Fremdsprache ÔÇ×H├╝ndischÔÇť f├╝r Kinder

Letzte Woche starteten wir in die zweite Staffel unseres ÔÇ×Hunde-Einmaleins f├╝r KinderÔÇť an der Volkshochschule. Die Kids der ersten Runde waren so begeistert, dass sie richtig viel Werbung gemacht haben und der Kurs ist somit fast ausgebucht ­čĹŹ­čĆ╗

Heute ging es um das wichtige Thema K├Ârpersprache: woran erkenne ich, wie es dem Hund gerade geht, ob er Kontakt m├Âchte oder ob man besser Abstand wahrt. Das ist gar nicht so einfach! Statt Vokabeln lernen hie├č es genau beobachten: Ohren, Rute, Augen, Kopfhaltung, K├Ârperspannung, Tempo, Bewegungen, etc. Das klappte aber richtig toll! Ich durfte zeigen, wie man perfekt h├╝ndisch spricht – und Frauchen hat ├╝bersetzt.

Im Garten gab es dann praktische ├ťbungen und Spiele, wie etwa einen Tunnel f├╝r mich bauen zum durchflitzen ­čą░ Das macht allen Beteiligten Freude!

Die Kinder haben ge├╝bt, mich an der Leine zu f├╝hren – zum Teil im Slalom durch die Pylonen! Und abschlie├čend durfte mir jeder einen Dummy werfen, mich auf Kommando losschicken und ich durfte den Kids den Dummy in die Hand apportieren! Daf├╝r gabÔÇÖs nat├╝rlich jedesmal ein Leckerchen! Was f├╝r ein Spa├č!

Die Gruppe ist diesmal wirklich gro├čartig! Alle nehmen total viel R├╝cksicht, sind ruhig und geduldig und arbeiten super engagiert mit! Da f├╝hl ich mich so wohl, dass ich heute sogar mitten zwischen den M├Ądels am Boden auf dem R├╝cken lag und mir den Bauch kraulen lies ÔŁĄ´ŞĆÔŁĄ´ŞĆÔŁĄ´ŞĆ

Motivierendes Feedback zum Hunde-Einmaleins

Dieser Tage bekamen wir eine sehr sch├Âne R├╝ckmeldung zu unseren hundegest├╝tzten Aktivit├Ąten mit Kinder (s.u.). Solche Reaktionen freuen uns ungemein und schenken uns Motivation und Kraft f├╝r die Umsetzung weiterer Ideen und Aktivit├Ąten. Herzlichen Dank!

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Camping-Geheimnisse zur Diebstahlpr├Ąvention

Heute abend stehen wir in L├ąngenj├Ân├Ąs in der N├Ąhe von Karlshamn – mitten im Naturschutzgebiet. Ein sehr sch├Âner Campingplatz mit direktem Seezugang und zahlreichen (Wasser-) Wanderwegen. Wir genie├čen die Ruhe und Abgeschiedenheit.

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Hunde-Einmaleins f├╝r Kinder – Herbst 2019

Wir freuen uns sehr, im Herbst 2019 wieder das ÔÇ×Hunde-Einmaleins f├╝r KinderÔÇť anbieten zu k├Ânnen. Veranstalter ist die VHS Starnberg.

In sechs Einheiten lernen die Kids in Theorie und Praxis, wie Mensch und Hund miteinander auskommen und wie man mit Hunden umgeht, so dass beide Freude daran haben. Inhalte sind u.a.: Hunde verstehen, ÔÇ×Wie sag ichÔÇÖs meinem Hund?ÔÇť, Alltag und Tricktraining mit Hund, ├ťbungen zum angstfreien und artgerechten Umgang mit Hunden, u.v.m.

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Schuljahresende 2018/19 f├╝r den Lesehund

Ende Juli, 34 Grad im Schatten, es ist der (vor-) letzte Schultag nun endlich auch in Bayern! Wir sind heute zum letzten Mal bei unseren erstklassigen Lesekindern – obwohl es streng genommen viel zu hei├č zum Arbeiten ist!┬á

Alle haben in den letzten Monaten soo gro├če Fortschritte gemacht und v.a. die Freude am Lesen entdeckt …
… und sie wollen sich nat├╝rlich alle von mir verabschieden!

