ Er hat uns verraten, dass er zu Hause mit seiner Mama und dem Bruder ge├╝bt hat und war selbst seeehr stolz darauf! Richtig Toll! ­čĹĆ­čĆ╗

F├╝r L. war das Erkennen der einzelnen Buchstaben ├╝berhaupt kein Problem, das Zusammenziehen zu Silben oder Worten fiel ihm allerdings extrem schwer. Er ben├Âtigte sehr viel Zeit und ├╝berlegte oft sehr lange. Ein Sprachfehler erschwerte das Lernen zus├Ątzlich. Ich hatte den Eindruck, dass er sehr unter Druck steht und er l├Âste dies meist durch beliebiges Raten als durch Lesen.

Und heute? Erstmals gelang ihm das Erkennen von Silben und kurzen W├Ârtern und er begann tats├Ąchlich, nach den Inhalten dahinter zu suchen! Hurrah, das war ein richtiger Durchbruch f├╝r ihn! Ich freue mich riesig ­čÄë­čÄë­čÄë. Auch wenn sein Weg sicherlich noch l├Ąnger ist, bemerkt er selbst jetzt seine Fortschritte und das motiviert ihn ungemein!

Gerade f├╝r leseschwache Kinder ist es so wichtig, dass sie derartige Erfolgserlebnisse haben und das Lesen als positives Erlebnis bewerten k├Ânnen. Es tut ihnen gut, dass ich als Lesehund einfach nur anwesend bin, sie nicht bewerte oder korrigiere, sie akzeptiere mit all ihren Fehlern und Schw├Ąchen und einfach ganz viel Ruhe und Entspannung ausstrahle.

Jedes Lesekind hat ├╝brigens einen eigenen Lesepass, in den es f├╝r jedes gelesene Heftchen einen Hunde-Stempel hineinstempelt. Was f├╝r ein tolles Gef├╝hl, nicht nur in 15 Minuten mehrere Hefte zu lesen, sondern daf├╝r auch noch Stempel zu sammeln ­čĄ¬ Den Kindern ist das ein gro├čer Ansporn! Und ich bekomm dann nat├╝rlich auch noch ein Leckerli f├╝rs Zuh├Âren ­čą░

Und nach dem Einsatz genie├če ich den Spaziergang besonders und darf wieder einfach Hund sein!

Wir sind in der Zeitung ­čÖł

Vor einiger Zeit wurde Frauchen interviewt zum Thema Therapiehund vom Z├╝chter. Nun ist der Artikel erschienen in der Mai/Juni-Ausgabe von Dogs & Jobs ­čśŐ sogar mit Hinweis auf unseren Blog ­čą░ Vielen Dank an Sylvia Olschinsky ÔÖą´ŞĆ­čÖĆ­čĆ╗ÔÖą´ŞĆ

Den vollst├Ąndigen Artikel und weitere Infos findet Ihr hier: Dogs & Jobs.

Die Zeitschrift erscheint zweimonatlich ausschlie├člich online und kostet 40,- ÔéČ pro Jahr – f├╝r uns eine lohnende Investition, da wir viel rund um den Einsatz von Hunden in Therapie und P├Ądagogik lernen.

Spende f├╝r unsere Lesekinder aus Afghanistan

Unter meinen Lesekindern, die ich w├Âchentlich in der Grundschule besuche, sind immer wieder auch einzelne, die aus Krisengebieten stammen, und hier in Deutschland eine zumindest tempor├Ąre Zuflucht gefunden haben. Sie haben es in der Schule besonders schwer. Sie lernen das Lesen in einer fremden Sprache und haben daheim oft kaum deutschsprachige F├Ârderung oder Zugriff auf Lesematerial. Dabei sind gerade diese Kinder hochmotiviert und sprachlich oft sehr begabt. Viele lesen deutlich besser, als einige ihre deutschen Mitsch├╝ler.

