Hundebegegnungen – „Sie hört halt nicht!“

Ein wundervoller, naturbelassener Campingplatz in Sachsen-Anhalt mit riesigem Hundestrand am Badesee. Es ist nicht viel los, auf der riesigen Campingwiese stehen etwa 10 Camper, davon fast alle mit Hunden. Die Stimmung ist entspannt, die Rezeption weit weg. Gleich vorne rechts eine Gruppe mit diversen Zelten und Fahrzeugen inkl. buntem Partyzelt, BierbÀnken, es erinnert im Aufbau etwas an eine kleine Wagenburg oder einen Wanderzirkus.

Zwischen den Autos steht dort eine gestromte Doggenmix-HĂŒndin ohne Leine und Halsband und beobachtet aufmerksam unsere Ankunft. Keiner der Bewohner nimmt davon Notiz. Frauchen und ich (angeleint) laufen in ca. 30 Meter (!) Abstand quer ĂŒber die Wiese vorbei.

Es kommt, wie es kommen muss … die HĂŒndin startet durch und steuert mit hohem Tempo und gesenktem Kopf direkt auf uns zu. Sie wirkt nicht sonderlich aggressiv, sondern eher ungestĂŒm-interessiert und hat offenbar von höflicher AnnĂ€herung auf hĂŒndische Art (langsam, dem GegenĂŒber Zeit lassen, Blick abwenden, Bogen laufen) noch nichts gehört.

Frauchens halbherziger Versuch, sie zu blocken, verpufft bereits im Ansatz. Sie macht meine Leine los, damit ich ungestörter kommunizieren kann. Mein fester direkter Blick lĂ€sst die große HĂŒndin bereits abbremsen, wir beschnuppern uns vorsichtig, drehen uns im Kreis. Ich habe kein großes Interesse, sie ist etwa in meinem Alter und offenbar fĂŒhrungslos -mindestens doppelt so groß und mein dreifaches Gewicht. Mit hĂ€ngender Rute und abgewendetem Blick verdecke ich meine Analregion und versuche, mich langsam zu entfernen.

Dieser Interessenkonflikt scheint die HĂŒndin zu ĂŒberfordern, zumal sie noch immer ohne UnterstĂŒtzung ihrer Menschen auskommen muss. Sie beginnt, mit mir herumzualbern (fiddle about). Ich merke, dass wir beide nicht auf Eskalation aus sind und so hopse ich Höflich ein wenig mit. Dabei bleibe ich im unmittelbaren Umfeld von Frauchen und versuche, die Energie des GegenĂŒbers möglichst zu senken. Sie lĂ€sst sich soweit sie kann darauf ein. đŸ‘đŸ» Alles klar!

Nach einigen Minuten kommt ein junger Mann zu uns herĂŒbergeschlurft, offenbar der Halter. Sein vorheriges Rufen verhallte ungehört. „Geht das in Ordnung mit den beiden?“, fragt er Frauchen und deutet auf unsere Interaktion. „Na ja“, meint diese, „mein Hund findet das nicht so toll! Sie braucht eigentlich keinen Kontakt zu fremden Hunden!“ Er schnappt sich daraufhin seinen Hund und zieht von dannen. „Komm mit, die möchte ihre Ruhe!“, höre ich ihn noch sagen. Chapeau!

Zwei Stunden spielen Frauchen und ich auf der Wiese Fußball. Innerhalb von Sekunden steht die Dogge erneut bei uns – lief offenbar unangeleint in der Wagenburg herum. Das geht nun doch zu weit – mein Rudel, mein Ball, mein Spiel! Da hört jetzt die Höflichkeit auf. Bevor Frauchen reagieren kann, spritze ich auf sie zu, bremse sie ein und schnappe sie kurz an der Schulter ab: „Schleich dich!“ Sie dreht sofort ab, startet allerdings einen zweiten Versuch von der anderen Seite. Das gleiche Spiel nochmal von vorn, diesmal mit UnterstĂŒtzung von Frauchen, die sie ebenfalls blockt. Super Teamarbeit! Die HĂŒndin ist schwer beeindruckt, klemmt die Rute bis zum Bauch, der RĂŒcken ist gekrĂŒmmt. Mit gesenktem Kopf und nach hinten geklappten Ohren entfernt sie sich zĂŒgig von unserem Stellplatz. Stur oder schwer von Kappee ist sie schon mal nicht 😂

Der Besitzer ist diesmal wesentlich schneller zur Stelle und hat die Szene beobachtet. Frauchen lobt seine HĂŒndin, weil diese sofort kapiert hat, dass das nicht geht und uns sofort ihren Respekt zollt. „Ja“, meint der junge Mann, „das macht sie wirklich gut! Aber sie hört halt nicht!“ 🙈 Mit diesen Worten trollt er sich hinter seinem Hund hinterher, der lĂ€ngst kleinlaut zwischen den Zelten verschwunden war.