Aufgrund der Hitze gibt es heute nur ganz kurze Leseeinheiten, damit ich bei den Temperaturen nicht allzu lange im Einsatz bin. Frisches Wasser steht besonders viel bereit und statt auf der Kuscheldecke liege ich lieber auf dem k├╝hlen Boden! Heute haben wir nicht nur f├╝r meine Lesekinder, sondern f├╝r alle Erstkl├Ąsser (34 Kinder in zwei Klassen) eine ├ťberraschung im Gep├Ąck!

Frauchen und ich besuchen die Kinder in ihren Klassenzimmern und ich bringe meine eigene Schultasche mit! Das haben wir gestern Abend extra nochmal ge├╝bt! Trotzdem ist das in der neuen Umgebung ganz sch├Ân aufregend – die Kinder m├╝ssen mucksm├Ąuschenstill sein und auf ihren Pl├Ątzen bleiben, um mich nicht abzulenken…. und dann klappt das auch!

Lesehund Paula mit Schultasche

Die Tasche ist gef├╝llt mit selbstgebastelten Lesehund-Lesezeichen mit meinem Foto und einem aufmunternden Spr├╝chlein. Alle Kinder bekommen ein Leckerli, d├╝rfen mich nacheinander rufen, mir dieses f├╝ttern und sich ein Lesezeichen mit nach Hause nehmen. Das war f├╝r mich eine Premiere, da ich mich erstmals frei im Klassenzimmer bewegt habe und zu jedem Kind einzeln hinlaufen sollte …. viele hatte ich im Schulhaus schon mal gesehen, aber nat├╝rlich waren die irgendwie fremd … und da standen so viele Dinge rum, die ich nicht kannte: Schultaschen, M├╝lleimer, Regale … und zwischen all den Kindern, St├╝hlen und Tischen durch war es auch ganz sch├Ân eng! Wenn ich gez├Âgert habe (z.B. unter einem Tisch durch – da waren so viele fremde Kinderbeine), hat mich Frauchen nat├╝rlich gleich unterst├╝tzt und mir alternative Wege aufgezeigt. Aber ich hab nat├╝rlich ganz schnell kapiert, dass sich das futtertechnisch auch lohnt! So macht auch mir Schule Spa├č Ôś║´ŞĆ

Lesehund-Lesezeichen zum Erhalt der Lesemotivation in den Ferien

Die Freude bei den Kindern ist riesengro├č und einige lesen stolz vor, was auf ihren Lesezeichen steht – sogar mein afghanisches Lesekind traut sich vor der ganzen Klasse. Dar├╝ber freu ich mich ganz besonders! Und wir m├╝ssen allen fest versprechen, dass wir nach den Ferien ganz bestimmt wiederkommen! Vielleicht schreibt mir ja der eine oder die andere eine Postkarte aus dem Urlaub und erz├Ąhlt, welche B├╝cher er/sie gelesen hat?

Im Anschluss radeln wir beide direkt zum See zum Abk├╝hlen ­čśŐ Das sind zum Gl├╝ck nur ein paar hundert Meter. Nach dem ganzen Trubel und der Aufregung – die Kinder sind heute auch aufgeregt – tun die Weite, Ruhe, Natur und Bewegung total gut! Um die Mittagszeit ist hier (noch) kaum was los. Ich flitze ausgelassen ├╝ber die ganze Wiese, apportiere begeistert meinen Ball und r├Ąkel mich auf dem R├╝cken. Baden und Schwimmen mit Frauchen zusammen ist immer besonders toll!

Mit diesen Bildern verabschiedet sich das Starnberger Lesehund-Team …
… in die Sommerferien und w├╝nscht allen gro├čen und kleinen Leseratten
einen tollen Sommer und viele sch├Âne Geschichten!

Tierheim-Besuch mit den Kindern vom Hunde-Einmaleins

Der kr├Ânende Abschluss unseres Kinder-Kurses war eine F├╝hrung im Tierheim in Starnberg. Ich durfte zwar mitkommen, musste allerdings w├Ąhrend des Rundgangs im Aufenthaltsraum warten – so ne Schweinerei! Aber es ging hier ja schlie├člich nicht um mich, sondern um die Kids. Die sollten n├Ąmlich das, was sie mit mir gemeinsam erarbeitet hatten, auch auf andere Hunde ├╝bertragen lernen: K├Ârpersprache lesen, auf fremde Hunde zugehen, sich vor fremden Hunden sch├╝tzen, unterschiedliche Rassen und Pers├Ânlichkeiten von Hunden kennenlernen und Einblick in die Arbeit des Tierheim und des Tierschutzvereins bekommen.

