Hundebegegnungen – „Sie hört halt nicht!“

Ein wundervoller, naturbelassener Campingplatz in Sachsen-Anhalt mit riesigem Hundestrand am Badesee. Es ist nicht viel los, auf der riesigen Campingwiese stehen etwa 10 Camper, davon fast alle mit Hunden. Die Stimmung ist entspannt, die Rezeption weit weg. Gleich vorne rechts eine Gruppe mit diversen Zelten und Fahrzeugen inkl. buntem Partyzelt, BierbÀnken, es erinnert im Aufbau etwas an eine kleine Wagenburg oder einen Wanderzirkus.

Zwischen den Autos steht dort eine gestromte Doggenmix-HĂŒndin ohne Leine und Halsband und beobachtet aufmerksam unsere Ankunft. Keiner der Bewohner nimmt davon Notiz. Frauchen und ich (angeleint) laufen in ca. 30 Meter (!) Abstand quer ĂŒber die Wiese vorbei.

Es kommt, wie es kommen muss … die HĂŒndin startet durch und steuert mit hohem Tempo und gesenktem Kopf direkt auf uns zu. Sie wirkt nicht sonderlich aggressiv, sondern eher ungestĂŒm-interessiert und hat offenbar von höflicher AnnĂ€herung auf hĂŒndische Art (langsam, dem GegenĂŒber Zeit lassen, Blick abwenden, Bogen laufen) noch nichts gehört.

Frauchens halbherziger Versuch, sie zu blocken, verpufft bereits im Ansatz. Sie macht meine Leine los, damit ich ungestörter kommunizieren kann. Mein fester direkter Blick lĂ€sst die große HĂŒndin bereits abbremsen, wir beschnuppern uns vorsichtig, drehen uns im Kreis. Ich habe kein großes Interesse, sie ist etwa in meinem Alter und offenbar fĂŒhrungslos -mindestens doppelt so groß und mein dreifaches Gewicht. Mit hĂ€ngender Rute und abgewendetem Blick verdecke ich meine Analregion und versuche, mich langsam zu entfernen.

Dieser Interessenkonflikt scheint die HĂŒndin zu ĂŒberfordern, zumal sie noch immer ohne UnterstĂŒtzung ihrer Menschen auskommen muss. Sie beginnt, mit mir herumzualbern (fiddle about). Ich merke, dass wir beide nicht auf Eskalation aus sind und so hopse ich Höflich ein wenig mit. Dabei bleibe ich im unmittelbaren Umfeld von Frauchen und versuche, die Energie des GegenĂŒbers möglichst zu senken. Sie lĂ€sst sich soweit sie kann darauf ein. đŸ‘đŸ» Alles klar!

Nach einigen Minuten kommt ein junger Mann zu uns herĂŒbergeschlurft, offenbar der Halter. Sein vorheriges Rufen verhallte ungehört. „Geht das in Ordnung mit den beiden?“, fragt er Frauchen und deutet auf unsere Interaktion. „Na ja“, meint diese, „mein Hund findet das nicht so toll! Sie braucht eigentlich keinen Kontakt zu fremden Hunden!“ Er schnappt sich daraufhin seinen Hund und zieht von dannen. „Komm mit, die möchte ihre Ruhe!“, höre ich ihn noch sagen. Chapeau!

Zwei Stunden spielen Frauchen und ich auf der Wiese Fußball. Innerhalb von Sekunden steht die Dogge erneut bei uns – lief offenbar unangeleint in der Wagenburg herum. Das geht nun doch zu weit – mein Rudel, mein Ball, mein Spiel! Da hört jetzt die Höflichkeit auf. Bevor Frauchen reagieren kann, spritze ich auf sie zu, bremse sie ein und schnappe sie kurz an der Schulter ab: „Schleich dich!“ Sie dreht sofort ab, startet allerdings einen zweiten Versuch von der anderen Seite. Das gleiche Spiel nochmal von vorn, diesmal mit UnterstĂŒtzung von Frauchen, die sie ebenfalls blockt. Super Teamarbeit! Die HĂŒndin ist schwer beeindruckt, klemmt die Rute bis zum Bauch, der RĂŒcken ist gekrĂŒmmt. Mit gesenktem Kopf und nach hinten geklappten Ohren entfernt sie sich zĂŒgig von unserem Stellplatz. Stur oder schwer von Kappee ist sie schon mal nicht 😂

Der Besitzer ist diesmal wesentlich schneller zur Stelle und hat die Szene beobachtet. Frauchen lobt seine HĂŒndin, weil diese sofort kapiert hat, dass das nicht geht und uns sofort ihren Respekt zollt. „Ja“, meint der junge Mann, „das macht sie wirklich gut! Aber sie hört halt nicht!“ 🙈 Mit diesen Worten trollt er sich hinter seinem Hund hinterher, der lĂ€ngst kleinlaut zwischen den Zelten verschwunden war.