Wenn ich die M├Ądchen anschaue, tragen sie oft tagelang dieselben Strumpfhosen, ├╝berall mehrfach gestopft, an den F├╝├čen meist schwarz vom Laufen ohne Hausschuhe. Die Kleidung stammt aus dem Fundus der Tafel oder dem Sozialkaufhaus, oft etwas zu gro├č oder zu klein und immer etwas aus der Zeit gefallen. Die langen, dunklen, gl├Ąnzenden Haare sind dennoch meist kunst- und liebevoll geflochten, die H├Ąnde mit Henna verziert, un├╝bersehbarer Stolz ihrer Tr├Ągerinnen. Die fast schwarzen Augen leuchten herzlich und neugierig, freuen sich ├╝ber jede Zuwendung und Aufmerksamkeit, die Gem├╝ter sind fr├Âhlich und kindlich geblieben und zugleich sp├╝re ich die Schwere und das Leid, das sie in ihren jungen Jahren durch Krieg, Gewalt und Flucht schon haben erleben m├╝ssen.

Im letzten Schuljahr hat eines der M├Ądchen bei meinem Anblick unaufgefordert angefangen zu erz├Ąhlen … Sie hatte in „ihrem“ Land auch Hunde gehabt, und H├╝hner und Katzen und Ziegen. Und dann kam der Krieg … und immer mehr ihrer Freunde gingen weg. Ihr Vater wollte auch fliehen, die Mutter aber wollte bleiben. Der Krieg kam jedoch immer n├Ąher und sie sind dann irgendwann alle zusammen geflohen … die Tiere mussten sie zur├╝cklassen … welch eine grauenvolle Erfahrung f├╝r ein Kind, das zu der Zeit gerade mal 4-5 Jahre alt war. Als sie das erz├Ąhlt, ist sie bereits zwei Jahre in Deutschland … spricht flie├čend Deutsch und besucht die zweite Klasse. Wieviele Menschen h├Âren diesen Kindern eigentlich zu? Wer fragt sie, was ihre Seelen bewegt und belastet? Als Hund hab ich ja sehr feine Antennen und hab in diesem Moment all die Trauer, die Angst, die Sorge, die Verzweiflung gesp├╝rt, die eine solch ├╝berst├╝rzte Flucht ├╝ber tausende Kilometer in einer Kinderseele hinterl├Ąsst… Sie schaut mich an, w├Ąhrend sie all dies leise erz├Ąhlt, krault gedankenverloren mein weiches Fell und denkt voller Liebe an ihre eigenen Hunde, irgendwo mitten im Kriegsgebiet in Afghanistan …. in diesem Moment waren wir eins – das Kind, ihre Hunde und ich … vielleicht ein klitzekleines St├╝ck Heilung und Vers├Âhnung mit dem Schicksal? Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich als Lesehund hier aktiv sein und ihr zumindest etwas Zeit und eine positive Erinnerung an ihre Heimat schenken kann!

Ein anderes afghanisches M├Ądchen erz├Ąhlt, dass sie zu Hause gar keine B├╝cher hat – weder deutsche noch afghanische! Als wir zusammen ein W├╝rfel-Lesespiel machen, leuchten ihre Augen und sie lacht kindlich befreit und begl├╝ckt! Das, was f├╝r die meisten Kinder hier in Deutschland ganz normal ist – zu spielen -, ist f├╝r sie offenbar eine ganz besondere Erfahrung! Ist das nicht ziemlich ungerecht?

Dieser Moment hat Frauchen sehr ber├╝hrt und noch einige Tage gedanklich und emotional weiterbesch├Ąftigt. Und weil Sie im Verlagswesen arbeitet und dort sehr viele Menschen kennt, kam sie auf eine Idee! Sie hat einen privaten Spendenaufruf f├╝r Kinderb├╝cher ├╝ber ihr B├╝cherfrauen-Netzwerk verbreitet! In diesem Verband sind Autorinnen, Buchh├Ąndlerinnen, Verlegerinnen und viele andere Frauen, die in Verlagen arbeiten oder an der Entstehung von B├╝chern beteiligt sind, zusammengeschlossen. Und all diese Kolleginnen sitzen im Bezug auf B├╝cher direkt an der Quelle!

Ein bunter Reigen an Erstleseb├╝chern ­čÄë

Viele Kolleginnen reagierten mit der sofortigen Zusage, ihre Regale zu durchforsten. Das hat uns schon mal sehr gefreut! Und heute kam tats├Ąchlich ein erstes P├Ąckchen mit lauter bunten B├╝chern f├╝r Erstleser bei uns an!! Ganz herzlichen Dank daf├╝r an die liebe Kollegin Ulrike Buergel-Goodwin aus M├╝nchen (ehem. Programmleiterin bei dtv und Piper). Die Kinder werden sich sicher sehr freuen! Und die B├╝cher kommen sicherlich genau an die richtigen Stelle! Ich freu mich schon riesig darauf, sie den Kindern am Mittwoch zu ├╝berreichen!