Unser Guide Frau Kastner

Zun├Ąchst begr├╝├čte uns Brigitte Kastner, die f├╝r uns ein 1,5 -st├╝ndiges Programm vorbereitet hatte. Wir erfuhren, dass derzeit 30  Hunde hier untergebracht sind und dar├╝ber hinaus viele Katzen und auch Wildtiere, wie Enten, G├Ąnse, Marder, F├╝chse und Eichh├Ârnchen. Zudem bekamen wir wichtige Infos zur Sicherheit und den Verhaltensregeln auf dem Gel├Ąnde – ganz wichtig: keine Finger oder H├Ąnde in die Zwinger stecken, denn hier gibt es durchaus auch bissige Hunde!

Und dann ging es auch schon los. Bei den ersten beiden Zwingern waren wir schon vorgewarnt, dass es sehr laut wird. Hier lebten zwei Hunde, die ihr Territorium sehr entschieden verteidigten. Das war gleich mal eine ganz andere Hausnummer als mit so ’nem kleinen, zarten Lockentierchen wir mir ­čś│ Die Kinder hatten gro├čen Respekt angesichts zweier Hunde, die wild bellten, an den Gittern hochsprangen, die Haare aufstellen und unmissverst├Ąndlich zeigten: „Haut ab, hier ist mein Revier!“ Frau Kastner erkl├Ąrte, dass beide Hunde nicht b├Âse und au├čerhalb Ihres Geheges v├Âllig unproblematisch und umg├Ąnglich sind – einer von ihnen war uns zuvor sogar am Eingang begegnet, als er vom Gassi zur├╝ckkam.

Das lautstarke Get├Âse der revierverteidigenden Hund ist in den Gesichtern der Kinder abzulesen.

Als n├Ąchstes besuchten wir Carlo, einen jungen Sch├Ąferhund-Mix. Er ist ein sehr netter Hund, allerdings sehr wild und ungest├╝m. Er hat noch nicht gelernt, dass man an Menschen nicht hochspringt und braucht noch viel Erziehung.

Carlo – wild und jung und ungest├╝m
Die Kids staunen ob dieser immensen Kraft und Energie – den will keiner an der Leine f├╝hren, auch wenn er noch so freundlich ist!

Anschlie├čend ging es in die Katakomben zur Futterk├╝che. Wir bekamen einen Einblick, wieviel die Hunde so verputzen. T├Ąglich wird eine ganze Schrankladung in die N├Ąpfe gepackt! Au├čerdem gab es dort ein riesiges Materiallager mit Decken, Leinen, Halsb├Ąndern, Geschirren und sonstigem Zubeh├Âr, das gespendet worden war. Was das alles kostet, so viele Tiere zu unterhalten!

Vorbei an zahlreichen weiteren Ausl├Ąufen und Gehegen mit Hunden in allen Farben, Gr├Â├čen und Altern, erreichten wir schlie├člich die gro├če Agility-Wiese. Auch diese war von mehreren Ausl├Ąufen mit Hunden umgeben. Dort erwartete uns eine weitere Mitarbeiterin mit einer ├Ąlteren H├╝ndin an der Leine. Die H├╝ndin war zwar sehr anh├Ąnglich und verschmust, allerdings aus etwas zur├╝ckhaltend.

Auf der gro├čen Freilaufwiese mit Cindy
Sogar die Ungeduldigen und Hibbeligen waren ganz still.

Die Kinder verteilten sich auf der Wiese, gingen in die Hocke und warteten geduldig, dass die H├╝ndin von sich aus Kontakt zu ihnen aufnahm. Mann, da war ich echt stolz auf die ganze Truppe! Die hatten richtig viel gelernt: abwarten, dem Gegen├╝ber Zeit geben, langsam sein, sich klein machen, kein direkter Blickkontakt ­čą░ So geht h├Âflich in der Hundewelt! Und die H├╝ndin honorierte das und lies sich von allen einmal durchkraulen und knuddeln!

Der n├Ąchste Gast war ein 8 Monate alter Riesenschnautze-Deutsch-Drahthaar-Mix. Da war nix mit in die Hocke gehen, der h├Ątte alle einfach umgerannt vor lauter ├ťbermut. Das junge Pubertier hatte allerdings deutlich mehr Interessen, die Hunde in den angrenzenden Zwingern zu provozieren, als mit den Kindern Kontakt aufzunehmen.

