Willkommen in der Pubert├Ąt, Leo

Die letzten Monate sind wie im Flug vergangen. Kaum ist der kleine Mann bei uns angekommen, ist die Welpenzeit auch schon vorbei! Leo ist jetzt ein gutes halbes Jahr alt und beginnt zu pubertieren! Jetzt fragt Ihr Euch wom├Âglich, woran ich das festmache? Das versuche ich mal zu beschreiben

K├Ârperliche Ver├Ąnderungen

Seit einigen Wochen hebt Leo beim Pieseln das Bein und beobachtet sehr genau das Verhalten der (vor allem unkastrierten) R├╝den in der Nachbarschaft. Er markiert wie ein Weltmeister (wenn man ihn l├Ąsst) und beschnuffelt jeden Laternenpfahl, Pfosten, Baum oder Hausecke sehr intensiv und hinterl├Ąsst gerne seine Visitenkarte.

Sein Gangbild und auch das Bewegungsmuster ist deutlich gereifter. Es hat nichts mehr vom kleinen Tolpatsch und Welpen. Er tr├Ągt seine Ringelrute stets hoch ├╝ber dem R├╝cken und richtet sich komplett auf, wenn er etwas beobachtet. Pl├Âtzlich ist auch der beherzte Sprung auf die Couch oder das Bett m├Âglich ÔŁĄ´ŞĆ

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Auszeit von den Helfern auf vier Pfoten …

Vor fast einem Jahr habe ich den Eignungstest als Besuchshund bei den Helfern auf vier Pfoten erfolgreich absolviert (siehe Beitrag: Eignungstest zum Helfer-Team auf vier Pfoten). Seitdem war ich mit Frauchen auf vielen Eins├Ątzen in Schulen und KiTas, habe ganz viel Neues kennengelernt und gemeinsam mit weiteren tollen Helferteams viele, ganz unterschiedliche Kinder gl├╝cklich gemacht (diverse Beitr├Ąge). Das h├Ątte eigentlich alles so weiter gehen k├Ânnen – zumindest hatte Frauchen sich das so vorgestellt….

Vier Helferteams im Einsatz: Anton, Bambam, Naja und ich

Kinder finde ich grunds├Ątzlich gro├čartig und bin f├╝r jeden Spa├č zu haben. Insbesondere die Kennenlernspiele und praktischen ├ťbungen zum Umgang mit Hunden machen mir immer riesig viel Spa├č. Und die Kids sind begeistert, wenn ich ein paar Tricks vorf├╝hre – der Sprung durch den Reifen und das Apportieren und Auff├Ądeln von Ringen sind meist echte H├Âhepunkte. Gerade bei ├Ąngstlichen und zur├╝ckhaltenden Kindern komme ich sehr gut an. Und ich find ja auch die vorsichtigen Kids besonders klasse Ôś║´ŞĆ.

Aber zu unserem Helferjob geh├Ârt nun mal auch das Gestreicheltwerden und die Begr├╝├čungszeremonie. Die Kinder sollen lernen, dass man zuerst den Besitzer fragt, sich vorsichtig dem Hund n├Ąhert, ihn schn├╝ffeln l├Ąsst und dann erst anfasst. Das ist ja schon sehr wichtig! Also zumindest f├╝r die Kinder! Bei diesem Teil unserer Besuche habe ich mich meist weniger wohl gef├╝hlt. K├Ârperkontakt mit fremden Personen find ich eher mittelpr├Ąchtig.

Ich bin zwar ein Hund, der sehr schnell flitzen, springen und lernen kann, aber wenn es um die Verarbeitung von neuen Eindr├╝cken und dem Erstkontakt zu fremden Personen geht, hab ich ne gaaaaaaanz lange Leitung! ­čžÉ Ich will mir meist alles erst mal ganz in Ruhe anschauen, mir meine eigene Meinung bilden und dann entscheiden, was und wen ich gut finde und was nicht. Das war schon als Welpe so – da hat Frauchen dann schon mal 10 Min. warten m├╝ssen, weil im Nachbarsgarten ein Mensch auf Knien rumrutschte…. konnte ja erst mal noch nicht wissen, dass man das Unkraut-J├Ąten nennt und das v├Âllig harmlos ist. Aber Frauchen hat mir immer die Zeit gelassen, die ich brauchte. Wenn was Neues dann erst mal richtig verarbeitet ist, hab ich nie wieder ein Problem damit! Bin dann quasi echt ne coole Socke ­čśÄ

Bei den Helfern ham wir diese Zeit nat├╝rlich gar nicht und die Kinder sind auch nicht so geduldig, wie meine Menschen. Das geht alles meist recht flott und ich komm da oft gar nicht hinterher ­čĄ» – ist f├╝r mich also eher stressig! Gegen Ende der Besuchszeit ist das ├╝brigens kein Thema mehr, bis dahin hatte ich ja genug Zeit, die Kids eingehend zu beobachten, kenne ihre Ger├╝che, habe mich an den Raum und die Ger├Ąusche gew├Âhnt. Da find ich es dann v├Âllig o.k., wenn mich auch mal zwei oder drei Kinder gleichzeitig anfassen, um sich zu verabschieden.