Was soll man dazu sagen? Ein junger Hund, der klare Ansagen nicht nur sofort versteht, sondern auch sofort befolgt, soll nicht hören können? Oder liegt der Ball beim Halter, der sich nicht klar ausdrĂŒcken kann, bzw. sich nicht die MĂŒhe macht, mit seinem Hund zu arbeiten? Sehr schade! Das Gehör und der Verstand der HĂŒndin sind jedenfalls funktionstĂŒchtig!

Wasserspaß – unterwegs im, am und auf dem Main (Teil 1)

Schon seit Wochen fieberten Frauchen und ich unserer nĂ€chsten Hundstour in Unterfranken entgegen! Wir sind bereits das dritte Mal dabei und zĂ€hlen somit zu den WiederholungstĂ€tern đŸ€ŁđŸ™ˆđŸ€Ł

Diesmal drehte sich das Wochenende rund um das Thema Wasser! Neben den wundervoll abwechslungsreichen (und auch kulinarisch reizvollen) Wanderungen rund um die Volkacher Mainschleife stand diesmal als Highlight eine Paddeltour auf dem Altmain auf dem Programm. Wir sind bereits erfahrene Hunde-Kanuten (hier ein Video von einer unserer Touren in Schweden: https://m.youtube.com/watch?v=YOzzpe7rFFw) und deshalb hatte das Team von Claudia Hahn uns eingeladen, sie etwas zu unterstĂŒtzen, damit der „BetreuungsschlĂŒssel“ stimmt, alle gut zurecht kommen und Spaß haben. 

Hier erklÀrt Claudia vorab noch ein paar Grundregeln, damit wir und unsere Umwelt keinen Stress haben.

Freitag nachmittag ging es los mit einer halbtĂ€gigen Kennenlerntour fĂŒr die Gruppe. Diesmal waren 5 Zweibeiner und 5 Vierbeiner mit dabei, lustigerweise passten wir Hunde nicht nur farblich ausgesprochen gut zueinander – vorwiegend in schwarz-weiß.

Der wiesenbewachsene Weg fĂŒhrte unbeschattet zunĂ€chst ein StĂŒck entlang des Ufers und wir Hunde durften gleich mal das Wasser antesten.

Die beiden BordermĂ€dels konnten es kaum abwarten ins Wasser zu springen – total verrĂŒckt auf das kĂŒhle Nass đŸ€Ș
Auch Gina und Joshi genossen die AbkĂŒhlung.
Ich war erst mal bissl vorsichtig und schaute mir das wilde Treiben zunÀchst aus sicherer Entfernung an.

Danach ging es entlang einer frisch gemĂ€hten Wiese und da war ich dann ganz in meinem Element – sausen, flitzen, kugeln bis der Arzt kommt!

Kurz darauf begann der sogenannte Dschungelpfad – und genau so muss man ihn sich auch vorstellen: urwĂŒchsig, schmal, abwechslungsreich und glĂŒcklicherweise sehr schattig mit vielen Badestellen fĂŒr Hund und Mensch. 

Auf schmalen Trampelpfaden durch hohes Gras mit vielen Brennesseln
Hunde im GĂ€nsemarsch
Kletterspaß und …
immer wieder kleine Badestellen!
Am Ende des Dschungelpfades stieg der Weg ziemlich an …
… wurde breiter …

Wie man schnell sieht, waren wir Hunde alle völlig relaxed miteinander und bildeten schon am ersten Tag eine Ă€ußerst harmonische Truppe! Unsere Tour fĂŒhrte uns weiter bergan ĂŒber den Quittenlehrpfad und Claudia erzĂ€hlte uns viel ĂŒber die regionale Natur und Kultur.

Ideal fĂŒr ein Gruppenfoto đŸ„°

Der RĂŒckweg fĂŒhrte uns ĂŒber naturbelassene Wiesenflecken mit unglaublich vielen Schmetterlingen und anderem heimischen Sumsegetier ….

