Agility for fun – September

Nach lĂ€ngerer Pause hab ich Frauchen heut mal wieder ĂŒber den Platz gescheucht! 🙈

https://youtu.be/K0DEGWi1lIc

Bis auf einen FĂŒhrungsfehler am Tunnel und einen Lauffehler am Ende hat sie sich ganz ordentlich angestellt – das wird schon noch!

Agility find ich einfach Klasse und hab dabei nen riesigen Spaß 😊

Fun-Agility mit Aussiedoodle

Seit etwas ĂŒber 1,5 Jahren gehen wir – mehr oder weniger regelmĂ€ĂŸig zum Agility-Training. Was zunĂ€chst nur als ein weiteres Element zur Bindungsarbeit und der Kommunikation auf Distanz gedacht war, mutiert langsam zur gemeinsamen Leidenschaft. đŸ„°đŸŽ‰đŸ„° Ich bin megastolz und total ĂŒberrascht, was wir inzwischen erreicht haben! Und Paula macht das soooo klasse! Wir haben beide einen riesigen Spaß dabei!

Wasserspaß – unterwegs im, am und auf dem Main (Teil 1)

Schon seit Wochen fieberten Frauchen und ich unserer nĂ€chsten Hundstour in Unterfranken entgegen! Wir sind bereits das dritte Mal dabei und zĂ€hlen somit zu den WiederholungstĂ€tern đŸ€ŁđŸ™ˆđŸ€Ł

Diesmal drehte sich das Wochenende rund um das Thema Wasser! Neben den wundervoll abwechslungsreichen (und auch kulinarisch reizvollen) Wanderungen rund um die Volkacher Mainschleife stand diesmal als Highlight eine Paddeltour auf dem Altmain auf dem Programm. Wir sind bereits erfahrene Hunde-Kanuten (hier ein Video von einer unserer Touren in Schweden: https://m.youtube.com/watch?v=YOzzpe7rFFw) und deshalb hatte das Team von Claudia Hahn uns eingeladen, sie etwas zu unterstĂŒtzen, damit der „BetreuungsschlĂŒssel“ stimmt, alle gut zurecht kommen und Spaß haben. 

Hier erklÀrt Claudia vorab noch ein paar Grundregeln, damit wir und unsere Umwelt keinen Stress haben.

Freitag nachmittag ging es los mit einer halbtĂ€gigen Kennenlerntour fĂŒr die Gruppe. Diesmal waren 5 Zweibeiner und 5 Vierbeiner mit dabei, lustigerweise passten wir Hunde nicht nur farblich ausgesprochen gut zueinander – vorwiegend in schwarz-weiß.

Der wiesenbewachsene Weg fĂŒhrte unbeschattet zunĂ€chst ein StĂŒck entlang des Ufers und wir Hunde durften gleich mal das Wasser antesten.

Die beiden BordermĂ€dels konnten es kaum abwarten ins Wasser zu springen – total verrĂŒckt auf das kĂŒhle Nass đŸ€Ș
Auch Gina und Joshi genossen die AbkĂŒhlung.
Ich war erst mal bissl vorsichtig und schaute mir das wilde Treiben zunÀchst aus sicherer Entfernung an.

Danach ging es entlang einer frisch gemĂ€hten Wiese und da war ich dann ganz in meinem Element – sausen, flitzen, kugeln bis der Arzt kommt!

Kurz darauf begann der sogenannte Dschungelpfad – und genau so muss man ihn sich auch vorstellen: urwĂŒchsig, schmal, abwechslungsreich und glĂŒcklicherweise sehr schattig mit vielen Badestellen fĂŒr Hund und Mensch. 

Auf schmalen Trampelpfaden durch hohes Gras mit vielen Brennesseln
Hunde im GĂ€nsemarsch
Kletterspaß und …
immer wieder kleine Badestellen!
Am Ende des Dschungelpfades stieg der Weg ziemlich an …
… wurde breiter …

Wie man schnell sieht, waren wir Hunde alle völlig relaxed miteinander und bildeten schon am ersten Tag eine Ă€ußerst harmonische Truppe! Unsere Tour fĂŒhrte uns weiter bergan ĂŒber den Quittenlehrpfad und Claudia erzĂ€hlte uns viel ĂŒber die regionale Natur und Kultur.