Spannend fand Balou allerdings das Spielzeug ­čśŐ

Als n├Ąchstes durften gleich drei Hunde zusammen in den Freilauf zu uns: ein mittelgro├čer junger Mischling und zwei Malteser. Die Kinder waren insbesondere von dem Malteser-Junghund (6 Monate) v├Âllig verz├╝ckt! Den h├Ątten alle am liebsten mitgenommen ­čą░ Er fand die Kinder hingegen so eher mittelpr├Ąchtig und orientierte sich an seinen Kumpels. Auch das war ein guter Lerneffekt, denn ein Hund entscheidet eigenst├Ąndig, ob er Kontakt aufnehmen m├Âchte und die Kids sind gefordert, sich so zu verhalten, dass der Hund kommen will!

Der Welpe reagiert sehr fein auf die K├Ârpersprache – wer zu sehr will wird gemieden

Zum Abschluss gab es das gro├če Finale mit zwei ausgewachsenen Kangals – die Herdenschutzhunde sind ├Ąu├čerst imposante Erscheinungen. Ihre Aufgabe ist es, eine Herde eigenst├Ąndig zu bewachen und gegen W├Âlfe und B├Ąren zu verteidigen. Sie wachsen mit den Schafen auf und verbringen 24h bei ihnen im Freien. Es erfordert schon einiges an Mut, sich diesen friedlichen Riesen zu n├Ąhern. Toll war, dass Frau Kastner uns sehr sch├Ân das Verhalten der Hunde beim Betreten des Auslaufs erl├Ąuterte: Revier pr├╝fen, Duftmarken aufnehmen und Markieren.

Die F├╝hrung im Tierheim war wirklich total spannend. Die Zeit verging viel zu schnell und die Kids hatten viel Spa├č! Ein ganz herzlicher Dank geht an die Mitarbeiterinnen, die uns eine tolle Zeit erm├Âglicht und die vielen Kinder-Fragen geduldig und ausf├╝hrlich beantwortet haben. Als Dankesch├Ân ├╝berreichten die Kinder zum Abschluss stolz ihre selbstgebastelten Zergel. Dazu gab es noch einen Schn├╝ffelteppich, eine Fleecedecke und eine kleine Geldspende f├╝r den Verein! Eine sehr sch├Âne Geste war, dass jedes Kind entscheiden durfte, welcher Hund sein Spielzeug bekommen soll! Einer der Jungs gab sein Zergel dem Hund, der zu Beginn so wild im Zwinger getobt hatte! Wow! Die haben wirklich was gelernt f├╝rs Leben! Ich bin sehr stolz auf die Kids, wie toll sie das gemacht haben!

Geschenke f├╝r die Tierheimhunde: Zergel, Fleecedecke und Schn├╝ffelteppich
Zum Abschied gab es noch ein Gruppenfoto – eine wirklich tolle Truppe!

Der n├Ąchste Kurs ÔÇ×Hunde-Einmaleins f├╝r Kinder startet ab 9. November an der VHS Starnberg. Anmeldungen sind ab Ende Juni m├Âglich.

Gro├če ├ängste, kleine Schritte, kleine Wunder …

Die j├╝ngste Teilnehmerin unseres Hunde-Einmaleins f├╝r Kinder hat mich schwer beeindruckt. Die Mutter berichtete vorab, dass sie im Alltag extrem ├Ąngstlich auf Hunde reagiert, seit ihr ein Hund von hinten unvermittelt ein Br├Âtchen aus der Hand stibitzt hatte. Das verstehe ich gut! War aber auch echt rotzfrech von dem Kollegen! Viele Hundehalter, die ihre Hunde unkontrolliert zu Kindern laufen lassen, ahnen nicht mal ansatzweise, was eine solch schockierende Erfahrung f├╝r ein Kind f├╝r Folgen haben kann! Das M├Ądchen hat zum Gl├╝ck Eltern, die das sofort erkannten, ernst nahmen und etwas dagegen tun wollten. Unser Kurs kam ihnen da genau richtig!

Frauchen vereinbarte zun├Ąchst ein Vorab-Treffen zum wechselseitigem Kennenlernen – zur Vertrauensbildung f├╝r das Kind und zur Einsch├Ątzung der Situation f├╝r uns. Mit Angst und Respekt kann ich als Hund prima umgehen, eine Phobie oder Panik hingegen ben├Âtigt eine anderes Setting und/oder eine professionelle therapeutische Begleitung. Die hab ich leider nicht drauf ­čĄú.

