Tolle ├ťberraschung f├╝r Lesehund Paula

Heute waren wir wieder in der Grundschule in Percha als Lesehelferlein. Die Kinder haben sich riesig gefreut, weil ich wegen L├Ąufigkeit und Herbstferien drei Wochen pausiert hatte. Schon im Pausenhof wurde Frauchen von vielen Kindern gefragt, ob es mir jetzt wieder gut geht ­čśŐ Viele hatten sich offenbar richtig Sorgen um mich gemacht!

Vier Kinder konnten mir heute jeweils ca. 15 Minuten vorlesen. Das geht inzwischen richtig fl├╝ssig und die meisten stocken nur noch selten im Lesefluss. Was f├╝r ein Fortschritt gegen├╝ber den Anf├Ąngen vor einem halben Jahr noch. Das Sch├Ânste f├╝r mich jedoch ist, zu sp├╝ren, wie viel Freude es den Kindern macht, vorzulesen. Gerade f├╝r die leseschwachen Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ist das das wichtigste Ziel unserer Arbeit: den Druck nehmen, Lesen positiv besetzen, Erfolgserlebnisse schaffen und Freude am Lesen vermitteln!

Unser schw├Ąchstes Lesekind hatte noch bei meinem letzten Einsatz gro├če Schwierigkeiten, Buchstaben zusammenzuziehen oder gar Silben und W├Ârter zu erfassen. Es war beim Lesen extrem nerv├Âs, stand innerlich unter gro├čem Druck. Frauchen musste sehr viel Unterst├╝tzen und Loben. Beim letzten Mal spiegelte sie ihm, dass es innerhalb unserer gemeinsamen Leseeinheiten mit jeder Minute besser wurde und es immer mehr an Sicherheit gewann und entspannte. Sie sagte, dass ich mich riesig freuen w├╝rde, wenn es zu Hause mehr ├╝ben w├╝rde, weil es ja selbst sp├╝ren kann, was etwas mehr ├ťbung bewirkt.

Ebenso wichtig wie das Lesen ist den Kindern das Abstempeln der gelesenen Heftchen.

Heute hat es uns v├Âllig ├╝berrascht! Statt um einzelne Worte zu ringen, war erstmals ein Ansatz von Lesefluss zu erkennen! ­čÄë ­čÖĆ­čĆ╗­čÄë Es war zwar noch immer nerv├Âs und nestelte beim Lesen an seinen Schuhen herum, aber insgesamt war eine deutliche Entspannung sp├╝rbar. Ich konnte sogar fast ein wenig Freude am Vorlesen sp├╝ren ­čą░ WOW! Was f├╝r ein Erfolg! Wir freuen uns riesig f├╝r das Kind, das uns ganz stolz erz├Ąhlte, dass es mit seiner Mama viel ge├╝bt hatte! Was f├╝r ein wunderbares Geschenk ­čÄü

Die positiven Auswirkungen von Hunden auf Kinder

Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen die positive Wirkung von Hunden auf Kinder – insbesondere wenn diese gemeinsam aufwachsen und lernen.

Hunde f├Ârdern die psychische Entwicklung

  • Sie wirken insbesondere auf hyperaktive oder aggressive Kinder beruhigend. Hunde helfen diesen, ├╝bersch├╝ssige Energie abzubauen und lehren Verantwortungsbewusstsein.
  • Hunde helfen Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern beim Lernen und f├Ârdern die Konzentration.
  • Hunde f├Ârdern soziale Kontakte und helfen, Isolation und Kontaktschwierigkeiten zu ├╝berwinden.
  • Kinder (und auch Erwachsene), die mit Hunden leben, sind insgesamt ges├╝nder und stressresistenter.
  • Eine amerikanische Studie fokussiert explizit die positive Auswirkung von Hunden beim Lesenlernen. Bei Kindern, die einem Hund vorlasen, wurde ein Anstieg der Lesef├Ąhigkeit um 12 Prozent (!) belegt!

Warum gibt es eigentlich noch nicht an jeder Schule mindestens einen Schul- oder Lesehund?

Quelle: https://m.focus.de/wissen/natur/hunde/forschung/tid-32042/tiere-im-haushalt-zehn-gruende-warum-es-gesund-ist-einen-hund-zu-halten-hunde-foerdern-die-psychische-entwicklung_aid_1026371.html

Nat├╝rlicher Zeckenschutz im Alltag – ein Erfahrungsbericht

Zum Thema Zeckenschutz gibt es 1.000 Meinungen und Erfahrungen. Im Prinzip lassen sich diese grob in zwei Gruppen einteilen:

  1. ÔÇ×Alles, nur keine ChemieÔÇ× oder
  2. ÔÇ×Hauptsache zeckenfreiÔÇť

Zu welcher Kategorie z├Ąhlt Ihr? Ich bin absolut kein Fan von unn├Âtigen Chemiekeulen, zumal mein Pudelmix recht empfindlich reagiert. Es gibt f├╝r mich aber gleich mehrere gute Gr├╝nde f├╝r Punkt zwei.