Gro├če W├Ąsche

Frauchen war das schon bewusst und sie dachte, dass sich das im Laufe der Zeit legt. Sie hat aber auch bemerkt, dass dem nicht so war und sich viele Gedanken dar├╝ber gemacht. Letzte Woche waren wir dann auf einem sehr intensiven Workshop f├╝r Menschen und ihre Tiere bei der wunderbaren Barbara Oppermann in K├Âln, wo es u.a. auch um dieses Thema ging. Dabei wurde klar, wie belastend dies f├╝r mich wirklich ist, auch wenn ich nat├╝rlich immer alles brav mitmache und versuche, mir nichts anmerken zu lassen.

Das Wohl des Hundes geht vor!

Schweren Herzens hat sie daraufhin entschieden, dass wir unser Engagement bei den Helfern auf vier Pfoten zun├Ąchst einmal auf Eis legen! Unserer lokale Koordinatorin Heike hat zum Gl├╝ck sehr viel Erfahrung und gro├čen Hundeverstand! Wir haben also heute ein letztes Mal unser Helfer-Outfit gewaschen, das geht zur├╝ck, damit es andere Teams nutzen k├Ânnen! Ein bisschen traurig ist das f├╝r uns beide schon! Wir werden die tollen Teams, die Kinder und die ergreifenden Besuche sicherlich vermissen! ­čśó Aber wenn wir bei den Helfern eines gelernt haben, dann dass das Wohl des Hundes immer vorgeht! Daf├╝r bin ich seeehr dankbar!

Und aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ich bin ja schlie├člich noch ein Jungspund und hab mit meinen zwei Jahren grad mal die Pubert├Ąt hinter mir. Da darf sich in den kommenden Jahren die Coolness, Reife und Gelassenheit durchaus noch weiter entfalten! Und jetzt werden Frauchen und ich uns erst mal wieder auf die Dinge konzentrieren , die v├Âllig unn├╝tz sind, aber mir und ihr einfach nur Freude machen ­čą░

Trickdogging – ÔÇ×Back upÔÇť

Durch unsere Teilnahme am Online-Workshop┬ámit Anja Jakob trainieren wir derzeit parallel an vielen sehr unterschiedlichen Tricks. Das bringt nicht nur viel Abwechslung ins Training, sondern macht es so ungeduldigen Geistern wir uns beiden viel leichter ­čÖł.

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Verlockungen auf Viehweiden – oder: ist mein Mensch ein souver├Ąner Entscheidungstr├Ąger?

Neulich f├╝hrte unsere Gassirunde ├╝ber eine verlassene Viehweide. Das ist f├╝r mich schon immer ein seeeeehr gro├čes Abenteuer und auch eine gro├če Versuchung – all diese wunderbaren D├╝fte und leckeren Hinterlassenschaften Ôś║´ŞĆ.

Da Frauchen und ich das in den letzten Monaten wirklich lange miteinander ausdiskutiert haben, wei├č ich, dass meine Menschen bei Pferde├Ąpfeln, Kuhfladen und G├Ąnsekacks so ├╝berhaupt keinen Spa├č verstehen. Das gibt richtig ├ärger, wenn ich auch nur ÔÇśn klitzekleines St├╝ck davon verputze – sie faseln immer was von W├╝rmern und eklig oder so … die ham wirklich so gar keine Ahnung, wie lecker uns Hunden das schmeckt!

Ich hab bei der Debatte dennoch den K├╝rzeren gezogen und mir schweren Herzens angew├Âhnt, die Hinterlassenschaften von Pferden, K├╝hen und G├Ąnsen lediglich zu beschnuppern – und wennÔÇÖs gar zu verlockend ist, setzt ich wenigstens meine Duftmarke drauf – nicht dass jemand anderes sich den Leckerbissen noch schnappt! Das ist f├╝r uns alle ein guter Kompromiss. Verlockungen auf Viehweiden – oder: ist mein Mensch ein souver├Ąner Entscheidungstr├Ąger? weiterlesen

Happy Doodleday!

Heute vor einem Jahr erblickte ein ganzer Haufen knuddeliger, bunter Welpen bei Isabelle Idelberger in Wissen an der Sieg das Licht der Welt. Mama Fly (red merle Australian Shepherd) und Deckr├╝de Winnie (wei├čer Kleinpudel) waren sehr stolz, ebenso wie Tante Josie (Schwester von Mama Fly) und die ├╝brigen erwachsenen Hunde des Familienrudels.┬áAuf dem Foto unten in der Mitte seht ihr uns alle im Alter von etwa 5 Wochen und au├čen herum aktuelle Bilder von Freddy, Mila, Fiete und mir (im Uhrzeigersinn von links oben).