Ein entspanntes Foto gelingt mit sicherem Abstand

Wir trafen uns zu einem Waldspaziergang, bei dem auch die kleinere Schwester dabei war. Das M├Ądel war mir auf den ersten Blick super-sympathisch. Sie ├Ąhnelte mir im Bezug auf Kontaktaufnahme sehr – erst mal gaaaaanz langsam und vorsichtig, aus sicherer Entfernung alles beobachten, sacken lassen, sich eine eigene Meinung bilden und dann vielleicht einem klitzekleinen Schritt nach vorne gehen – aber keinesfalls unter Druck oder zu schnell! Das war so ganz nach meinem Geschmack! Darin bin ich Profi! Ich hasse es ebenfalls, wenn mir jemand zu schnell zu nahe kommt! 

Wir lie├čen uns erst mal gegenseitig in Ruhe und liefen eine Weile als Rudel gemeinsam in dieselbe Richtung – ich an der Leine mit Frauchen und sie an der Hand ihrer Mutter. Schon nach kurzer Zeit stimmte sie zu, dass ich frei laufe – solange ich ihr nicht zu nahe komme. Das war Frauchens Aufgabe. Sie merkte schnell, dass Frauchen mich sehr gut steuern und kontrollieren konnte und ich auf Zuruf oder Ansprache sofort die Richtung wechselte. Das gab ihr Sicherheit.

Ganz stolz h├Ąlt sie die Leine und f├╝hrt mich ein St├╝ck des Weges ganz alleine – eine tolle Erfahrung!

Bei dieser ersten Begegnung lie├č ich sie sp├╝ren, dass ich ihre Individualdistanz respektiere und achte und sie auch von Frauchen zu nichts gedr├Ąngt wird. Sie allein konnte entscheiden, ob und wann sie den n├Ąchsten Schritt macht, wie gro├č dieser ist und wie nah sie mir kommen m├Âchte. Auf dem R├╝ckweg konnte sie schon die Leine in der Hand halten (zumindest solange ich mich von ihr weg bewegte) – auch wenn Sie sich beim Fototermin oben auf der Bank sehr viel sicherer f├╝hlte. 

Zuschauen aus sicherer Distanz – aber mit deutlicher Anspannung

Einer Kurs-Teilnahme stand somit nichts mehr im Wege! W├Ąhrend der Kursstunden beobachtete sie das Geschehen aufmerksam vom Rand aus, nahm an den ├ťbungen und Gespr├Ąchen allerdings nur passiv teil und sprach kaum ein Wort. Ab und an gl├Ąnzten jedoch ihre Augen und ihre K├Ârpersprache wurde von mal zu mal entspannter. Ich konnte deutlich sp├╝ren, dass sie vom Thema Hund begeistert und fasziniert war. Frauchen schloss sich zwischen den Kurseinheiten immer wieder mit der Mutter kurz, um sich zu vergewissern, dass unser Weg der richtige war. Tja, in der Wahrnehmung der Befindlichkeiten von anderen Lebewesen haben wir Hunde den Menschen schon einiges voraus! Aber genau daf├╝r sind wir ja da.

Bei den statischen Einheiten war sie sehr aufmerksam dabei
und konnte meine Anwesenheit akzeptieren

Wich das M├Ądchen anfangs bei jeder noch so zuf├Ąlligen Ann├Ąherung ├Ąngstlich zur├╝ck, konnte sie ganz allm├Ąhlich zulassen, dass ich mich in ihrer unmittelbaren N├Ąhe aufhielt, an ihr vorbeilief und sie streifte oder auch unter ihrem Stuhl mal den Ball herausholte. Alle Kinder achteten mit darauf, dass ich nie frontal auf sie zulief. Die Jungs haben das richtig toll gemacht: Sie stellten sich dann zwischen uns und schirmten sie ab oder schickten mich weg. Das war richtig klasse, denn ich konnte ja auch nicht immer an alles denken!

In der dritten Stunde bereits begann sie vorsichtig┬á mit direkter Interaktion. Sie warf mir erstmals mal einen Ball, dann ein Leckerchen und hielt schlie├člich sogar den Reifen, durch den ich hindurchsprang.┬á

Bei aller Zur├╝ckhaltung im Kurs berichtete sie zu Hause stets begeistert, was sie alles gelernt hatte! Die Fotos vom ersten Treffen mit mir hat sie sich sogar ├╝ber ihr Bett geh├Ąngt. Eine sehr sch├Âne Best├Ątigung, dass wir auf einem guten Weg waren!