Was soll man dazu sagen? Ein junger Hund, der klare Ansagen nicht nur sofort versteht, sondern auch sofort befolgt, soll nicht hören können? Oder liegt der Ball beim Halter, der sich nicht klar ausdrĂŒcken kann, bzw. sich nicht die MĂŒhe macht, mit seinem Hund zu arbeiten? Sehr schade! Das Gehör und der Verstand der HĂŒndin sind jedenfalls funktionstĂŒchtig!

Ich rette todesmutig unseren Urlaub!

Meine Zweibeiner sind seit Tagen gut drauf, obwohl sie unfassbar beschÀftigt sind. Kisten und Taschen werden gepackt, eingekauft und die Wohnung poliert. Ob da wohl wieder ein Fest ansteht?

Wenn es den beiden zu gut geht, dann muss ich wieder fĂŒr irgendeinen Blödsinn herhalten … ja, ja, mit mir kann man’s ja machen 😜

Piraten-Queen

Heut frĂŒh wurde der ganze Kram dann ins Auto gequetscht. Das kenn ich schon, dann geht es in Urlaub! Da gab’s fĂŒr mich kein Halten mehr! Ich bezog umgehend meinen Platz im Hof und lies die Karre keine Sekunde mehr aus den Augen! Nicht dass ich noch die Abfahrt verpasse!

Selbst als der BrieftrĂ€ger kam (ich war grad allein im Hof) und den Hausflur betrat, hat mich das nicht die Bohne interessiert – obwohl ich das sonst immer lautstark melde! Soll der ruhig ins Haus gehen: „Our car is my castle!“ Frauchen war total erstaunt, dass ich so ruhig blieb, und unterhielt sich noch freundlich mit dem Postmann darĂŒber. Als der wieder in den Hof trat und auch noch einen Schritt auf mein Auto zu machte, war mir sofort klar, was hier lĂ€uft: die Kofferraumklappe war offen und genau da stand die Kiste mit meinem Hundefutter! Ich machte einen großen Satz nach vorne, sprang ihn an, stellte beide Vorderpfoten auf seinen wohlgenĂ€hrten Bierbauch und blaffte so laut ich konnte: „Stopp! Keinen Schritt weiter! Das Auto und das Futter gehören mir und meinem Rudel! Finger weg!“

Das hĂ€ttet Ihr sehen sollen! Der hat kein Mucks mehr gemacht, ist sofort stehen geblieben und hat aufgehört zu Pfeifen (das ist ĂŒbrigens sein Markenzeichen)! Mit meinen 45 cm und 12 Kilo Kampfgewicht hab ich den erwachsenen Kerl von mindestens 80 kg gestoppt! đŸ„ł Ich war stolz wie Oskar! Der bevorstehende Urlaub war gerettet!

Campingurlaub ist total cool! 😎

Mein Rudel war da allerdings ganz anderer Ansicht! Der Postbote war total verdutzt und absolutly not amused. FĂŒr mich gab es mĂ€chtig Ärger von Frauchen, ich wurde umgehend ins Auto gepackt und dort gesichert! WĂ€hrenddessen entschuldigte sich Herrchen kleinlaut und wortreich bei dem Mann. Ich glaub, die haben ĂŒberhaupt nicht kapiert, wie gefĂ€hrlich die Situation war – da musste doch einer was unternehmen! Meine Menschen haben da offenbar ĂŒberhaupt keinerlei GespĂŒr fĂŒr! Dabei war ich so tapfer!

Anmerkung von Frauchen

Das war die klassische Das-hat-sie-ja-noch-nie-gemacht-Situation! Im RĂŒckblick wurde uns klar, wie wir das hĂ€tten vermeiden können! Paula ist einerseits sozial aber auch sehr stark ressourcen-motiviert. Als Hunde-Persönlichkeit mit angeborener FĂŒhrungskompetenz achtet sie stets auf Außenreize und hat die Sicherheit der Gruppe im Fokus. In dieser Situation hatten wir sie allein gelassen, waren mit Ein- und AusrĂ€umen beschĂ€ftigt und haben den Raum um das Auto nicht aktiv verwaltet. Wir hatten sie in Flur und Hof laufen lassen, daher betrachtete sie es als ihre Aufgabe, die Ressource Auto zu sichern! Ganz schön blöd von uns 🙈!