Hinab ins Tal ging es auf idyllischen Wegen mit immer wieder tollen Ausblicken auf die umliegende Landschaft.

Am Ende der Wanderung (11 km) erwartete uns ein schattiges PlĂ€tzchen in einem der vielen frĂ€nkischen BiergĂ€rten zum Ausruhen, Erfrischen und StĂ€rken. Dort stieß auch Claudias Mann Roland mit Hundeoma Polly zu uns, fĂŒr die die heutige Strecke zu lang gewesen wĂ€re. Das war schon mal ein super Auftakt!

Cockerdame Polly, 14 Jahre

Fortsetzung folgt ….

Ein VorfrĂŒhlings-Sonntag am Starnberger See

Ein Paradies fĂŒr Wasservögel im Winter – die Roseninsel – hier mit Blick auf Bernried
Das neue Frisbee begeistert uns alle – Frauchen und ich haben Spaß miteinander und Herrchen hat viele Motive, um die neue Kamera ausgiebig zu testen ….
Wo ist es denn?
Mit Kopf und Pfoten klappt das Fangen schon ganz gut
Gleich, gleich, gleich …
Diese Kulisse ist doch wirklich einmalig zum Training
So langsam hat Frauchen die richtige Wurftechnik raus…
… und ich find immer öfter den richtigen Absprung!
Trotz meiner LĂ€ufigkeit hatte ich einige nette Hundebegegnungen – diese junge Toy-Pudel-Dame (1,5 Jahre) hat mich absolut verzĂŒckt.
Nach einer formvollendet höflichen BegrĂŒĂŸung sind wir begeistert gemeinsam ĂŒber die Wiesen geflitzt
Mein aktueller Lieblingstrick „Jump“ …
… klappt auch ohne Frisbee
Ruhepause mit Frauchen auf dem Steg
Einfach mal wieder nur Hund sein 😍
Diesen Stock fand ich besonders schön – hab ihn sogar aus dem Wasser geangelt
Immer wieder gibt es fantastische Ausblicke auf die schneebedeckten Alpen ….
Kletterpartie ĂŒber einen umgestĂŒrtzen Baum – das schreit nach einem Foto!
Wer viel tobt, braucht immer wieder auch Ruhepausen – gut, dass meine Menschen auf mich aufpassen und gut fĂŒr mich sorgen … das Ruhehalten und Entspannend ist nicht grad meine Königsdisziolin!

Hundezuwachs im erweiterten Familienrudel

Im Sommer 2018 ist mein Kumpel Simio – der Hund von Frauchens Eltern – ĂŒber die RegenbogenbrĂŒcke gegangen. Das war fĂŒr alle sehr traurig! Er war fĂŒr Frauchen irgendwie auch das Verbindungsglied ihres vorigen Hundes Slash (gestorben 2012) zu mir, die ich 2017 in die Familie kam. Aber immerhin durfte er fast 15 Jahre alt werden – quasi ein Hunde-„Methusalem“ bei seiner GrĂ¶ĂŸe mit Vorgeschichte im spanischen Shelter – und den grĂ¶ĂŸten Teil davon in einer wirklich wunderbaren, hundeaffinen Familie verbringen.

Unterwegs mit Simio im Oktober 2017

Recht schnell war klar, dass in diesem Haushalt ein Leben ohne Hund zwar möglich, aber nicht sinnvoll ist. Also machte man sich auf die Suche nach einem neuen Tierschutzhund. Es sollte (altersbedingt) zum letzten Mal ein großer Hund werden, am liebsten ein SchĂ€fermix oder Ă€hnliches. Die Wahl fiel auf den zweijĂ€hrigen Ado, der als Harzer-Fuchs-Mix (ein stattlicher, kuscheliger Langhaarhund) tituliert wurde 😍. Am Ankunftstag saß jedoch ein winziges, zitterndes, panisches HĂ€uflein Hund in der Transportbox. Gemeinsam mit einer auf Panikhunde spezialisieren Trainerin musste zunĂ€chst einen halben Tag lang intensiv mit ihm gearbeitet werden, bis er ĂŒberhaupt so weit war, mitzukommen. Seine GrĂ¶ĂŸen- und Gewichtsklasse entsprach in etwa bei meiner – also definitiv kein großer KuschelbĂ€r! Die EnttĂ€uschung kann sich wohl jeder vorstellen! Der kleine Mann hatte keinen ganz leichten Start in seinem neuen Leben. Man hatte sich allerdings zunĂ€chst auf eine Pflegschaft verstĂ€ndigt.