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Junghundezeit und die Artgenossen

Meine Menschen blieben bei dem Thema Hundebegegnungen ziemlich hartn├Ąckig und haben mich oft an die Leine genommen, wenn andere Hunde kamen. Sie meinten, ich sollte lernen, diese zu ignorieren – ich wei├č auch nicht, wer sich diesen Mist ausgedacht hat! Ich hab mich aber dennoch angestrengt, das zu befolgen, denn ich wollte ja alles richtig machen – schlie├člich sagt man mir den „will-to-please“ nach. Aber im Freilauf oder der Freifolge bin ich ihnen bei Artgenossen-Sichtung weiterhin oft ausgeb├╝xt. Mit der Zeit wurde das aber auch langweilig, denn sie h├Ârten tats├Ąchlich auf, sich dar├╝ber aufzuregen.

Hundeauslauf an der Autobahnrastst├Ątte – hier back ich lieber mal kleine Br├Âtchen

Irgendwann hab ich dann selbst festgestellt, dass es nicht mit allen Hunden so lustig ist, zu spielen. Ich bin ja nun mit 11 kg ein Leichtgewicht und zudem eher der introvertierte Typ. Wenn die anderen deutlich gr├Â├čer/schwerer sind und beim Spiel zudem ihre K├Ârpermasse einsetzen, dann kann ich noch so sehr zeigen, dass ich das nicht mag – da komm ich nicht mehr durch. Eine Zeit lang hab ich das versucht, war dann aber recht froh, wenn Mutti eingriff, um mich vor allzu viel Frust zu bewahren. Manchmal hatte ich aber auch Erfolg (siehe meinen Beitrag┬áMein erster Erfolg…..).┬á Junghundezeit und die Artgenossen weiterlesen

Hundebegegnung in der Welpenzeit

Sozialspiel mit Abbey

Wie viele Hunde, fand ich als Welpe meine Artgenossen unglaublich spannend. Bei jedem Spaziergang konnte ich gar nicht genug davon kriegen, andere Hunde zu treffen und sie zum Spielen zu animieren. Dabei konnte ich ziemlich hartn├Ąckig sein und viele Halter waren ├╝berrascht, dass ihre erwachsenen Hunde dann doch irgendwann mit mir rumalberten! Meine Zweibeiner haben sich allerdings immer ziemlich aufgeregt, wenn ich sie mal wieder hab stehen lassen, wenn ich einen anderen Hund erblickt hatte und unbedingt mal nachschauen musste, was das wohl f├╝r einer ist. War ja auch klar, denn die Hundesprache beherrschte ich ja super, w├Ąhrend ich bei meinen ┬áMenschen oft nicht kapiert hab, was sie eigentlich von mir wollen, wenn sie mich mal wieder zutexten. Hundesprache, d.h. K├Ârpersprache beherrschten die ├╝berhaupt nicht – keine zielgerichteten Blicke, keine K├Ârperspannung und Entspannung, keine angemessene Mimik, kein Kopf neigen ….. Das war anfangs schon ziemlich doof! Kein Wunder, dass ich mich lieber nach Muttersprachlern umsah, oder? Hundebegegnung in der Welpenzeit weiterlesen

Entscheidungshilfen f├╝r die Auswahl des Z├╝chters

Die Entscheidung f├╝r einen Hund ist eine langfristige und nat├╝rlich auch emotional sehr aufregend. Meist nimmt man sich viel Zeit, bis man sich auf eine bestimmte Rasse oder einen Mischling festlegt. Ist dies geschehen, kann man es verst├Ąndlicherweise kaum erwarten, das neue Familienmitglied schnellstm├Âglich in die Arme zu schlie├čen! Das ging uns ganz genauso! Dennoch m├Âchte ich Sie bitten, auch bei der Auswahl des Z├╝chters/der Z├╝chterin oder der Zuchtst├Ątte die Augen offen zu halten und im Zweifel noch weitere Optionen zu ├╝berpr├╝fen. Auch wir haben erst bei der zweiten Z├╝chterin aus vollem Herzen und mit klarem Verstand „JA“ sagen k├Ânnen und es bis heute nicht bereut.

Da die Zucht von Aussiedoodles besonders viel genetische Fachkompetenz und Know-how erfordert, um gesunde und vitale Hunde zu erhalten (siehe auch mein Beitrag:┬áSeri├Âse Zucht oder Geldmacherei?) m├Âchte ich hier einige Entscheidungshilfen f├╝r die Auswahl eines verantwortungsbewussten Z├╝chters/einer Z├╝chterin geben. Entscheidungshilfen f├╝r die Auswahl des Z├╝chters weiterlesen