Was hĂ€tten wir anders machen können? Aus Paulas Sicht hatten wir unsere Aufmerksamkeit nicht auf dem Wohl der Gruppe und deren wichtigen Ressourcen (Auto, Futter, etc.). Wir haben die FĂŒhrung nicht ĂŒbergenommen, also musste sie handeln – auch wenn das nicht gerade ihre Kernkompetenz ist! Zum GlĂŒck ist sie ein introvertierter Hund, der in solch einer Situation keinerlei Verletzungsabsicht hat, so dass außer einem Schreck in den Gliedern nichts weiter passiert ist!

HĂ€tten wir ihr im Hof oder auch am Auto einen festen Platz oder Raum zugewiesen, wĂ€re fĂŒr sie klar gewesen, dass wir diesen Raum aktiv einnehmen und verwalten und somit auch darauf achten, das alles in Ordnung ist und kein Fremder eindringt. Sie hĂ€tte es dann vermutlich bei einem Knurren belassen, um uns zu signalisieren, dass aus ihrer Sicht Gefahr droht. Die Entscheidung, ob eine Handlung erforderlich ist oder nicht, hĂ€tte sie dann vertrauensvoll abgeben können …. Dieser kleine Hund hat uns wieder was gelehrt! Danke dafĂŒr!

Auszeit von den Helfern auf vier Pfoten …

Vor fast einem Jahr habe ich den Eignungstest als Besuchshund bei den Helfern auf vier Pfoten erfolgreich absolviert (siehe Beitrag: Eignungstest zum Helfer-Team auf vier Pfoten). Seitdem war ich mit Frauchen auf vielen EinsĂ€tzen in Schulen und KiTas, habe ganz viel Neues kennengelernt und gemeinsam mit weiteren tollen Helferteams viele, ganz unterschiedliche Kinder glĂŒcklich gemacht (diverse BeitrĂ€ge). Das hĂ€tte eigentlich alles so weiter gehen können – zumindest hatte Frauchen sich das so vorgestellt….

Vier Helferteams im Einsatz: Anton, Bambam, Naja und ich

Kinder finde ich grundsĂ€tzlich großartig und bin fĂŒr jeden Spaß zu haben. Insbesondere die Kennenlernspiele und praktischen Übungen zum Umgang mit Hunden machen mir immer riesig viel Spaß. Und die Kids sind begeistert, wenn ich ein paar Tricks vorfĂŒhre – der Sprung durch den Reifen und das Apportieren und AuffĂ€deln von Ringen sind meist echte Höhepunkte. Gerade bei Ă€ngstlichen und zurĂŒckhaltenden Kindern komme ich sehr gut an. Und ich find ja auch die vorsichtigen Kids besonders klasse â˜ș.

Aber zu unserem Helferjob gehört nun mal auch das Gestreicheltwerden und die BegrĂŒĂŸungszeremonie. Die Kinder sollen lernen, dass man zuerst den Besitzer fragt, sich vorsichtig dem Hund nĂ€hert, ihn schnĂŒffeln lĂ€sst und dann erst anfasst. Das ist ja schon sehr wichtig! Also zumindest fĂŒr die Kinder! Bei diesem Teil unserer Besuche habe ich mich meist weniger wohl gefĂŒhlt. Körperkontakt mit fremden Personen find ich eher mittelprĂ€chtig.

Ich bin zwar ein Hund, der sehr schnell flitzen, springen und lernen kann, aber wenn es um die Verarbeitung von neuen EindrĂŒcken und dem Erstkontakt zu fremden Personen geht, hab ich ne gaaaaaaanz lange Leitung! 🧐 Ich will mir meist alles erst mal ganz in Ruhe anschauen, mir meine eigene Meinung bilden und dann entscheiden, was und wen ich gut finde und was nicht. Das war schon als Welpe so – da hat Frauchen dann schon mal 10 Min. warten mĂŒssen, weil im Nachbarsgarten ein Mensch auf Knien rumrutschte…. konnte ja erst mal noch nicht wissen, dass man das Unkraut-JĂ€ten nennt und das völlig harmlos ist. Aber Frauchen hat mir immer die Zeit gelassen, die ich brauchte. Wenn was Neues dann erst mal richtig verarbeitet ist, hab ich nie wieder ein Problem damit! Bin dann quasi echt ne coole Socke 😎