Ideal fĂŒr ein Gruppenfoto đŸ„°

Der RĂŒckweg fĂŒhrte uns ĂŒber naturbelassene Wiesenflecken mit unglaublich vielen Schmetterlingen und anderem heimischen Sumsegetier ….

Hinab ins Tal ging es auf idyllischen Wegen mit immer wieder tollen Ausblicken auf die umliegende Landschaft.

Am Ende der Wanderung (11 km) erwartete uns ein schattiges PlĂ€tzchen in einem der vielen frĂ€nkischen BiergĂ€rten zum Ausruhen, Erfrischen und StĂ€rken. Dort stieß auch Claudias Mann Roland mit Hundeoma Polly zu uns, fĂŒr die die heutige Strecke zu lang gewesen wĂ€re. Das war schon mal ein super Auftakt!

Cockerdame Polly, 14 Jahre

Fortsetzung folgt ….

Treibball – der neue Trendsport?

Wir sind beide grundsĂ€tzlich sehr neugierig und schauen uns gern immer mal verschiedenes HundeaktivitĂ€ten und -BeschĂ€ftigungen an. Über Treibball hatte Frauchen hier und da mal einen Artikel gelesen. Wir wollten herausfinden, was das eigentlich ist, wie genau dieser Trendsport funktioniert und ob uns das Freude macht. Die Videos von Anja Jakob und ihren Border-Buben (bei diversen Turnieren) sahen jedenfalls nach viel Spaß und Action aus! Und dafĂŒr bin ich ja immer zu haben!

Anja Jakob mit ihren vier Border-Buben: Malouk, Merlin, Milino und Malibu
FĂŒr Treibball braucht man viele bunte Materialien – da kommt Farbe in Training!

Grundkommandos – die Basics fĂŒr Einsteiger

ZunĂ€chst belegten wir einen viertĂ€gigen (kostenlosen) Online-Schnupperkurs bei Anja. Schritt fĂŒr Schritt erarbeiteten wir uns dabei die essentiellen Grundkommandos „Touch“, „Stups“, „Warte“ und „Schieb“. Das erste Etappen-Ziel bestand darin, auf Kommando (und erst dann!) mit der Nase einen Gegenstand von einem Karton herunter zu stupsen („Stups“): einen Plastikbecher, einen SchaumstoffwĂŒrfel, ein kleines Zugspielzeug auf Rollen und schließlich einen kleinen Ball. Sobald ich mehrmals hintereinander Stupsen muss, heißt das Kommando schon „Schieb“.

Das Grundkommando „Stups“ – von einem Hocker, Karton oder einer Trittstufe. Wie Ihr seht, fĂ€llt es mir echt schwer, die Flossen aus dem Spiel zu lassen 🙈

Im nĂ€chsten Schritt schob ich eine TĂŒr zu – da musste ich mehrmals und deutlich krĂ€ftiger drĂŒcken mit meinem zarten NĂ€schen („Schieb“). Nach vier Tagen schaffte ich es tatsĂ€chlich, einen kleinen Gymnastikball ĂŒber ein paar Zentimeter zu Frauchen hinzuschieben. FĂŒr mich als Pudelmix und begabte „Pfötlerin“ war es superschwer, dabei meine Pfoten aus dem Spiel zu lassen und nur mit Nase oder Brust zu arbeiten. Ich war zwar mit Eifer dabei – schließlich gabs dabei jede Menge Leckerli und Frauchens Lob zu gewinnen – aber so richtig spaßig fand ich das an sich noch nicht 
 Wo blieb eigentlich das Tempo und die Action, die man mir versprochen hatte?