Klein, aber gemein ­čąÁ
  • Mit meinem Mann habe ich die Vereinbarung, dass der Hund einziehen kann, solange er keine Zecken reintr├Ągt. Diesen Deal will ich auf jeden Fall einhalten und er ist auch in meinem Interesse.
  • Da ich mit Paula auch in der Schule arbeite, ist eine erfolgreiche Parasitenprophylaxe unabdingbar. Die Einhaltung der Hygienestandards ist f├╝r mich eine Selbstverst├Ąndlichkeit und Basis meiner Arbeit. So sehr ich meinen Hund liebe, die Gesundheit des Menschen geht f├╝r mich vor!
  • Neben Borreliose (die bei Hunden eher selten vorkommt), ├╝bertragen Zecken. vermehrt auch Mittelmeerkrankheiten, die z.T. t├Âdlich oder mit schwerwiegenden Folgesch├Ąden verlaufen. Diese stellen eine deutlich gr├Â├čere Gefahr f├╝r Hunde dar, als ein guter Zeckenschutz.
  • Mein Hund ist ein echter Zeckenmagnet und wir leben in einer Risikoregion mit extrem hohem Zeckenaufkommen. Ohne Prophylaxe sammle ich t├Ąglich bis zu 20 dieser Biester von ihr ab! No way!
  • Mein Hund begleitet mich durch den Alltag und wir verbringen sehr viel Zeit miteinander. Rein pragmatisch sehe ich mich nicht imstande, mich vor und nach jedem Verlassen des Hauses um diese Biester zu k├╝mmern.

Somit war klar, dass eine zuverl├Ąssige und wirksame L├Âsung gefunden werden musste, die f├╝r Mensch und Hund einigerma├čen sicher ist. Wir starteten also unsere pers├Ânliche Versuchsreihe zur Zeckenprophylaxe ­čśť

Auf Anraten unseres Tierarztes verwendete ich in Paulas erstem Lebensjahr Bravecto, eine Tablette, die mehrere Monate wirkt und mit der er seit Jahren sehr gute Erfahrungen macht. Er hatte bei ├╝ber 900 Patienten bislang keinerlei Probleme. Die Wirkung war tats├Ąchlich sensationell: Wir hatten mit einer einmaligen Gabe einen zecken-, floh- und ungezieferfreien Sommer. Was ist da drin? Klar, reine Chemie, ein Nervengift, dass der Hund oral aufnimmt. Sie hat es sehr gut vertragen, allerdings stimmten mich zahlreiche Berichte von dramatischen Nebenwirkungen bei l├Ąngerer Anwendungsdauer nachdenklich ….

Im zweiten Sommer probierten wir das Zeckenhalsband von Seresto aus. Laut meinem Tierarzt sei der Wirkstoff (nat├╝rlich auch giftig) in den Kunststoff eingearbeitet und wird nur bei dauerhaftem K├Ârperkontakt abgegeben – somit auf den Hund und nicht den Menschen. Es sieht zwar nicht sch├Ân aus, riecht jedoch nicht und kann im Einsatz auch abgenommen werden. Wir hatten damit einen zweiten ungeziefer- und zeckenfreien Sommer.

Eine neue Tier├Ąrztin wies mich letztes Fr├╝hjahr darauf hin, dass das Seresto-Halsband repellierend wirkt, d.h. der Wirkstoff quasi als Wolke ├╝ber dem Hund liegt. Somit geht dieser bei Hundekontakt auch auf den Menschen ├╝ber. Zwar sei die geringe Dosierung f├╝r gesunde Erwachsene nicht gef├Ąhrlich, immunanf├Ąllige, allergische oder chronisch Kranke k├Ânnten dennoch darauf reagieren. Mir kam sofort meine Nachbarin in den Sinn, die unter Polyneuropathie litt und h├Ąufig mit Paula Kontakt hat. Was ist mit immunschwachen Kindern im Einsatz? Auch die Tatsache, dass mein Hund oft mit uns kontaktliegt, beunruhigte mich zunehmend. Es musste somit eine neue L├Âsung her!

Einreibungen mit Kokos├Âl, diverse Futterzus├Ątze oder auch die beliebte Bernsteinkette blieben bei uns leider v├Âllig ohne Wirkung. Ich war ratlos!

Per Zufall las ich in einem DIY-Blog (https://www.smillaswohngefuehl.com) von einem Rezept f├╝r selbstgemachte Zeckenschutzleckerli. Obwohl ich wenig Hoffnung auf Erfolg hatte, wollte ich in dieser Sache nichts unversucht lassen!

Unser Erfolgsrezept ­čÄë

Die erste Marge sah schon mal sehr sch├Ân aus und Paula liebte sie! Jeden Tag gabÔÇśs zum Fr├╝hst├╝ck ab sofort einen der Zeckenkekse. Die ersten Tage fand ich noch das eine oder andere dieser Krabbelbiester im Fell, es gab jedoch keinen einzigen Biss! Allen Unkenrufen und Zweifeln zum Trotz ist mein Hund seit ├╝ber einem Monat zeckenfrei! Ich bin absolut begeistert!

Wir haben das Ursprungsrezept noch um Schwarzk├╝mmel├Âl erweitert und sind nun rundum zufrieden: keine Gifte, gesunde Zutaten, praktikable Anwendung und recht einfache und schnelle Zubereitung! Sogar auf unserer Campingtour ist nun immer eine Dose Zeckenkekse mit dabei! Der einzige Nachteil: Sie m├╝ssen k├╝hl (unter 15 Grad) gelagert werden.