Sponsoring der Stiftung Hunde Helfen Heilen ­čÄë

Beim letzten Fortbildungstreff des Lesehund-Vereins haben Frauchen und ich den Helmut Lindner kennengelernt. Der Helmut  hat mir gleich supergut gefallen, der hat n├Ąmlich auch einen Aussie, mit dem er tiergest├╝tzt arbeitet. Eigentlich ist der Helmut ja so ein Bankmensch, der mit trockenen Zahlen jongliert, sagt Frauchen, aber ich hab gesp├╝rt, dass der Helmut in erster Linie ein herzlicher und sozial engagierter Typ ist.

Und weil der Helmut sich so gut mit Geld auskennt und zugleich was Gutes tun will, hat er vor einiger Zeit eine Stiftung gegr├╝ndet – Hunde Helfen Heilen. Die Stiftung sammelt Spenden und akquiriert aktiv Sponsoren f├╝r die F├Ârderung tiergest├╝tzter Arbeit mit Hunden. Das ist eine wirklich tolle Sache, denn diese wichtige T├Ątigkeit erfolgt meist im Ehrenamt, so wie bei uns auch. Sie wird von Bildungs-, Sozialeinrichtungen, Kranken- oder Pflegekassen nicht gef├Ârdert oder bezuschusst. Obwohl wir den Menschen doch nachweislich helfen k├Ânnen, gesund zu werden, zu bleiben oder sich gut zu entwickeln. Was kann es denn Wichtigeres geben? Die Menschen sind in dieser Hinsicht manchmal wirklich komisch! Ich muss das ja nicht alles verstehen!

Die erforderlichen Materialien f├╝r den Einsatz als Lesehund-Team summieren sich im Laufe der Zeit: Lesetexte, Leckerli, Arbeitsdecke, Einsatzhalstuch, Lehrmaterialien, Fachliteratur, Kopiervorlagen und Kopien, Stempel und Stempelhefte, W├╝rfel, Spiele, etc.
F├╝r Erstkl├Ąsser und ganz leseschwache Kinder recherchieren und erstellen
wir eigene Texte, laminieren Lesedominos, Silbenspiele, Arbeitsbl├Ątter, etc.
Diese Materialien zahlen wir alle aus eigener Tasche.

Frauchen fand nat├╝rlich sehr spannend, was der Helmut mit seiner Stiftung alles auf die Beine stellt. Das fand sie echt klasse! Sie hat zwar nicht viel Geld zum Spenden ├╝brig, aber sie wollte das doch unterst├╝tzen. Und als der Helmut erz├Ąhlt hat, dass er gerade eine neue Website erarbeitet, hat sie angeboten, ihn zu unterst├╝tzen. Da hat sie viel Erfahrung mit und texten kann sie richtig gut.

Der Helmut hingegen fand total super, was wir als ehrenamtliches Lesehund-Team in Starnberg-Percha leisten, dass wir lange bei Helfer auf vier Pfoten aktiv waren (dazu weitere Beitr├Ąge) und jetzt den VHS-Hundekurs f├╝r Kinder planen (davon berichte ich demn├Ąchst). Er und Frauchen haben sich ganz lang unterhalten. Bei der Gelegenheit hat Frauchen erw├Ąhnt, dass wir gar nicht die vom Lesehund-Verein empfohlenen Lesehefte nutzen, weil die so teuer sind, und stattdessen viel Arbeitsmaterial in Eigenarbeit erstellen.  Am Ende haben die dann so komische Papierkarten ausgetauscht. Keine Ahnung wof├╝r das gut sein sollte.

Und nun stellt Euch vor, was passiert ist! Diese Woche kam ein riesiges Paket mit 78 nagelneuen Leseheften vom Lesebaum-Verlag (unbezahlte Werbung wg. Namensnennung) bei uns an! Das hat uns der Helmut ├╝ber seine Stiftung einfach so mal f├╝r uns gespendet! Das ist eine wirklich sehr sch├Âne Anerkennung unserer Arbeit! Vielen, vielen Dank, lieber Helmut Lindner und nat├╝rlich allen Sponsoren der Stiftung Hunde Helfen Heilen, die das erm├Âglicht haben!