Immer diese  Impulskontrolle und Warterei 🙁

Treibball-Workshop – ein zweiter Anlauf

Über Winter ruhten unsere die Treibball-Übungen, es fehlte ein wenig an Motivation. Als Anja im FrĂŒhjahr 2019 einen Tages-Workshop Treibball in der NĂ€he von MĂŒnchen (Hundeschule Happy Hand) anbot, war das ein willkommener Anlass, das Training wieder aufzunehmen. Der Materialhaufen am Eingang und der große Platz sahen ja schon sehr vielversprechend aus! Zur Sicherheit hatte ich meinen Kumpel Baloo mitgenommen – so hĂ€tte ich fĂŒr den Notfall UnterstĂŒtzung, um den Laden bissl aufzumischen 😂.

Kreatives Treibball-Training ist materialintensiv.
Anja erklÀrt den Ablauf und zeigt tolle ErgÀnzungsmöglichkeiten auf.

Die Gruppe war sehr bunt gemischt, vom blutigen AnfĂ€nger bis zum leidenschaftlichen Treibball-Freak mit Spezialthemen – alle Kompetenzstufen waren vertreten. Baloo und ich waren in einem guten Mittelfeld. Zu den bereits bekannten Grundkommandos kamen nun weitere Basics hinzu: Anker, Target (oder Touch) und das Umrunden von GegenstĂ€nden.

Die Ankerposition – gegenĂŒber dem HundefĂŒhrer hinter einem Gegenstand stehen oder sitzen
Target – mit zwei Pfoten auf einem Platz ruhig (!) stehen bleiben: erst auf dem Hocker, spĂ€ter auf einer Targetscheibe.
„Rum“ oder „Round“ oder „Circle“ – Umkreisen eines Gegenstandes
Und immer wieder Impulskontrolle mit „Warte“ – das war echt hart!

Das Umrunden von GegenstĂ€nden in beiden Richtungen, das Ansteuern einer bestimmten Targetscheibe und das Einnehmen der Ankerposition hinter einer Tonne oder einem Ball gefiel mir schon seeehr gut. Da konnte ich in Bewegung sein und zeigen, wie reaktionsschnell ich bin – zumindest wenn ich will! Außerdem bekam das Training so sehr viel mehr Abwechslung, da wir die unterschiedlichen Übungen und Aufgaben immer wieder anders kombinierten und abwechselten. Das war so ganz nach unserem Geschmack!

Training mit BĂ€llen in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen und Farben

Nach der Mittagspause ging es endlich an die BĂ€lle! Das Lenken dieser riesigen Dinger ist nochmal eine eigene Disziplin, deshalb wird mit einer Begrenzung in Form einer Gasse begonnen. Seht selbst, wieviel Spaß das macht!

Warten in der Ankerposition – Frauchen steht am anderen Ende und gibt das Ziel vor.
Auf „Schieb!“ gehts los!
Na los, du störrisches Teil, nu mach schon voran!
Geschafft! Boah, was bin ich stolz!

Jeder Hund hat so seine eigene Treibtechnik – mit der Nase, mit der Brust, mit der Stirn, etc…. ich bin da erst mal noch ganz vorsichtig! Mein Kumpel Baloo hingegen hat sich als echter Ballrambo geoutet und schubste das Teil mit einem Schwung gleich fast nen Meter weit! 🙈 Aber der ist ja auch ein ganzes StĂŒck grĂ¶ĂŸer und stĂ€rker als ich!

Baloo, der Ballprofi

Es hat uns wirklich unglaublich viel Spaß gemacht mit all den vielen bunten Materialien zu arbeiten! Wer also die MĂŒhen der Basisarbeit nicht scheut und ein abwechslungsreiches Training schĂ€tzt, dem kann ich Treibball wirklich wĂ€rmstens empfehlen! Man kann es sogar im Winter auf Schnee spielen und wunderbar mir Longieren, Agility oder Tricktraining verbinden. Hier ein paar EindrĂŒcke vom Training der Fortgeschrittenen.