Der kleine Ado im viel zu großen Korb

Unmittelbar nach seiner Ankunft im Oktober waren wir fĂŒr drei Tage zu Besuch. Frauchen hatte etwas Bedenken, da ich nicht nur ein junger Wildfang bin, sondern im heimischen Umfeld durchaus sehr resolut sein kann 🙄. Und gerade in diesem Haushalt wurde ich bislang stets verwöhnt und verzogen – selbst der große Simio hatte im Haus nicht sonderlich viel zu melden und hatte mir stets den Vortritt gelassen!

Ich blieb daher zunĂ€chst an der Leine. Bei unserer Ankunft, linste der kleine Mann zwar vorsichtig in den Flur (neugierig war er ja schon), aber bereits der erste freundliche Blick von Frauchen in seine Richtung ließ ihn in seinen Korb flĂŒchten. O.k. – da brauchte es eine andere Strategie! Ich hab natĂŒrlich gleich gecheckt, was los ist und hab ihn komplett ignoriert! Frauchen war darĂŒber völlig platt, aber weil sie weiß, dass ich ich nen guten Blick fĂŒr hĂŒndische BedĂŒrfnisse hab, hat sie das ebenso ĂŒbernommen! Schließlich bin ich ja ein angehender Therapiehund mit feinen Antennen!

Hier stehen Hunde ganz klar im Mittelpunkt – fĂŒr mich super, Ado braucht das aber nicht 🙈

Ich hab dann alles drauf angelegt, ihm zu demonstrieren, dass dies ein guter Ort fĂŒr Hunde ist und man den Menschen hier vertrauen und mit ihnen sogar Spaß haben kann. Den ganzen Abend hab ich gespielt und rumgealbert, dabei immer drauf geachtet, seinem Korb nicht zu nahe zu kommen. Und weil klar war, dass Ado erst mal Raum und Zeit braucht, nicht angeschaut oder angefasst und auch nicht rumkommandiert werden möchte, ham die Menschen ihn alle links liegen lassen. Das fĂ€llt ganz schön schwer in einem Haus, in dem Hunde oft im Mittelpunkt stehen und man bis dato einen so anhĂ€nglichen und kontaktfreudigen BrummbĂ€r wie Simio gewohnt war!

Ado ist ein ganz zarter und sensibler Charakter, aber durchaus neugierig und intelligent. Sobald alle aus dem Raum waren, begann er sofort, das Spielzeug am Boden zu inspizieren. Ab dem zweiten Tag lief er Frauchen und mir schon in der Wohnung hinterher – mit Abstand und zumindest solange wir ihn nicht beachteten 🙈. Er wirkt wie eine kleine zarte Perle, die in ihrer verschlossenen Muschel sitzt und vorsichtig hinauslinst. Er braucht Menschen, die sensibel und zart mit ihm umgehen und zugleich Klarheit und Sicherheit vermitteln. Er muss Vertrauen fassen und sich öffnen. „Das ist sicher nicht der Hund, den ihr Euch gewĂŒnscht habt, aber möglicherweise genau der, den ihr gerade braucht?“ – hat Frauchen das wirklich zum Abschied gesagt? Ganz schön mutig, oder?

Frauchen hatte dieses Bild erst vor kurzem gefunden und es passt so gut zu dem, was sie selbst mit ihren bisherigen Hunden erlebt hat.

In den folgenden Wochen taute der kleine Ado Tag fĂŒr Tag mehr auf und zeigte durch seine schnelle Auffassungsgabe, wie intelligent er ist. Seine Menschen begannen zunehmend, ihn als Bereicherung zu erleben. Als die Frage nach der Weitervermittlung auftauchte, war klar, dass man ihn nicht mehr hergeben konnte – man hatte sein Potential erkannt und er hatte bereits einen festen Platz in den Herzen seiner Menschen gefunden. Irgendwann fiel in einem GesprĂ€ch mit Frauchen die Bemerkung: „Du hattest Recht, dieser Hund hat mich gefunden. Den hab ich gebraucht! Ich habe ihn heute adoptiert – er bleibt!“ Welch ein wunderbares Geschenk fĂŒr alle!