Hier das Rezept:

Zutaten: 200 g Bio-Kokos├Âl, 60 g Bierhefeflocken, einige Tropfen Schwarzk├╝mmel├Âl

Zubereitung: Das Kokos├Âl erw├Ąrmen bis es fl├╝ssig ist, die Bierhefe und das Schwarzk├╝mmel├Âl einr├╝hren und gut durchmischen – am besten 5 min. mit dem Handmixer. Die Masse dann in Silikonbackformen f├╝llen. Das klappt bei uns am besten mit einem Kaffeel├Âffel und anschlie├čend die ├╝berstehende Masse mit einem Teigschaber entfernen, damit die Kekse nicht zusammenkleben.

Wir nutzen die Pf├Âtchenformen (halb gef├╝llt) oder die etwas kleineren Knochenformen. Das ganze kommt dann ins Gefrierfach. Im Froster setzt sich die Bierhefe ab und es entsteht die Zweifarbigkeit. Nach 2-3 Stunden sind die Kekse fertig und k├Ânnen einfach aus der Form gedr├╝ckt werden. Im Glas oder einer Dose im K├╝hlschrank sollen sie sich angeblich mehrere Monate halten. Dazu habe ich noch keine Erfahrungswerte.

Silikon-Backformen Pfoten und Knochen

Menge/Dosierung: Die angegebene Menge reicht f├╝r ca. 3 Knochenmatten und eine Pfotenmatte. Ein solcher Keks t├Ąglich ist f├╝r meine 12-kg-Hund ausreichend. Bei 20-kg-Hunden w├╝rde ich zwei Knochen oder ein ganz gef├╝lltes Pf├Âtchen pro Tag f├╝ttern.

Achtung: Manche Hunde reagieren auf zu viel Kokos├Âl mit Durchfall – also besser mit einer geringen Dosis starten und langsam steigern, falls keine Wirkung eintritt.

Mein Tipp: Am besten die Matten vor dem Bef├╝llen auf ein d├╝nnes Tablett stellen, das mit in den Froster wandert. So gibts am wenigsten Kleckerei! ­čÖł

Nun bin ich nat├╝rlich sehr gespannt auf Euer Feedback, ob das bei Euren Hunden auch so wunderbar funktioniert! ­čą░

Tolle Fortschritte der Lesekinder

Heute haben mich zwei meiner Lesekinder total ├╝berrascht! Jeder von beiden tat sich bislang sehr schwer mit dem lauten Vorlesen und sie qu├Ąlten sich durch die einzelnen Worte.┬á

A. nuschelte meist nur leise vor sich hin, huschte ├╝ber unbekannte Worte und Buchstaben dr├╝ber weg und ich hatte den Eindruck, er f├╝hlte sich dabei seeeehr unwohl … Und heute? Da las er mir auf einmal ganz laut und klar vor! ­čÄë­čÄë­čÄë und er erz├Ąhlte erstmals auch etwas von sich!┬á

Dar├╝ber hab ich mich riesig gefreut und bin vor lauter Verz├╝ckung gleich mal entspannt eingeschlafen. ­čś┤ Er hatte zum ersten Mal richtig Spa├č beim Lesen und konnte sogar mehrmals ├╝ber die Geschichten lachen ­čśŹ Er hat uns verraten, dass er zu Hause mit seiner Mama und dem Bruder ge├╝bt hat und war selbst seeehr stolz darauf! Richtig Toll! ­čĹĆ­čĆ╗

F├╝r L. war das Erkennen der einzelnen Buchstaben ├╝berhaupt kein Problem, das Zusammenziehen zu Silben oder Worten fiel ihm allerdings extrem schwer. Er ben├Âtigte sehr viel Zeit und ├╝berlegte oft sehr lange. Ein Sprachfehler erschwerte das Lernen zus├Ątzlich. Ich hatte den Eindruck, dass er sehr unter Druck steht und er l├Âste dies meist durch beliebiges Raten als durch Lesen.

Und heute? Erstmals gelang ihm das Erkennen von Silben und kurzen W├Ârtern und er begann tats├Ąchlich, nach den Inhalten dahinter zu suchen! Hurrah, das war ein richtiger Durchbruch f├╝r ihn! Ich freue mich riesig ­čÄë­čÄë­čÄë. Auch wenn sein Weg sicherlich noch l├Ąnger ist, bemerkt er selbst jetzt seine Fortschritte und das motiviert ihn ungemein!

Gerade f├╝r leseschwache Kinder ist es so wichtig, dass sie derartige Erfolgserlebnisse haben und das Lesen als positives Erlebnis bewerten k├Ânnen. Es tut ihnen gut, dass ich als Lesehund einfach nur anwesend bin, sie nicht bewerte oder korrigiere, sie akzeptiere mit all ihren Fehlern und Schw├Ąchen und einfach ganz viel Ruhe und Entspannung ausstrahle.