Bei den Helfern ham wir diese Zeit natĂŒrlich gar nicht und die Kinder sind auch nicht so geduldig, wie meine Menschen. Das geht alles meist recht flott und ich komm da oft gar nicht hinterher đŸ€Ż – ist fĂŒr mich also eher stressig! Gegen Ende der Besuchszeit ist das ĂŒbrigens kein Thema mehr, bis dahin hatte ich ja genug Zeit, die Kids eingehend zu beobachten, kenne ihre GerĂŒche, habe mich an den Raum und die GerĂ€usche gewöhnt. Da find ich es dann völlig o.k., wenn mich auch mal zwei oder drei Kinder gleichzeitig anfassen, um sich zu verabschieden.

Große WĂ€sche

Frauchen war das schon bewusst und sie dachte, dass sich das im Laufe der Zeit legt. Sie hat aber auch bemerkt, dass dem nicht so war und sich viele Gedanken darĂŒber gemacht. Letzte Woche waren wir dann auf einem sehr intensiven Workshop fĂŒr Menschen und ihre Tiere bei der wunderbaren Barbara Oppermann in Köln, wo es u.a. auch um dieses Thema ging. Dabei wurde klar, wie belastend dies fĂŒr mich wirklich ist, auch wenn ich natĂŒrlich immer alles brav mitmache und versuche, mir nichts anmerken zu lassen.

Das Wohl des Hundes geht vor!

Schweren Herzens hat sie daraufhin entschieden, dass wir unser Engagement bei den Helfern auf vier Pfoten zunĂ€chst einmal auf Eis legen! Unserer lokale Koordinatorin Heike hat zum GlĂŒck sehr viel Erfahrung und großen Hundeverstand! Wir haben also heute ein letztes Mal unser Helfer-Outfit gewaschen, das geht zurĂŒck, damit es andere Teams nutzen können! Ein bisschen traurig ist das fĂŒr uns beide schon! Wir werden die tollen Teams, die Kinder und die ergreifenden Besuche sicherlich vermissen! 😱 Aber wenn wir bei den Helfern eines gelernt haben, dann dass das Wohl des Hundes immer vorgeht! DafĂŒr bin ich seeehr dankbar!

Und aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ich bin ja schließlich noch ein Jungspund und hab mit meinen zwei Jahren grad mal die PubertĂ€t hinter mir. Da darf sich in den kommenden Jahren die Coolness, Reife und Gelassenheit durchaus noch weiter entfalten! Und jetzt werden Frauchen und ich uns erst mal wieder auf die Dinge konzentrieren , die völlig unnĂŒtz sind, aber mir und ihr einfach nur Freude machen đŸ„°

Keilerei auf der Hundewiese oder: Warum manche Menschen keinen Hund halten sollten!

Im Bezug auf Hundebegegnungen gehöre ich ja zu den eher entspannten Zeitgenossen. Bei Frauchen darf ich daher fast ĂŒberall (wo kein Verkehr ist) ohne Leine laufen und muss dennoch nicht jedem Artgenossen „Hallo“ sagen.

Kommt uns ein Hund entgegen, bleib ich stehen (oder leg mich ab) und schau mir das GegenĂŒber erst mal ganz genau an. Klar wird erst mal ausgiebig geschnĂŒffelt, kommuniziert, abgecheckt, wie der andere so tickt, dann geht meist jeder wieder seiner Wege – ganz gechillt also! Wer mich schon von Ferne anpöbelt, dem geh ich aus dem Weg, da hab ich ĂŒberhaupt keine Lust drauf. Manchmal lass ich mich auch auf ein kleines Spielchen ein (vor allem bei Pudel oder Doodeln). Frauchen sagt, ich sei sozial sehr kompetent – was immer das heißt.

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Grooming at home

Meine Menschen waren in den letzten Wochen und Monaten irgendwie entweder umtriebig oder erschöpft. Dabei haben sie völlig aus dem Blick verloren, dass mir als Aussiedoodeline ein regelmĂ€ĂŸiger Haarschnitt zusteht! Jedenfalls war ich nach ĂŒber 4 (!) Monaten ohne Schur (mit Ausnahme von Gesicht und Pfoten) eher so’n Modell „explodiertes Sofakissen“ đŸ€ŁđŸ™ˆđŸ€Ł – mit Sonderausstattung „verdeckte Filzknoten“ đŸ˜«. Grooming at home weiterlesen

Hund und Fahrrad – Freud und Leid

Obwohl der Sommer und der goldene Oktober grad vorbei ist, beschĂ€ftigt sich Frauchen mit dem Fahrrad-Thema. In  meinem ersten Sommer hat sie gleich versucht, mich in den Fahrradkorb zu packen. Das fand ich total schaurig und bin da nur drin sitzen geblieben, wenn sie neben mir herlief – so eine Schaukelei is nix fĂŒr mich!