Dummy verstecken

In der vorletzten Stunde war eine Abschluss-Auff├╝hrung f├╝r die Eltern vorgesehen. Jedes der Kinder durfte sich einige ├ťbungen ausw├Ąhlen und mit mir gemeinsam zeigen. Noch bei der Vorbereitung dazu stand sie passiv am Rand. Sie wollte allerdings den Dummy f├╝r mich verstecken – ihre Lieblings├╝bung!

Und kaum waren die Eltern da, hat sie uns alle ├╝berrascht! Zuerst machte sie mit mir eine ├ťbung, die sich keines der Kinder zuvor getraut hatte: der Sprung durch die Arme (mit Poolnudel).

Danach schnappte sich fest entschlossen meine Leine und marschierte ganz alleine mit mir im Slalom um die Pylonen! Als Frauchen vorschlug, das ohne Leine zu wiederholen, setzte sie noch eins drauf: sie nahm wie selbstverst├Ąndlich ein Leckerchen in die Hand und wir liefen wie absolute Profis im Zickzack bei Fu├č um die Hindernisse, als h├Ątten wir nie etwas anderes getan! ­čĹĆ­čĆ╗ ­čĹĆ­čĆ╗ ­čĹĆ­čĆ╗ Es gab einen riesigen Applaus von den Eltern und den anderen Kindern und wir waren beide unglaublich stolz! Zur Kr├Ânung durfte ich sogar ein Leckerli direkt von ihrem Schuh nehmen ­čśŐ!

Das erste Mal, dass wir intensiv miteinander kommunizierten und sie sogar ganz entspannt meine Ber├╝hrung zulassen konnte!

Mich hat danach noch eine ganz andere, eher leise Szene am Rande ganz besonders ber├╝hrt. Als ich beim Spielen mit den anderen Kindern kurz darauf aus Versehen auf sie zu rannte ÔÇŽÔÇŽ blieb sie einfach ganz ruhig stehen – obwohl ihr das nach wie vor sichtlich unangenehm war! Genau so hatte ich das mit den anderen Kindern im Kurs mehrfach ge├╝bt. Offensichtlich hat sie dies allein durch die Beobachtung verinnerlicht! So k├Ânnen wir nun einigerma├čen sicher sein, dass sie bei der n├Ąchsten Hundebegegnung im Alltag nicht vor Schreck auf die Stra├če springt oder sich anderweitig in Gefahr bringt! Damit ist das erste Etappenziel erreicht.┬á Sie ist ├╝brigens wild entschlossen, beim n├Ąchsten Kurs im Herbst wieder mit dabei zu sein! Ich freu mich sehr darauf!

Es sind oft die kleinen, unscheinbaren Dinge, die ganz viel bewirken! Jedes Lebewesen hat sein eigenes Tempo. Und manch einer – so wie sie und ich – schaut sich die Dinge eben erst mal lange und genau an, bildet sich seine eigene Meinung und entscheidet, wann f├╝r ihn der richtige Moment zur Umsetzung da ist! Wir Hunde wissen das l├Ąngst und k├Ânnen Euch Menschen in dieser Hinsicht einiges lehren – Ihr m├╝sst uns lediglich zuh├Âren!

Gel├Âster Blick

Herzlichen Dank an die Eltern f├╝r das Vertrauen in unsere Arbeit und die Fotofreigabe!

Auszeit von den Helfern auf vier Pfoten …

Vor fast einem Jahr habe ich den Eignungstest als Besuchshund bei den Helfern auf vier Pfoten erfolgreich absolviert (siehe Beitrag: Eignungstest zum Helfer-Team auf vier Pfoten). Seitdem war ich mit Frauchen auf vielen Eins├Ątzen in Schulen und KiTas, habe ganz viel Neues kennengelernt und gemeinsam mit weiteren tollen Helferteams viele, ganz unterschiedliche Kinder gl├╝cklich gemacht (diverse Beitr├Ąge). Das h├Ątte eigentlich alles so weiter gehen k├Ânnen – zumindest hatte Frauchen sich das so vorgestellt….