Jedes Lesekind hat ├╝brigens einen eigenen Lesepass, in den es f├╝r jedes gelesene Heftchen einen Hunde-Stempel hineinstempelt. Was f├╝r ein tolles Gef├╝hl, nicht nur in 15 Minuten mehrere Hefte zu lesen, sondern daf├╝r auch noch Stempel zu sammeln ­čĄ¬ Den Kindern ist das ein gro├čer Ansporn! Und ich bekomm dann nat├╝rlich auch noch ein Leckerli f├╝rs Zuh├Âren ­čą░

Und nach dem Einsatz genie├če ich den Spaziergang besonders und darf wieder einfach Hund sein!

Spende f├╝r unsere Lesekinder aus Afghanistan

Unter meinen Lesekindern, die ich w├Âchentlich in der Grundschule besuche, sind immer wieder auch einzelne, die aus Krisengebieten stammen, und hier in Deutschland eine zumindest tempor├Ąre Zuflucht gefunden haben. Sie haben es in der Schule besonders schwer. Sie lernen das Lesen in einer fremden Sprache und haben daheim oft kaum deutschsprachige F├Ârderung oder Zugriff auf Lesematerial. Dabei sind gerade diese Kinder hochmotiviert und sprachlich oft sehr begabt. Viele lesen deutlich besser, als einige ihre deutschen Mitsch├╝ler.

Wenn ich die M├Ądchen anschaue, tragen sie oft tagelang dieselben Strumpfhosen, ├╝berall mehrfach gestopft, an den F├╝├čen meist schwarz vom Laufen ohne Hausschuhe. Die Kleidung stammt aus dem Fundus der Tafel oder dem Sozialkaufhaus, oft etwas zu gro├č oder zu klein und immer etwas aus der Zeit gefallen. Die langen, dunklen, gl├Ąnzenden Haare sind dennoch meist kunst- und liebevoll geflochten, die H├Ąnde mit Henna verziert, un├╝bersehbarer Stolz ihrer Tr├Ągerinnen. Die fast schwarzen Augen leuchten herzlich und neugierig, freuen sich ├╝ber jede Zuwendung und Aufmerksamkeit, die Gem├╝ter sind fr├Âhlich und kindlich geblieben und zugleich sp├╝re ich die Schwere und das Leid, das sie in ihren jungen Jahren durch Krieg, Gewalt und Flucht schon haben erleben m├╝ssen.

Im letzten Schuljahr hat eines der M├Ądchen bei meinem Anblick unaufgefordert angefangen zu erz├Ąhlen … Sie hatte in „ihrem“ Land auch Hunde gehabt, und H├╝hner und Katzen und Ziegen. Und dann kam der Krieg … und immer mehr ihrer Freunde gingen weg. Ihr Vater wollte auch fliehen, die Mutter aber wollte bleiben. Der Krieg kam jedoch immer n├Ąher und sie sind dann irgendwann alle zusammen geflohen … die Tiere mussten sie zur├╝cklassen … welch eine grauenvolle Erfahrung f├╝r ein Kind, das zu der Zeit gerade mal 4-5 Jahre alt war. Als sie das erz├Ąhlt, ist sie bereits zwei Jahre in Deutschland … spricht flie├čend Deutsch und besucht die zweite Klasse. Wieviele Menschen h├Âren diesen Kindern eigentlich zu? Wer fragt sie, was ihre Seelen bewegt und belastet? Als Hund hab ich ja sehr feine Antennen und hab in diesem Moment all die Trauer, die Angst, die Sorge, die Verzweiflung gesp├╝rt, die eine solch ├╝berst├╝rzte Flucht ├╝ber tausende Kilometer in einer Kinderseele hinterl├Ąsst… Sie schaut mich an, w├Ąhrend sie all dies leise erz├Ąhlt, krault gedankenverloren mein weiches Fell und denkt voller Liebe an ihre eigenen Hunde, irgendwo mitten im Kriegsgebiet in Afghanistan …. in diesem Moment waren wir eins – das Kind, ihre Hunde und ich … vielleicht ein klitzekleines St├╝ck Heilung und Vers├Âhnung mit dem Schicksal? Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich als Lesehund hier aktiv sein und ihr zumindest etwas Zeit und eine positive Erinnerung an ihre Heimat schenken kann!

Ein anderes afghanisches M├Ądchen erz├Ąhlt, dass sie zu Hause gar keine B├╝cher hat – weder deutsche noch afghanische! Als wir zusammen ein W├╝rfel-Lesespiel machen, leuchten ihre Augen und sie lacht kindlich befreit und begl├╝ckt! Das, was f├╝r die meisten Kinder hier in Deutschland ganz normal ist – zu spielen -, ist f├╝r sie offenbar eine ganz besondere Erfahrung! Ist das nicht ziemlich ungerecht?

Dieser Moment hat Frauchen sehr ber├╝hrt und noch einige Tage gedanklich und emotional weiterbesch├Ąftigt. Und weil Sie im Verlagswesen arbeitet und dort sehr viele Menschen kennt, kam sie auf eine Idee! Sie hat einen privaten Spendenaufruf f├╝r Kinderb├╝cher ├╝ber ihr B├╝cherfrauen-Netzwerk verbreitet! In diesem Verband sind Autorinnen, Buchh├Ąndlerinnen, Verlegerinnen und viele andere Frauen, die in Verlagen arbeiten oder an der Entstehung von B├╝chern beteiligt sind, zusammengeschlossen. Und all diese Kolleginnen sitzen im Bezug auf B├╝cher direkt an der Quelle!