In diesem Jahr war ich alt genug, um am Fahrrad zu laufen, also nebendran. Das war klasse, weil mir kanns ja gar nicht schnell genug gehen! Nur doof, dass Frauchen mich immer bremst und zurĂŒcknimmt, wo ich doch so gerne  albern bin und rumspringe. Aber ne gewisse Zeit kann ich schon auch ganz gesittet am Rad laufen. (Siehe auch meinen Beitrag Sportlicher Doodle-Spaß am See) Wir fahren meist mit dem Rad zur Schule zum Lesehund-Einsatz und ich darf danach im Park frei flitzen – und wir veranstalten Wettrennen – endlich ist Frauchen auch mal schnell 😝 das ist ein Spaß! An der Strasse oder ĂŒber lange Strecken geht das natĂŒrlich nicht!

Also haben meine Menschen einen AnhĂ€nger besorgt! Den find ich im Prinzip ja klasse! Letzten Herbst war ich da schon mal drin, wurde durch den Garten geschoben, offen und geschlossen, auch mal am Rad geschoben – war alles kein Thema! Aber sobald sie aufsaß und losradelte, bekam ich Muffensausen! Hilfeeeeee! Ich wollte nur noch panisch raus! Frauli war ganz verzweifelt, weil sie nicht kapiert hat, wo das Problem lag. Die schnelle Bewegung? Der Verkehr? Der fehlende Sichtkontakt? Die vielen GerĂŒche und EindrĂŒcke? Der Wind? Sie war so frustriert, dass der AnhĂ€nger erst mal wieder im Keller verschwand! Was war ich froh!

Und jetzt hat sie ihn diese Woche doch wieder ausgepackt! Er steht seit ein paar Tagen im Wohnzimmer und ist ganz kuschelig ausgekleidet mit Decken und Kissen. Wackeln tut er so auch nicht und alle TĂŒren sind offen. Seither bekomme ich mein Futter immer im AnhĂ€nger – auch die Leckerli und Kauknochen 😍 Das Ding wird mir immer sympathischer! Und all meine Spielsachen liegen da jetzt immer drin. Futtern tu ich da natĂŒrlich gern drin, alles was mobil ist, hol ich mir aber doch lieber raus! Schließlich muss ich hier ja alles im Blick behalten 😉,

Und noch jemand anderes findet diese Kuschelhöhe ĂŒbrigens ganz prima! Unser KĂ€tzchen Yuki ist da gleich mal eingezogen – weil draußen ist ja inzwischen wirklich sehr herbstlich, windig, ungemĂŒtlich! Ob die wohl auch mit zum Fahrradfahren kommt? Da bin ich ja wirklich gespannt! Irgendwas haben die ja offenbar vor! Ich werde das mal weiter beobachten und halte Euch auf dem Laufenden!

„Tut-Nixe“ oder: Hunde-Begegnungen der besonderen Art!

Das Thema Hundebegegnungen ist nahezu unerschöpflich (siehe dazu auch meine BeitrĂ€ge Hundebegegnungen – vertrau ich meinen Menschen?; Hundebegegnungen in der Welpenzeit). Ich habe großes GlĂŒck, in einer Gegend leben zu dĂŒrfen, in der die meisten meiner Artgenossen weitestgehend „harmlos“ sind – dies jedenfalls im Hinblick darauf, dass in der Regel keine unmittelbare Gefahr fĂŒr Leib und Leben besteht. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Hundebegegnungen in meinem Alltag entspannt und erfreulich verlaufen.