Das sieht schon sehr professionell aus. Mein DoppelgĂ€nger war ein deutlich erfahrenerer Treibballer 😉
HĂŒrdenlauf mit Gasse, die zusĂ€tzliche Barrieren beinhaltet. Im Hintergrund eine Gasse mit Kurve, zum Lenken ĂŒben.
Die Kollegin hier braucht keine Gasse mehr, sondern steuert den Ball eigenstÀndig zu ihrem Frauchen.
Auch mit Artistik lĂ€sst sich Treibballtraining verbinden 😍
Der Abschluss eines tollen, abwechslungs- und lehrreichen Tages – wie man erkennt, gibt es keinerlei BeschrĂ€nkungen hinsichtlich GrĂ¶ĂŸe, Alter, Rasse oder Fitnesslevel der Teilnehmenden!

Der VollstĂ€ndigkeit halber sei noch erwĂ€hnt, dass wir kreatives Treibball gemacht haben. Beim klassischen Treibball auf Turnierebene geht es darum, dass der Hund 8 BĂ€lle innerhalb kurzer Zeit ĂŒber eine bestimmte Distanz in ein Tor treibt. Der HundefĂŒhrer steht im Ziel und gibt verbale und körpersprachliche Anweisungen und feuert ihn natĂŒrlich krĂ€ftig an! Das Eine schließt jedoch das Andere keinesfalls aus! Anja hat ein schönes Video gemacht, das die große Vielfalt von Treibball und die unterschiedlichen Vorteile fĂŒr das Team zusammenfasst. Na wenn das keine Lust macht! Was meint Ihr?

Aussiedoodle, Jagdinstinkt und Impulskontrolle

Genetische Disposition des Aussiedoodle 

Der Australian Shepherd ist ein HĂŒtehund. HĂŒtehunde reagieren auf jegliche Art von Bewegungsreizen -schließlich mĂŒssen sie die Bewegung einer Herde oder einzelner Tiere steuern und kontrollieren. Er ist zudem wachsam und es entgeht ihm nichts. Ăœber viele Generationen wurde diese Veranlagung zĂŒchterisch selektiert und genetisch herausgearbeitet.

Der Pudel gilt heute zwar vorrangig als intelligenter Gesellschafts- und Begleithund, wurde ursprĂŒnglich aber fĂŒr die Wasserjagd gezĂŒchtet (Enten, GĂ€nse). Daher stammt auch die sogenannte Löwenschur: Hinterhand und Becken kahl geschorenen, damit das Fell beim Schwimmen nicht stört, Brust und Kopf mit dichter MĂ€hne, um Herz und Lunge vor KĂ€lte zu schĂŒtzen. 

Die Löwenschur war bis in die 1980er Jahre Standard auf Ausstellungen

Der Aussiedoodle ist somit ein Mix aus HĂŒte- und Jagdhund und prĂ€destiniert dafĂŒr, auf schnelle Bewegungsreize zu reagieren. Das gilt fĂŒr fliegende BlĂ€tter, Vögel und Wildtiere ebenso wie fĂŒr rennende Kinder, Jogger, Autos und Fahrradfahrer. Woher auch sollte der Hund das unterscheiden können? Alles bewegt sich schnell und von ihm weg – also nix wie hinterher!

Rennen ist eine seiner LieblingsbeschÀftigung und ein Aussiedoodle kann sehr schnell sein!

Sozialisation und Erziehung zur Impulskontrolle

Meist finden wir es bei Welpen recht putzig und herzallerliebst, wenn dieser einem fliegenden Papierfetzen oder dem Herbstlaub hinterherflitzt. Ebenso beliebt sind Wurf- und Ballspiele – je weiter, desto besser (die Spielzeugindustrie bietet hier auch fĂŒr mĂ€ĂŸig begabte Werfer hinreichend UnterstĂŒtzung durch verschiedene Schleuder- oder Wurfmethoden). So lernt der Hund von klein an: es macht unglaublich viel Spaß, von meinem Menschen wegzulaufen und wenn etwas sich schnell von mir wegbewegt (und dann auch noch hĂŒpft und springt), dann soll/muss/darf ich hinterher. Und das macht einfach irre viel Spaß, ist somit selbstbelohnend! Und der Aussiedoodle lernt extrem schnell!

Woher soll ein (junger) Hund den Unterschied zwischen einem fliegenden Ball und einem davonfliegenden Vogel, einem hĂŒpfenden Ball und einem Haken schlagenden Hasen, einem ausbrechenden Schaf aus der Herde oder einem vorbeirennenden Kind erkennen? Aus Hundesicht ist das alles gleich!