Teca und Ado beim Betrachten der Familie – man sieht, wieviel Sicherheit sie ihm gibt!

Dennoch blieb der Wunsch nach einem stabilen, stattlichen, robusten Hund bestehen. Als wir zu Weihnachten erneut zu Besuch waren, begrĂŒĂŸte uns bereits an der TĂŒr die zweijĂ€hrige Teca, ein weiterer portugiesischer Tierschutz-Hund. In ihr hat nun nicht nur die Familie eine wunderbare, kontaktfreudige und zugĂ€ngliche Kuschelpartnerin gefunden, sondern auch Ado die perfekte Partnerin an seiner Seite! Nach wenigen Tagen waren die zwei zu einem Team geworden, das sich wunderbar ergĂ€nzt! 😍

Teca fast immer tiefenentspannt

Frauchen ist von Tecas Ruhe und Gelassenheit völlig angetan! Das tut auch dem ĂŒbrigen Familien-Rudel gut! Und es verschafft Ado den sicheren und fĂŒr ihn idealen Platz in zweiter Reihe.

Damit ist nun das erweiterte Familienrudel wieder komplett! Die beiden haben sogar den weihnachtlichen Trubel mit tagelangem Übernachtungsbesuch in wechselnden Konstellationen (5 erwachsene Enkel, 3 Töchter teils mit Partner) und das Kennenlernen der bereits vorhandenen zwei Familienhunde wunderbar gemeistert. Hier noch ein paar fotografische EindrĂŒcke.

Großpudel Roger von Frauchens Schwester
Teca immer mittendrin und nah beim Seniorchef 🙈
Wenn ich nicht gerade Blödsinn mache mit den MĂ€dels – ich bin mir ja fĂŒr nix zu schad …….
… kann sogar ich inmitten des Rudels entspannen 😎!
Weihnachten mit vier
gechillten Hunden
Roger unterm Weihnachtsstrauch

Keilerei auf der Hundewiese oder: Warum manche Menschen keinen Hund halten sollten!

Im Bezug auf Hundebegegnungen gehöre ich ja zu den eher entspannten Zeitgenossen. Bei Frauchen darf ich daher fast ĂŒberall (wo kein Verkehr ist) ohne Leine laufen und muss dennoch nicht jedem Artgenossen „Hallo“ sagen.

Kommt uns ein Hund entgegen, bleib ich stehen (oder leg mich ab) und schau mir das GegenĂŒber erst mal ganz genau an. Klar wird erst mal ausgiebig geschnĂŒffelt, kommuniziert, abgecheckt, wie der andere so tickt, dann geht meist jeder wieder seiner Wege – ganz gechillt also! Wer mich schon von Ferne anpöbelt, dem geh ich aus dem Weg, da hab ich ĂŒberhaupt keine Lust drauf. Manchmal lass ich mich auch auf ein kleines Spielchen ein (vor allem bei Pudel oder Doodeln). Frauchen sagt, ich sei sozial sehr kompetent – was immer das heißt.

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Tiefschnee-Wanderung mit den Schlawinern

Nach zwei Tagen Dauerschneefall hatten wir heut frĂŒh ca. 30 cm Neuschnee! Yipeeee, besser kann ein freier Dreikönigstag gar nicht beginnen 🎉🎉🎉!

Wenn man allerdings nur eine Schulterhöhe von 44 cm hat, sieht das Stehen im Tiefschnee dann so aus 🙈 Tiefschnee-Wanderung mit den Schlawinern weiterlesen

Ein Tag mit Balou, dem sanften Charmeur

Balous Rudel hatte heute wenig Zeit fĂŒr ihn, deshalb war er fĂŒr einen Tag bei uns zu Gast. Balou ist 15 Monate alt und ein bildhĂŒbscher SchĂ€fer-Aussie-Beagle-Mix mit einem traumhaft weichen Fell. Schon am frĂŒhen Morgen durfte er mit uns nach Kerschlach zum Dummy-Training. Er konnte es kaum aushalten, nur zuzuschauen, wo er doch selbst so wahnsinnig gerne apportiert! Nach dem Training kĂŒhlte er sein aufgestautes Temperament bei einer Toberunde mit Labradeuse Joy – mir ist er dafĂŒr ja viel zu groß und zu schwer und zudem altersgemĂ€ĂŸ auch noch ziemlich frech. Er war somit genau Joys Kaliber 😝. Ich hab‘ wĂ€hrenddessen lieber mal die Mauselöcher und MaulwurfshĂŒgel auf der Wiese gecheckt. Muss ja schließlich auch einer machen! đŸ€Ł

Frauchen hat dann mit Balou und mir noch bisl‘ selbststĂ€ndig Dummyarbeit gemacht. Der Balou ist da echt mit Feuereifer dabei – und lĂ€sst sich durch nix und niemand aus der Ruhe und Konzentration bringen! Nach drei erlebnisreichen und aufregenden Stunden waren wir schließlich wieder glĂŒcklich zu Hause.