Lesehefte des Lesebaum-Verlags in 9 Lesestufen f├╝r die Grundschule

Wir werden jetzt ganz oft an Dich denken und bedanken uns im Namen der Starnberger Lesekinder und der Grundschule Percha f├╝r die tolle Spende! Jetzt k├Ânnen auch unsere Lese-Kinder die lustigen Geschichten von Floppy lesen und Stempel sammeln! Und ich freu mich schon riesig auf die vielen Hundegeschichten!

Der Starnberger LeseHund

Was ist ein LeseHund?

Das Konzept des LeseHunds kommt urspr├╝nglich aus den USA, wo R.E.A.D.┬« (Reading Education Assistance Dog)-Teams schon seit vielen Jahren erfolgreich im Einsatz sind. Ein LeseHund ist ein speziell geschultes und ausgebildetes┬áHund-Halter-Team, das (ehrenamtlich) in der┬áLesef├Ârderung aktiv ist. Hund und Halter wurden intensiv┬áauf den Einsatz in Schulen und Bibliotheken vorbereitet und auf ihre Eignung hin ├╝berpr├╝ft /┬ágetestet. Das Team ist den hohen Qualit├Ąts- und Hygienestandards des Lesehund-Vereins┬áverpflichtet.

Wie hilft ein LeseHund?

Der LeseHund kommt w├Âchentlich in eine Schule┬áoder Bibliothek, um Kinder beim Lesen (lernen) zu┬áunterst├╝tzen. Die Kinder lesen im entspannten Einzel-setting dem LeseHund aus einem geeigneten┬áBuch vor. So hat jedes Kind f├╝r die Zeit des Lesens seinen ÔÇ×eigenenÔÇť Hund.

Warum ein Lesehund?

Es macht einfach Spa├č, einem Hund vorzulesen: Er h├Ârt geduldig zu und kritisiert nicht!┬áDem Kind tut es gut, den Hund in einer sonst eher angespannten Situation (beim Vorlesen) zu┬ástreicheln und seine N├Ąhe zu sp├╝ren. So werden ├ängste und Hemmungen abgebaut – die durch Misserfolge┬ábeim Vorlesen in der Schule entstehen – und die Lesemotivation erh├Âht sich. Das wirkt sich positiv auf die gesamte Lesesozialisation der Kinder aus. LeseHunde legen einen wichtigen Grundstein f├╝r die Basiskompetenz von Kindern.

Warum sind die LeseHund-Teams so erfolgreich?

Die Teams sind gut vorbereitet und haben mit ihren ruhigen und gut geschulten Hunden einen positiven Einfluss auf┬ádas gesamte Leben der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler. Die Aufgabe macht ihnen mit ihren┬áHunden Freude und Spa├č. Die Kinder (insbesondere auch aus anderen Kulturkreisen) lernen,┬ádass Hunde Partner und Familienmitglieder sein k├Ânnen. Wir sehen unseren Erfolg t├Ąglich in den┬áGesichtern der Kinder, wenn sie dem LeseHund┬ábegeistert vorlesen. Wir┬ábeobachten unmittelbar, wie sich die Lesekompetenz der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler kontinuierlich┬áverbessert. Unsere Ausbildung basiert auf ├╝ber 20 Jahren Erfahrung von R.E.A.D.┬« USA.

Der Starnberger Lesehund

LeseHund Paula

Lesehund Paula ist seit Fr├╝hjahr 2018 einmal w├Âchentlich f├╝r 1-2 Stunden in der Grundschule Percha aktiv. In enger Abstimmung mit den┬áLehrerinnen (1.+2. Klasse) kommen jeweils vier Kinder pro Woche zum Vorlesen.

Paula ist als Aussiedoodle (F1)┬áhypoallergen und haart nicht.┬áSie ist gesund, geimpft, frei von ansteckenden┬áKrankheiten und erh├Ąlt eine regelm├Ą├čige Ekto- und Endoparasiten-Prophylaxe. Wir achten auf optimale┬áhygienische Bedingungen und einen j├Ąhrl. Gesundheitscheck.