Wer als persönliches Ziel einen entspannten, nicht-jagenden erwachsenen Vierbeiner vor Augen hat, tut gut daran, vom ersten Tag an darauf hinzuarbeiten, dass sein Aussiedoodle-Welpe Bewegungsreize auszuhalten lernt, nicht reflexartig darauf reagiert und ihr gemeinsam und gezielt seine Impulskontrolle trainiert.

TĂ€gliche Impulskontrolle im Zusammenleben mit einer Katze, die eher flieht als angreift.

Wie lĂ€sst sich das praktisch umsetzen? Man sollte seinen Aussiedoodle vom ersten Tag an mit Bewegungsreizen konfrontieren – jedoch immer sicherstellen, dass er dem Reiz nicht hinterher kann. Bei uns war das im Zusammenleben mit einer Katze unabdingbar – im Zweifel wurde der Hund auch mal mit einer Hausleine gesichert! Zudem sind wir gezielt an KindergĂ€rten, Schulhöfen und SpielplĂ€tzen vorbeigelaufen – immer an der Leine und mit so viel Abstand, dass sie alles genau beobachten konnte, bei uns aber stets Ruhe und Sicherheit fand. Mit der Zeit können die Entfernungen reduziert werden. Wichtig ist, dass der Welpe genug Zeit zur Reizverarbeitung bekommt. Je aufgeregter er ist, desto mehr Ruhe von seinem Menschen ist nötig und desto lĂ€nger die Verarbeitungszeit.

Gezielte Begegnung mit SchwÀnen ohne Jagd- oder Hetzerfolg (Welpenalter)

Bei uns gehörte die tĂ€gliche Sichtung von Enten, Möwen, GĂ€nsen und SchwĂ€nen am See (gesichert an der Leine) zum Alltag. Zudem haben wir jede Gelegenheit gesucht, sie mit anderen Tieren und neuen Situationen in Kontakt zu bringen – ein Besuch auf dem Bauernhof etwa, oder im Urlaub auch mal ein Alpaka.

Alpakas am Urlaubsort – große Neugier auf beiden Seiten

Entspanntes gemeinsames Beobachten ist ausdrĂŒcklich erwĂŒnscht, jede Art von visueller Fixierung, Muskelanspannung, Anschleichen, Losspringen etc. wird allerdings mit einem eindeutigen Abbruchsignal im Keim erstickt. No way! Not your job! Erst wenn er gar nicht mehr auf den Reiz reagiert, darf der Hund von der Leine. So gibt es erst gar keine Chance auf eine selbstbelohnende Jagderfahrung.

Aktive FĂŒhrung im Alltag

Ein zweiter, wichtiger Aspekt zur Kontrolle des Jagdtriebes ist die aktive FĂŒhrung des Hundes durch den Menschen. Dazu werde ich bei Gelegenheit einen eigenen Beitrag schreiben. Beim Thema Jagd ist dies insofern bedeutsam, da in intakten sozialen Gemeinschaften stets der Höherrangige die Entscheidung zum Jagen trifft. In einem wild lebenden Rudel wĂ€re dies die LeithĂŒndin. Keiner der rangniedrigeren Mitglieder kĂ€me auf die Idee, einfach loszustĂŒrmen. Der Erfolg einer Jagd und damit das Wohl der Gruppe ist abhĂ€ngig von Erfahrung und den richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit. Ein junger Hund hat diese keinesfalls.

Hier ĂŒben Kinder, stehenzubleiben, wenn ein Hund kommt. Paula darf (auf Kommando) die Kinder „fangen“

Ausgleich: Teamarbeit

Der Aussiedoodle ist zweifelsohne sehr agil, arbeitswillig und intelligent. Wenn wir ihm auf der einen Seite seine Impulse kontrollieren, braucht er an anderer Stelle einen Ausgleich. Dazu eignet sich etwa gezieltes Dummytraining. Dabei lernt der Hund nicht nur Impulskontrolle, sondern auch die Kooperation mit seinem Menschen. Wir beide haben dabei jedenfalls sehr viel Spaß.