Da ich ja von Haus aus so’n kleinen Kontrolltick hab, wenn Hundebesuch da ist, hat Frauchen uns erst mal getrennt jeweils auf einer eigenen Decke geparkt! Und da Balou so aufgeregt war und zudem auch noch sensibel auf meine PrĂ€senz und durchdringenden Blicke reagiert hat – er hat total gehechelt und konnte sich kaum entspannen – gab es erst nen Sichtschutz und dann nen Kauring zur Beruhigung seiner Nerven.

So’n großer Hund und dann mit Beruhigungsschnuller! Das hab ich ja gar nicht verstanden! Zum GlĂŒck fiel auch fĂŒr mich ’n Knabberteil ab 😊! Wahrscheinlich ist das der Preis fĂŒr seine unglaubliche SensitivitĂ€t und Zugewandtheit! Und kaum waren zwei Stunden vorbei, ha’m wir auch schon beide friedlich gepennt, um die Erlebnisse des Vormittags zu verarbeiten! Frauchen konnte so in aller Ruhe am Schreibtisch arbeiten. Sie muss ja schließlich noch paar Hundekekse verdienen!

Am Nachmittag gab es nochmal ne gemeinsame Garten-Tobe-Session, bei der wir sogar miteinander gespielt haben. Bislang hab ich das im Kontakt mit Balou immer vermieden, weil er oft so stĂŒrmisch ist und mich auch gern mal ĂŒber’n Haufen rennt. Ich war deshalb ganz erstaunt, wie respektvoll und vorsichtig er sich heute mit mir zeigte: Er hielt stets angemessenen Abstand, ging auf jedes Angebot ein, respektierte meine Grenzen und nahm sich körperlich ganz schön zurĂŒck – schließlich bringt er ja locker das doppelte Kampfgewicht und das dreifache an KörpergrĂ¶ĂŸe mit ein 😜!

Irgendwie im Laufe des Tages ist dann bei uns beiden wohl der Knoten geplatzt. Balou hat sich von meiner Zickigkeit in Sachen Raumverwaltung im Haus ĂŒberhaupt nicht beeindrucken lassen und konterte stets mit ungebremsten Charme-Offensiven! Diesen konnte selbst ich auf Dauer nicht widerstehen! Frauchen ließ es deshalb auch mal laufen ohne regulierend einzugreifen! Die folgenden Bilder und das Video sprechen wohl fĂŒr sich: Von mir aus darf der Balou gern wieder mal kommen!

Best Buddies beim Toben

Mein bester Kumpel Kleinpudel Jasper ist fĂŒr ein paar Tage hier bei uns zu Gast. O.k., ich geb zu, im Haus bin ich nicht immer ganz so charmant zu ihm – da muss Frauchen viel regeln und mich immer mal wieder in meine Schranken weisen 🙄 Dann kann ich ihm sogar zeigen, wie gern ich ihn hab 😍!

Aber draußen im Freien da geht dann die Post ab – wenn wir dĂŒrfen 🙈 In Slow-motion sieht das dann so aus ….

Herbstlich unterwegs mit Hundstour

Ende September waren Frauchen und ich (wieder einmal) mit Hundstour unterwegs. Gemeinsam mit drei weiteren Hunden und ihren Menschen eroberten wir die herrliche Gegend rund um die Mainschleife in bei Volkach (Unterfranken). Die  Wanderbegleitung und Gesamtorganisation durch Claudia Hahn war sowohl orts- als auch hundefachkundlich ideal und bereitete uns drei wirklich tolle Tage mit vielen schönen Erlebnissen. Mit den folgenden Bildern möchten wir Euch gern daran teilhaben lassen.

Zwei- und vierbeinige Teilnehmer in Unterfranken

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