Ein bunter Reigen an Erstleseb├╝chern ­čÄë

Viele Kolleginnen reagierten mit der sofortigen Zusage, ihre Regale zu durchforsten. Das hat uns schon mal sehr gefreut! Und heute kam tats├Ąchlich ein erstes P├Ąckchen mit lauter bunten B├╝chern f├╝r Erstleser bei uns an!! Ganz herzlichen Dank daf├╝r an die liebe Kollegin Ulrike Buergel-Goodwin aus M├╝nchen (ehem. Programmleiterin bei dtv und Piper). Die Kinder werden sich sicher sehr freuen! Und die B├╝cher kommen sicherlich genau an die richtigen Stelle! Ich freu mich schon riesig darauf, sie den Kindern am Mittwoch zu ├╝berreichen!

Sponsoring der Stiftung Hunde Helfen Heilen ­čÄë

Beim letzten Fortbildungstreff des Lesehund-Vereins haben Frauchen und ich den Helmut Lindner kennengelernt. Der Helmut  hat mir gleich supergut gefallen, der hat n├Ąmlich auch einen Aussie, mit dem er tiergest├╝tzt arbeitet. Eigentlich ist der Helmut ja so ein Bankmensch, der mit trockenen Zahlen jongliert, sagt Frauchen, aber ich hab gesp├╝rt, dass der Helmut in erster Linie ein herzlicher und sozial engagierter Typ ist.

Und weil der Helmut sich so gut mit Geld auskennt und zugleich was Gutes tun will, hat er vor einiger Zeit eine Stiftung gegr├╝ndet – Hunde Helfen Heilen. Die Stiftung sammelt Spenden und akquiriert aktiv Sponsoren f├╝r die F├Ârderung tiergest├╝tzter Arbeit mit Hunden. Das ist eine wirklich tolle Sache, denn diese wichtige T├Ątigkeit erfolgt meist im Ehrenamt, so wie bei uns auch. Sie wird von Bildungs-, Sozialeinrichtungen, Kranken- oder Pflegekassen nicht gef├Ârdert oder bezuschusst. Obwohl wir den Menschen doch nachweislich helfen k├Ânnen, gesund zu werden, zu bleiben oder sich gut zu entwickeln. Was kann es denn Wichtigeres geben? Die Menschen sind in dieser Hinsicht manchmal wirklich komisch! Ich muss das ja nicht alles verstehen!

Die erforderlichen Materialien f├╝r den Einsatz als Lesehund-Team summieren sich im Laufe der Zeit: Lesetexte, Leckerli, Arbeitsdecke, Einsatzhalstuch, Lehrmaterialien, Fachliteratur, Kopiervorlagen und Kopien, Stempel und Stempelhefte, W├╝rfel, Spiele, etc.
F├╝r Erstkl├Ąsser und ganz leseschwache Kinder recherchieren und erstellen
wir eigene Texte, laminieren Lesedominos, Silbenspiele, Arbeitsbl├Ątter, etc.
Diese Materialien zahlen wir alle aus eigener Tasche.

Frauchen fand nat├╝rlich sehr spannend, was der Helmut mit seiner Stiftung alles auf die Beine stellt. Das fand sie echt klasse! Sie hat zwar nicht viel Geld zum Spenden ├╝brig, aber sie wollte das doch unterst├╝tzen. Und als der Helmut erz├Ąhlt hat, dass er gerade eine neue Website erarbeitet, hat sie angeboten, ihn zu unterst├╝tzen. Da hat sie viel Erfahrung mit und texten kann sie richtig gut.

Der Helmut hingegen fand total super, was wir als ehrenamtliches Lesehund-Team in Starnberg-Percha leisten, dass wir lange bei Helfer auf vier Pfoten aktiv waren (dazu weitere Beitr├Ąge) und jetzt den VHS-Hundekurs f├╝r Kinder planen (davon berichte ich demn├Ąchst). Er und Frauchen haben sich ganz lang unterhalten. Bei der Gelegenheit hat Frauchen erw├Ąhnt, dass wir gar nicht die vom Lesehund-Verein empfohlenen Lesehefte nutzen, weil die so teuer sind, und stattdessen viel Arbeitsmaterial in Eigenarbeit erstellen.  Am Ende haben die dann so komische Papierkarten ausgetauscht. Keine Ahnung wof├╝r das gut sein sollte.

Und nun stellt Euch vor, was passiert ist! Diese Woche kam ein riesiges Paket mit 78 nagelneuen Leseheften vom Lesebaum-Verlag (unbezahlte Werbung wg. Namensnennung) bei uns an! Das hat uns der Helmut ├╝ber seine Stiftung einfach so mal f├╝r uns gespendet! Das ist eine wirklich sehr sch├Âne Anerkennung unserer Arbeit! Vielen, vielen Dank, lieber Helmut Lindner und nat├╝rlich allen Sponsoren der Stiftung Hunde Helfen Heilen, die das erm├Âglicht haben!