Vier Helferteams im Einsatz: Anton, Bambam, Naja und ich

Kinder finde ich grunds├Ątzlich gro├čartig und bin f├╝r jeden Spa├č zu haben. Insbesondere die Kennenlernspiele und praktischen ├ťbungen zum Umgang mit Hunden machen mir immer riesig viel Spa├č. Und die Kids sind begeistert, wenn ich ein paar Tricks vorf├╝hre – der Sprung durch den Reifen und das Apportieren und Auff├Ądeln von Ringen sind meist echte H├Âhepunkte. Gerade bei ├Ąngstlichen und zur├╝ckhaltenden Kindern komme ich sehr gut an. Und ich find ja auch die vorsichtigen Kids besonders klasse Ôś║´ŞĆ.

Aber zu unserem Helferjob geh├Ârt nun mal auch das Gestreicheltwerden und die Begr├╝├čungszeremonie. Die Kinder sollen lernen, dass man zuerst den Besitzer fragt, sich vorsichtig dem Hund n├Ąhert, ihn schn├╝ffeln l├Ąsst und dann erst anfasst. Das ist ja schon sehr wichtig! Also zumindest f├╝r die Kinder! Bei diesem Teil unserer Besuche habe ich mich meist weniger wohl gef├╝hlt. K├Ârperkontakt mit fremden Personen find ich eher mittelpr├Ąchtig.

Ich bin zwar ein Hund, der sehr schnell flitzen, springen und lernen kann, aber wenn es um die Verarbeitung von neuen Eindr├╝cken und dem Erstkontakt zu fremden Personen geht, hab ich ne gaaaaaaanz lange Leitung! ­čžÉ Ich will mir meist alles erst mal ganz in Ruhe anschauen, mir meine eigene Meinung bilden und dann entscheiden, was und wen ich gut finde und was nicht. Das war schon als Welpe so – da hat Frauchen dann schon mal 10 Min. warten m├╝ssen, weil im Nachbarsgarten ein Mensch auf Knien rumrutschte…. konnte ja erst mal noch nicht wissen, dass man das Unkraut-J├Ąten nennt und das v├Âllig harmlos ist. Aber Frauchen hat mir immer die Zeit gelassen, die ich brauchte. Wenn was Neues dann erst mal richtig verarbeitet ist, hab ich nie wieder ein Problem damit! Bin dann quasi echt ne coole Socke ­čśÄ

Bei den Helfern ham wir diese Zeit nat├╝rlich gar nicht und die Kinder sind auch nicht so geduldig, wie meine Menschen. Das geht alles meist recht flott und ich komm da oft gar nicht hinterher ­čĄ» – ist f├╝r mich also eher stressig! Gegen Ende der Besuchszeit ist das ├╝brigens kein Thema mehr, bis dahin hatte ich ja genug Zeit, die Kids eingehend zu beobachten, kenne ihre Ger├╝che, habe mich an den Raum und die Ger├Ąusche gew├Âhnt. Da find ich es dann v├Âllig o.k., wenn mich auch mal zwei oder drei Kinder gleichzeitig anfassen, um sich zu verabschieden.

Gro├če W├Ąsche

Frauchen war das schon bewusst und sie dachte, dass sich das im Laufe der Zeit legt. Sie hat aber auch bemerkt, dass dem nicht so war und sich viele Gedanken dar├╝ber gemacht. Letzte Woche waren wir dann auf einem sehr intensiven Workshop f├╝r Menschen und ihre Tiere bei der wunderbaren Barbara Oppermann in K├Âln, wo es u.a. auch um dieses Thema ging. Dabei wurde klar, wie belastend dies f├╝r mich wirklich ist, auch wenn ich nat├╝rlich immer alles brav mitmache und versuche, mir nichts anmerken zu lassen.

Das Wohl des Hundes geht vor!

Schweren Herzens hat sie daraufhin entschieden, dass wir unser Engagement bei den Helfern auf vier Pfoten zun├Ąchst einmal auf Eis legen! Unserer lokale Koordinatorin Heike hat zum Gl├╝ck sehr viel Erfahrung und gro├čen Hundeverstand! Wir haben also heute ein letztes Mal unser Helfer-Outfit gewaschen, das geht zur├╝ck, damit es andere Teams nutzen k├Ânnen! Ein bisschen traurig ist das f├╝r uns beide schon! Wir werden die tollen Teams, die Kinder und die ergreifenden Besuche sicherlich vermissen! ­čśó Aber wenn wir bei den Helfern eines gelernt haben, dann dass das Wohl des Hundes immer vorgeht! Daf├╝r bin ich seeehr dankbar!