Gestern erst traf ich eine klassische Vertreterin der Gattung „Der-Tut-Nix“! Diese Hunde zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass sie gar nicht – oder zumindest einigermaßen erfolglos – erzogen wurden und ihre Menschen in etwa so viel Ahnung von den FĂ€higkeiten und BedĂŒrfnissen eines Hundes haben, wie das berĂŒhmte Schwein vom Fliegen. Um dieses Manko in der Öffentlichkeit zu kompensieren, bestehen fĂŒr den Hundehalter folgende Wahlmöglichkeiten: „Tut-Nixe“ oder: Hunde-Begegnungen der besonderen Art! weiterlesen

Unterwegs mit den Helfern auf vier Pfoten

Der diesjĂ€hrige Tag des Hundes fiel auf den 10. Juni. In Pfeffenhausen (Niederbayern) fand zu diesem Anlass die deutschlandweit grĂ¶ĂŸte Veranstaltung statt – und ich war diesmal mittendrin dabei 🙄. Das war vielleicht ein Trubel!

Mit meinem Frauchen war ich einer von vielen „Helfern auf vier Pfoten“ und wir informierten interessierte Hundehalter, Kinder, Eltern und Einrichtungen ĂŒber unsere ehrenamtlichen  Hundebesuchsdienste in Schulen und Kitas. Auf den Fotos seht ihr mich mit meinen erfahreneren Kollegen Anton (Deutsches Drahthaar, links), Josie (Border Collie, Mitte) und Tommi (Australian Shepherd, rechts). Den ganzen Tag ĂŒber kamen Kinder jeden Alters zum Streicheln bei uns vorbei. Ich war total begeistern, dass (fast) alle schon wussten, dass sie erst den Besitzer fragen mĂŒssen, dann wir Hunde erst mal schnuppern wollen, bevor sie uns anfassen. â˜ș

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Erste Hilfe fĂŒr Hunde

Neulich war ich mit Frauchen mal wieder zu einem Workshop bei Teamtraing Mensch- Hund in MĂŒnchen. Ich bin immer schon ganz aufgeregt, wenn wir dort aus dem Auto aussteigen, denn das ist immer total spannend! Diesmal war eine TierĂ€rztin da, die den Zweibeinern erklĂ€rte, was man im Notfall, d.h. bei UnfĂ€llen, Verletzungen, Vergiftungen etc. von Hunden zu tun ist. Na ja, das fand ich jetzt doch enttĂ€uschend – kein Entertainment-Programm fĂŒr mich?

Doch kaum hatte ich abgeschaltet und es mir auf meiner Decke bequem gemacht, um etwas zu dösen, musste ich doch glatt als Versuchsobjekt herhalten đŸ˜±. Dabei war ich doch völlig unverletzt! Frauchen sollte mir zunĂ€chst eine Maulschlaufe anlegen, damit ich niemanden verletzen kann – als ob ich das jemals gemacht hĂ€tte! So ein blödes Teil! Wer denkt sich nur so’n Mist aus? 😡 Erste Hilfe fĂŒr Hunde weiterlesen

Eignungstest zum Helfer-Team auf vier Pfoten

Letzten Sonntag hab ich was mitgemacht, ich kann Euch sagen, puh! 😰 Bei herrlichstem Sommerwetter waren Frauchen und ich schon in aller FrĂŒh auf dem GelĂ€nde der Rettungshundestaffel Oberbayern bei Garching. Das ist vielleicht eine tolle Hundeerlebniswelt. Überall duftet es ganz spannend, Schutthaufen, GerĂŒmpelzeug, eingefallene HĂŒtten, ausrangierte Autowracks, sogar ein ganzer Bus, der fast hochkant in einem Erdloch steckt. Ich wĂ€r ja am Liebsten gleich losgestĂŒrmt, um all das zu erkunden, zumal es ĂŒberall nach anderen Hunden roch! Klar, hier werden auch die Rettungshunde fĂŒr TrĂŒmmer und FlĂ€che ausgebildet – quasi unter Realbedingungen. Aber deshalb waren wir gar nicht dort.

Auf dem GelĂ€nde fand  nĂ€mlich heute der Eignungstest von Helfer auf vier Pfoten e.V. statt. Außer mir waren noch sieben andere Hunde mit ihren Frauchen (z.T. in Begleitung der MĂ€nner) da: zwei Akitas, zwei Labbies, ein Schnautzer-Mix, ein Border Collie und eine Aussie-HĂŒndin. Die waren alle supernett und entspannt – o.k. einer der beiden Labbies war mir persönlich zu quirlig und aufdringlich, aber Frauchen hat ihn mir meist erfolgreich vom Leib gehalten 😝. Ich war ĂŒbrigens mit Abstand die jĂŒngste Teilnehmerin, die meisten Hunde waren so 6-7 Jahre alt und schon entsprechend cool und gelassen. Eignungstest zum Helfer-Team auf vier Pfoten weiterlesen