Lesehefte des Lesebaum-Verlags in 9 Lesestufen f├╝r die Grundschule

Wir werden jetzt ganz oft an Dich denken und bedanken uns im Namen der Starnberger Lesekinder und der Grundschule Percha f├╝r die tolle Spende! Jetzt k├Ânnen auch unsere Lese-Kinder die lustigen Geschichten von Floppy lesen und Stempel sammeln! Und ich freu mich schon riesig auf die vielen Hundegeschichten!

Erstklassige Lesekinder

Nach dreiw├Âchiger Pause (L├Ąufigkeit) war ich wieder als Lesehund aktiv. Heute war es besonders spannend, erstmals durfte ich mit Kindern aus den beiden ersten Klassen arbeiten. Doch zun├Ąchst waren wir in den Klassenzimmern zu Gast, um mich als Lesehund vorzustellen. Es war gar nicht einfach einen so quirligen Haufen ruhig zu kriegen! Frauchen bat die Kinder, sich auf ihre Pl├Ątze zu setzen, ruhig zu sein und alle Taschen zuzumachen. Bei den Kleinen kann das schon mal ein paar Minuten dauern – und irgendeiner steht dann doch wieder vor dir und erz├Ąhlt ungefragt, dass er auch einen Hund hat, schon mal einen Hund gehabt hat, besonders gut lesen kann oder sonst was! Dass die Menschenkinder aber auch immer so viel quasseln m├╝ssen! ­čÖł Das werde ich wohl nie verstehen!

Die Stille-Klingel

In einer Klasse gab es eine Stille-Klingel. Wer Klingeldienst hatte, sorgte durch das ÔÇ×BingÔÇť f├╝r Ruhe! Das gefiel mir nat├╝rlich sehr! Und da wir mit genau dergleichen Klingel daheim schon mal getrickst hatten, durfte ich vorf├╝hren, dass auch ich mal Klingeldienst machen kann ­čĄú Obwohl es schon l├Ąnger her ist, dass die Klingel im Einsatz war, hat das auf Anhieb geklappt! Da ham die Kids (und auch Frauchen) aber ganz sch├Ân gestaunt!

Ich war dennoch froh, dass wir bald schon mit dem ersten Kind in die Bibliothek abgezogen sind! Vier neue Lesekinder auf einmal muss ein Hund ja auch erst mal verdauen. Letztes Wochenende hatten wir auf dem Treibball-Workshop das ÔÇ×StupsÔÇť so intensiv ge├╝bt. So gab es zum Einstieg f├╝r die Neuen gleich ein W├╝rfelspiel!

Hund, W├╝rfel, Becher, Spielplan, Spielfigur, Kind

Das hat mir und den Kindern riesigen Spa├č gemacht! Sie haben kaum bemerkt, dass das ein Lesepiel war ­čĄ¬. Sie durften den W├╝rfel auf den Becher platzieren und mich mit ÔÇ×stupsÔÇť auffordern, zu w├╝rfeln. Das ist gar nicht so einfach, denn ich bin ja eine K├Ârpersprachlerin: auf den W├╝rfel zeigen, den W├╝rfel anschauen (nicht den Hund) und dann das Kommando geben! Da bin ich ganz genau, sonst bleib ich sitzen oder schau Frauchen fragend an. So lernen sie ganz nebenbei auch mit Hunden zu arbeiten und ihre eigene K├Ârpersprache zu reflektieren.

Spielplan f├╝r die Wort-Bild-Zuordnung

Bei dem Spiel muss zu dem Wort das richtige Bild, bzw. zu dem Bild das richtige Wort gefunden werden. Am Ende haben es alle geschafft und kamen am Ziel an – der eine fr├╝her, der andere sp├Ąter. Und ich hatte endlich mal was zu tun, nicht immer nur rumsitzen und zuh├Âren.

Gelesen wurde nat├╝rlich auch noch

Anschlie├čend haben wir mit dem B├╝chlein von Hund Oskar weitergearbeitet. Drei der vier Kinder hatten kaum M├╝he, die S├Ątze vollst├Ąndig zu lesen. Damit liegt das Niveau deutlich h├Âher als im vorigen Jahrgang.

F├╝r zwei der Kinder ist Deutsch nicht die Erstsprache – aber genau diese beiden lasen ganz hervorragend! Einer hat kognitive Defizite und einer hat sich bislang schlicht nicht getraut, in der Klasse laut vorzulesen. Genau daf├╝r ist das Einzelsetting mit Lesehund ideal! Bei mir war er von all diesen ├ängsten und dem Druck befreit! Und sie Lehrerin ist dankbar f├╝r die Unterst├╝tzung und Frauchens Feedback – manches kann im Klassenkontext eben nicht aufgefangen werden und Lesen ist sooo wichtig!

HIer stimmte die Chemie von Anfang an
Nach der aktiven W├╝rfelei war ich froh, wieder einfach zuh├Âren zu k├Ânnen ­čśÄ

Nach einer guten Stunde hatten die Kinder Schulaus und wir packten unsere Sachen. Auf dem R├╝ckweg mussten wir uns durch eine riesige Sch├╝lermenge w├╝hlen und nat├╝rlich wollten mich alle streicheln! Obwohl Frauchen mehrfach sagte, dass das jetzt zu viel ist, konnten es einige doch nicht lassen! Aber ich bin ja inzwischen richtig cool und hab das ganz tapfer mitgemacht – irgendwie bin ich ja doch neugierig und viele der Kinder kenne ich jetzt ja auch schon!