Freies Dummytraining unterwegs – Dummy verstecken und zurĂŒckbringen oder auch werfen und erst auf Kommando apportieren.

Trainingsziel: Entspannter Alltag mit Hund

Wenn man diese drei großen ZusammenhĂ€nge – Impulskontrolle, FĂŒhrung,Teamarbeit – bei der Sozialisation und Erziehung seines Aussiedoodles im Hinterkopf behĂ€lt, sollte unerwĂŒnschtes Jagdverhalten kein Problem sein. Wie das bei uns heute aussieht, sehr Ihr in folgendem Video.

Wildbegegnung am See

Sehr gut zu erkennen ist die zwar aufmerksame Körperhaltung und das mehrfache visuelle „Abfragen“ bei mir, ob wir nun jagen oder nicht. Insgesamt ist Paula aber recht entspannt und hat zu keiner Zeit den Impuls, sich den GĂ€nsen zu nĂ€hern.

Auf einem unserer letzten SpaziergĂ€nge lief Paula etwa 10 m hinter mir ohne Leine, als plötzlich wie aus dem Nichts vier kleine Kinder (ca. 5 Jahre) von der Seite aus einer Einfahrt auf sie zu rannten. Diese spielten Fangen und hatten den Hund gar nicht wahrgenommen. Nach der ersten Schrecksekunde reagierte ich umgehend mit meinem scharfen „Lass das!“ – die Kids waren ca. noch 5 m entfernt. Und Paula wendete sich einfach ab und kam zu mir! Das hat selbst mich total ĂŒberrascht đŸ‘đŸ»đŸŽ‰đŸ‘đŸ»

Wer jetzt allerdings glaubt, bei seinem erwachsenen Hund kann er eh nichts mehr machen, der irrt gewaltig! Unsere Hunde leben im Hier und Jetzt! Sie akzeptieren auch neue Regeln sofern diese klar und ĂŒberzeugend eingefĂŒhrt und nachgehalten werden. Der Weg kann allerdings etwas lĂ€nger dauern – je nach Persönlichkeit des Hundes. Bleibt dran, es lohnt sich!

Ein VorfrĂŒhlings-Sonntag am Starnberger See

Ein Paradies fĂŒr Wasservögel im Winter – die Roseninsel – hier mit Blick auf Bernried
Das neue Frisbee begeistert uns alle – Frauchen und ich haben Spaß miteinander und Herrchen hat viele Motive, um die neue Kamera ausgiebig zu testen ….
Wo ist es denn?
Mit Kopf und Pfoten klappt das Fangen schon ganz gut
Gleich, gleich, gleich …
Diese Kulisse ist doch wirklich einmalig zum Training
So langsam hat Frauchen die richtige Wurftechnik raus…
… und ich find immer öfter den richtigen Absprung!
Trotz meiner LĂ€ufigkeit hatte ich einige nette Hundebegegnungen – diese junge Toy-Pudel-Dame (1,5 Jahre) hat mich absolut verzĂŒckt.
Nach einer formvollendet höflichen BegrĂŒĂŸung sind wir begeistert gemeinsam ĂŒber die Wiesen geflitzt
Mein aktueller Lieblingstrick „Jump“ …
… klappt auch ohne Frisbee
Ruhepause mit Frauchen auf dem Steg
Einfach mal wieder nur Hund sein 😍
Diesen Stock fand ich besonders schön – hab ihn sogar aus dem Wasser geangelt
Immer wieder gibt es fantastische Ausblicke auf die schneebedeckten Alpen ….
Kletterpartie ĂŒber einen umgestĂŒrtzen Baum – das schreit nach einem Foto!
Wer viel tobt, braucht immer wieder auch Ruhepausen – gut, dass meine Menschen auf mich aufpassen und gut fĂŒr mich sorgen … das Ruhehalten und Entspannend ist nicht grad meine Königsdisziolin!