Da wir ehrenamtlich t├Ątig sind, freuen wir uns ├╝ber Unterst├╝tzung f├╝r die┬áAnschaffung / Erneuerung von Material (Kopien, Materialien, B├╝cher,┬áLeckerli, Stempelp├Ąsse, Fotos, Ausstattung), Tierarztkosten (Gesundheitscheck, zus├Ątzliche Parasitenprophylaxe)┬ásowie f├╝r die regelm├Ą├čig Fort- und Weiterbildung. Bei┬áFragen melden Sie sich gerne direkt bei uns.┬áBerichte von unseren bisherigen Eins├Ątzen sind auf unserem Blog zu finden:

Infos und Kontakt:

Christiane Haas & Paula, paula@publiscience.de

Weihnachts├╝berraschung vom Lesehund

Morgen ist unser letzter Schulbesuch in der Grundschule f├╝r dieses Jahr. Am Liebsten w├╝rden ja alle Kinder mir vorlesen wollen, aber mehr als vier Kids schaffe ich nicht – zumindest nicht, wenn ich mir langfristig die Freude an den Lesehundeins├Ątzen erhalten will.

Deshalb hat sich Frauchen eine ├ťberraschung f├╝r alle Zweitkl├Ąsser einfallen lassen. Angeregt von Schulhund Emy┬áhat sie Lesehund-Lesezeichen gebastelt und mit meinem Foto verziert.

Morgen wollen wir die Klasse damit ├╝berraschen. Wir ├╝ben schon eine Weile am ÔÇ×Tasche tragenÔÇť und hoffentlich klappt das morgen auch! Ich bin schon sooo aufgeregt! Geplant ist, dass ich die Tasche mit den Lesezeichen alleine in die Klasse trage und dort Frauchen in die Hand gebe, damit die Kinder jeweils ein Lesezeichen ziehen k├Ânnen! Premiere! ­čÖł Zu Hause ohne Ablenkung klappt es zumindest manchmal ­čĄú

Vielleicht animieren die Lesezeichen ja den einen oder die andere, zu Hause auch mal laut vorzulesen ­čśŁ. Das w├Ąre doch toll!

Die enorme Leistung eines Lesehundes

Heute durften wir wieder unsere Lesekinder in der Grundschule besuchen. Es ist absolut interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Paula jeweils auf die einzelnen Kinder eingeht und welche Reaktionen sie damit ausl├Âst. Ein Lesehund ist einfach da, nimmt alles an, was ist, bewertet nicht, lacht nicht, kritisiert nicht. Und Paula schafft es immer wieder, eine Leichtigkeit in Situationen zu bringen, gerade weil die Kinder oft sehr konzentriert sind.

Einen Jungen, der bislang eher distanziert war und sie nicht allzu nah an sich heran lassen wollte, h├Ârte sie zun├Ąchst mit etwas Abstand sehr konzentriert im ÔÇ×SitzÔÇť zu. Als dieser gerade den Satz ÔÇ×Die B├Ąuerin lachteÔÇť vorlas, stupste sie ihn ganz vorsichtig am Scheitel an – und prompt musste er lachen! ­čĄú Ab diesem Moment las nur noch f├╝r Paula, schaute sie immer wieder an, wie um zu sehen, ob sie alles verstanden hatte!

Ein M├Ądchen war heute zum ersten Mal dabei und Paulas N├Ąhe brachte sie dazu, von ihren Haustieren in Afghanistan zu erz├Ąhlen – und davon, dass sie wegen des Krieges mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen war. Ein sehr ber├╝hrender Moment, in dem Paula gleich ihre Hand leckte ­čÉż Sie las ├╝brigens ganz wunderbar und hochmotiviert und berichtete, dass sie jeden Tag mit ihrer Mama zuhause ├╝bt!

Einer der Jungs war sehr zappelig, unkonzentriert und schweifte immer wieder vom Text ab. Paula reagierte darauf mit Albereien, versuchte, m├Âglichst nah an ihn heranzurutschen, ihm Halt zu geben, aber er wich immer wieder aus. Schlie├člich legte sie beide Vorderpfoten auf das Leseheftchen, als ob sie auf den Text deuten wolle! Ich hatte fast den Eindruck, sie spiegelte ihn mit ihrer Albernheit.

Und bei dem Kind, das so ├╝beraus begeistert und eifrig aus dem Fu├čballbuch vorlas, legte sie sich ganz ruhig und entspannt vornedran und vermittelte dabei eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit!

Ich bin tief ber├╝hrt und beeindruckt, wie einf├╝hlsam und sensibel diese kleine H├╝ndin ist und welch enormen Arbeitseifer sie bei unseren Eins├Ątzen an den Tag legt! ­čśŹ