Dennoch war Frauchen total stolz und voll des Lobes f├╝r mich ├╝ber meinen heutigen Einsatz! Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich so viel gelernt und bin ne echt coole Socke geworden! Und heut war ich besonders gut drauf! Wir freuen uns beide schon auf n├Ąchste Woche!

Auszeit von den Helfern auf vier Pfoten …

Vor fast einem Jahr habe ich den Eignungstest als Besuchshund bei den Helfern auf vier Pfoten erfolgreich absolviert (siehe Beitrag: Eignungstest zum Helfer-Team auf vier Pfoten). Seitdem war ich mit Frauchen auf vielen Eins├Ątzen in Schulen und KiTas, habe ganz viel Neues kennengelernt und gemeinsam mit weiteren tollen Helferteams viele, ganz unterschiedliche Kinder gl├╝cklich gemacht (diverse Beitr├Ąge). Das h├Ątte eigentlich alles so weiter gehen k├Ânnen – zumindest hatte Frauchen sich das so vorgestellt….

Vier Helferteams im Einsatz: Anton, Bambam, Naja und ich

Kinder finde ich grunds├Ątzlich gro├čartig und bin f├╝r jeden Spa├č zu haben. Insbesondere die Kennenlernspiele und praktischen ├ťbungen zum Umgang mit Hunden machen mir immer riesig viel Spa├č. Und die Kids sind begeistert, wenn ich ein paar Tricks vorf├╝hre – der Sprung durch den Reifen und das Apportieren und Auff├Ądeln von Ringen sind meist echte H├Âhepunkte. Gerade bei ├Ąngstlichen und zur├╝ckhaltenden Kindern komme ich sehr gut an. Und ich find ja auch die vorsichtigen Kids besonders klasse Ôś║´ŞĆ.

Aber zu unserem Helferjob geh├Ârt nun mal auch das Gestreicheltwerden und die Begr├╝├čungszeremonie. Die Kinder sollen lernen, dass man zuerst den Besitzer fragt, sich vorsichtig dem Hund n├Ąhert, ihn schn├╝ffeln l├Ąsst und dann erst anfasst. Das ist ja schon sehr wichtig! Also zumindest f├╝r die Kinder! Bei diesem Teil unserer Besuche habe ich mich meist weniger wohl gef├╝hlt. K├Ârperkontakt mit fremden Personen find ich eher mittelpr├Ąchtig.

Ich bin zwar ein Hund, der sehr schnell flitzen, springen und lernen kann, aber wenn es um die Verarbeitung von neuen Eindr├╝cken und dem Erstkontakt zu fremden Personen geht, hab ich ne gaaaaaaanz lange Leitung! ­čžÉ Ich will mir meist alles erst mal ganz in Ruhe anschauen, mir meine eigene Meinung bilden und dann entscheiden, was und wen ich gut finde und was nicht. Das war schon als Welpe so – da hat Frauchen dann schon mal 10 Min. warten m├╝ssen, weil im Nachbarsgarten ein Mensch auf Knien rumrutschte…. konnte ja erst mal noch nicht wissen, dass man das Unkraut-J├Ąten nennt und das v├Âllig harmlos ist. Aber Frauchen hat mir immer die Zeit gelassen, die ich brauchte. Wenn was Neues dann erst mal richtig verarbeitet ist, hab ich nie wieder ein Problem damit! Bin dann quasi echt ne coole Socke ­čśÄ

Bei den Helfern ham wir diese Zeit nat├╝rlich gar nicht und die Kinder sind auch nicht so geduldig, wie meine Menschen. Das geht alles meist recht flott und ich komm da oft gar nicht hinterher ­čĄ» – ist f├╝r mich also eher stressig! Gegen Ende der Besuchszeit ist das ├╝brigens kein Thema mehr, bis dahin hatte ich ja genug Zeit, die Kids eingehend zu beobachten, kenne ihre Ger├╝che, habe mich an den Raum und die Ger├Ąusche gew├Âhnt. Da find ich es dann v├Âllig o.k., wenn mich auch mal zwei oder drei Kinder gleichzeitig anfassen, um sich zu verabschieden.

Gro├če W├Ąsche

Frauchen war das schon bewusst und sie dachte, dass sich das im Laufe der Zeit legt. Sie hat aber auch bemerkt, dass dem nicht so war und sich viele Gedanken dar├╝ber gemacht. Letzte Woche waren wir dann auf einem sehr intensiven Workshop f├╝r Menschen und ihre Tiere bei der wunderbaren Barbara Oppermann in K├Âln, wo es u.a. auch um dieses Thema ging. Dabei wurde klar, wie belastend dies f├╝r mich wirklich ist, auch wenn ich nat├╝rlich immer alles brav mitmache und versuche, mir nichts anmerken zu lassen.

Das Wohl des Hundes geht vor!