Trickdogging – „Back up“

Durch unsere Teilnahme am Online-Workshop mit Anja Jakob trainieren wir derzeit parallel an vielen sehr unterschiedlichen Tricks. Das bringt nicht nur viel Abwechslung ins Training, sondern macht es so ungeduldigen Geistern wir uns beiden viel leichter 🙈.

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Sportlicher Doodle-Spaß am See

In den letzten Wochen hatten meine Menschen ziemlich viel zu tun und kaum Muße und Zeit, um mit mir was zu unternehmen. Na klar, die tĂ€glichen Gassirunden fanden natĂŒrlich statt, aber so richtig in Gedanken bei mir waren sie nicht und oft gab es eher ein Standard-Hunde-Programm 😏, das sich auf die essenziellen Notwendigkeiten beschrĂ€nkte. Aber ich bin ja anpassungsfĂ€hig und kann auch mal genĂŒgsam. Am wichtigsten ist mir eh, dass wir unsere Zeit zusammen verbringen – das darf dann auch ganz unspektakulĂ€r daheim auf der Couch sein 😊.

Aber heute hat sich Frauchen mal wieder was Neues fĂŒr mich ausgedacht und wir haben einen echt klasse Doodle-Tag verbracht! Da das Wetter so sensationell gut war, waren wir zum ersten Mal dieses Jahr bei der morgendlichen Gassi-Runde zum genĂŒsslichen Kaffeetrinken am See. Unter der Woche ist da kaum was los – zumal die Ausflugsschiffe noch nicht fahren – und es gibt dennoch genug zu schauen, riechen, genießen. Der Blick und die morgendliche Luft dort ist so herrlich und man trifft immer irgendwelche Hundefreunde. Da lĂ€sst sich auch (fast) verschmerzen, dass ich vom FrĂŒhstĂŒck gar nix abbekommen habe (ehrlich gestanden hatte ich ja auch daheim schon gefuttert 😜). [@Greta: danke, dass du dich dennoch aus der Ferne fĂŒr mich eingesetzt hast]

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Hundebegegnungen: Vertraue ich meinen Menschen?

Meine Menschen mischen sich plötzlich ein

In der spĂ€teren Junghundzeit blieben meine Zweibeiner beim Thema Artgenossen ziemlich hartnĂ€ckig. Sie nahmen mich immer öfter an die Leine oder riefen mich zurĂŒck, wenn andere Hunde in die NĂ€he kamen. Ganz unnachgiebig wurde sie dann wĂ€hrend meiner ersten LĂ€ufigkeit … und einem HTS-Mini-Seminar in Ostrach im November. Sie meinten, ich sollte lernen, Artgenossen zu ignorieren und mich an meinem Rudel zu orientieren – ich weiß auch nicht, wer sich solch einen Mist ausgedacht hat. Ich hab mich trotzdem angestrengt, denn ich will ja schließlich alles richtig machen und irgendwie hatten sie mit der Zeit auch schon mein Vertrauen etwas gewonnen.

Frauchen und ich im GesprÀch

Ohne Leine (nach HTS: Freilauf oder Freifolge) bin ich bei Artgenossen-Sichtung allerdings oft noch ausgebĂŒxt oder an ihnen vorbeigeprescht. Mit der Zeit wurde das aber auch langweilig, denn sie hörten tatsĂ€chlich auf, sich darĂŒber aufzuregen! Ich hab irgendwann festgestellt, dass es nicht mit allen Hunden nur lustig ist, zu spielen. Ich bin ja nun mit 11 kg und 42 cm Schulterhöhe eher ein introvertiertes Leichtgewicht und wenn die anderen deutlich grĂ¶ĂŸer sind und beim Spiel sehr viel Körpereinsatz zeigen (extrovertierte Hunde), kann ich noch so sehr signalisieren, dass ich das nicht mag – da komm ich einfach nicht durch. Eine Zeit lang hab ich das zwar versucht, war aber recht froh, wenn Mutti dann eingriff, um mich vor allzu viel Frust zu bewahren. Manchmal hatte ich aber auch Erfolg (siehe meinen Beitrag Mein erster Erfolg…..).  Hundebegegnungen: Vertraue ich meinen Menschen? weiterlesen