Schweren Herzens hat sie daraufhin entschieden, dass wir unser Engagement bei den Helfern auf vier Pfoten zun├Ąchst einmal auf Eis legen! Unserer lokale Koordinatorin Heike hat zum Gl├╝ck sehr viel Erfahrung und gro├čen Hundeverstand! Wir haben also heute ein letztes Mal unser Helfer-Outfit gewaschen, das geht zur├╝ck, damit es andere Teams nutzen k├Ânnen! Ein bisschen traurig ist das f├╝r uns beide schon! Wir werden die tollen Teams, die Kinder und die ergreifenden Besuche sicherlich vermissen! ­čśó Aber wenn wir bei den Helfern eines gelernt haben, dann dass das Wohl des Hundes immer vorgeht! Daf├╝r bin ich seeehr dankbar!

Und aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ich bin ja schlie├člich noch ein Jungspund und hab mit meinen zwei Jahren grad mal die Pubert├Ąt hinter mir. Da darf sich in den kommenden Jahren die Coolness, Reife und Gelassenheit durchaus noch weiter entfalten! Und jetzt werden Frauchen und ich uns erst mal wieder auf die Dinge konzentrieren , die v├Âllig unn├╝tz sind, aber mir und ihr einfach nur Freude machen ­čą░

Bei den B├╝cherw├╝rmchen in Schwabing

In den Wintermonaten ist es bei den Helfern auf 4 Pfoten recht ruhig. Somit war erst heute unser erster Einsatz in diesem Jahr. Gemeinsam mit meinem Lieblingskollegen Rettungshund Sammy waren wir zu Gast bei den ÔÇ×B├╝cherw├╝rmchen e.V.ÔÇť, einer privaten KiTa in M├╝nchen, die u.a. vom C.H. Beck Verlag gef├Ârdert wird. Schon allein deswegen und auch wegen des Namens war Frauchen als Verlagsfrau begeistert! Ôś║´ŞĆ

Einsatz in M├╝nchen Schwabing

Wir sind jetzt fast ein Jahr dabei, aber eine so disziplinierte, aufmerksame und gut vorbereitete Kindergruppe haben wir noch nicht erlebt! Sammy und ich waren begeistert!

Erwartungsvoll und and├Ąchtig schweigend sa├čen bereits 14 Kinder zwischen knapp 3 Jahre und Vorschulalter mit ihren Erzieherinnen im Stuhlkreis. Die Gruppe war inhaltlich und im Bezug auf das Verhalten, wenn Hunde im Raum sind, super gut vorbereitet. Sie konnten uns alle Fragen nach den Regeln im Umgang sachkundig beantworten – obwohl nur der zwei Kinder eigene Hunde hatten!

Ich kann kaum abwarten, dass es losgeht ­čśŁ

So blieb uns viel Zeit, zum freien Gestalten. Sammy f├╝hrte seine sensationellen Kompetenzen als Suchhund vor und die Kinder hatten gro├čen Spa├č, immer wieder Spielzeug zu verstecken und ihm beim Suchen zuzuschauen!

Ich habe einige Kunstst├╝cke gezeigt, bei denen Frauchen die Kinder integrierte. Sie fragte die Kids, welche Kunstst├╝cke sie glauben, dass ich kann. ÔÇ×PurzelbaumÔÇť, kam wie aus der Pistole geschossen! Also fingen wir mit der ÔÇ×RolleÔÇť an. Das klappte heute zum ersten Mal auf hartem Boden – zumindest im zweiten Anlauf. Frauchen hat sich riesig gefreut!

Bei den weiteren Tricks, haben die Kinder wunderbar abwechselnd assistiert: Pfote geben und B├Ąrli (auf den Hinterbeinen stehen) klappt auch mit kindlichem Kommando. Die ├Ąngstlicheren Kinder, die nicht so nah zu mir wollten, durften dann den Reifen halten, durch den ich durchspringe. Zum Abschluss haben einige Kinder noch Ringe geworfen, die ich apportierte und mit Begeisterung auf Frauchens Arm auff├Ądelte. So war wirklich f├╝r jeden was dabei! Und diejenigen, die grad nicht dran waren, haben wirklich begeistert zugeschaut!

Die Moderation von Gerhard mit Sammy war wie immer total klasse. Er kann sehr gut erkl├Ąren und vorf├╝hren, auf was es im Umgang mit Hunden ankommt! Sammy ist mit ├╝ber 200 Besuchseins├Ątzen und seiner Ruhe und Gelassenheit ein gro├čes Vorbild f├╝r mich und ich hoffe, dass wie noch viele gemeinsame Eins├Ątze haben werden.

Zum Abschluss gabs ein ganz gro├čes Dankesch├Ân von den Erzieherinnen, f├╝r uns Hunde ein Paket Kekse und f├╝r die Menschen je eine Schachtel Schokopralinchen! Besonders war an diesem Einsatz auch, dass die Erzieherinnen sich Feedback bei uns holten, ob die Gruppe in Ordnung war oder was noch besser zu machen w├Ąre! Wow! Wir kommen gerne wieder!

(Fotos konnten aus Datenschutz-Gr├╝nde leider nicht gemacht werden. Aber f├╝r die Gruppe gabs ein Abschiedsbild mit beiden Hunden!!)