Und aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ich bin ja schlie├člich noch ein Jungspund und hab mit meinen zwei Jahren grad mal die Pubert├Ąt hinter mir. Da darf sich in den kommenden Jahren die Coolness, Reife und Gelassenheit durchaus noch weiter entfalten! Und jetzt werden Frauchen und ich uns erst mal wieder auf die Dinge konzentrieren , die v├Âllig unn├╝tz sind, aber mir und ihr einfach nur Freude machen ­čą░

Bei den B├╝cherw├╝rmchen in Schwabing

In den Wintermonaten ist es bei den Helfern auf 4 Pfoten recht ruhig. Somit war erst heute unser erster Einsatz in diesem Jahr. Gemeinsam mit meinem Lieblingskollegen Rettungshund Sammy waren wir zu Gast bei den ÔÇ×B├╝cherw├╝rmchen e.V.ÔÇť, einer privaten KiTa in M├╝nchen, die u.a. vom C.H. Beck Verlag gef├Ârdert wird. Schon allein deswegen und auch wegen des Namens war Frauchen als Verlagsfrau begeistert! Ôś║´ŞĆ

Einsatz in M├╝nchen Schwabing

Wir sind jetzt fast ein Jahr dabei, aber eine so disziplinierte, aufmerksame und gut vorbereitete Kindergruppe haben wir noch nicht erlebt! Sammy und ich waren begeistert!

Erwartungsvoll und and├Ąchtig schweigend sa├čen bereits 14 Kinder zwischen knapp 3 Jahre und Vorschulalter mit ihren Erzieherinnen im Stuhlkreis. Die Gruppe war inhaltlich und im Bezug auf das Verhalten, wenn Hunde im Raum sind, super gut vorbereitet. Sie konnten uns alle Fragen nach den Regeln im Umgang sachkundig beantworten – obwohl nur der zwei Kinder eigene Hunde hatten!

Ich kann kaum abwarten, dass es losgeht ­čśŁ

So blieb uns viel Zeit, zum freien Gestalten. Sammy f├╝hrte seine sensationellen Kompetenzen als Suchhund vor und die Kinder hatten gro├čen Spa├č, immer wieder Spielzeug zu verstecken und ihm beim Suchen zuzuschauen!

Ich habe einige Kunstst├╝cke gezeigt, bei denen Frauchen die Kinder integrierte. Sie fragte die Kids, welche Kunstst├╝cke sie glauben, dass ich kann. ÔÇ×PurzelbaumÔÇť, kam wie aus der Pistole geschossen! Also fingen wir mit der ÔÇ×RolleÔÇť an. Das klappte heute zum ersten Mal auf hartem Boden – zumindest im zweiten Anlauf. Frauchen hat sich riesig gefreut!

Bei den weiteren Tricks, haben die Kinder wunderbar abwechselnd assistiert: Pfote geben und B├Ąrli (auf den Hinterbeinen stehen) klappt auch mit kindlichem Kommando. Die ├Ąngstlicheren Kinder, die nicht so nah zu mir wollten, durften dann den Reifen halten, durch den ich durchspringe. Zum Abschluss haben einige Kinder noch Ringe geworfen, die ich apportierte und mit Begeisterung auf Frauchens Arm auff├Ądelte. So war wirklich f├╝r jeden was dabei! Und diejenigen, die grad nicht dran waren, haben wirklich begeistert zugeschaut!

Die Moderation von Gerhard mit Sammy war wie immer total klasse. Er kann sehr gut erkl├Ąren und vorf├╝hren, auf was es im Umgang mit Hunden ankommt! Sammy ist mit ├╝ber 200 Besuchseins├Ątzen und seiner Ruhe und Gelassenheit ein gro├čes Vorbild f├╝r mich und ich hoffe, dass wie noch viele gemeinsame Eins├Ątze haben werden.

Zum Abschluss gabs ein ganz gro├čes Dankesch├Ân von den Erzieherinnen, f├╝r uns Hunde ein Paket Kekse und f├╝r die Menschen je eine Schachtel Schokopralinchen! Besonders war an diesem Einsatz auch, dass die Erzieherinnen sich Feedback bei uns holten, ob die Gruppe in Ordnung war oder was noch besser zu machen w├Ąre! Wow! Wir kommen gerne wieder!

(Fotos konnten aus Datenschutz-Gr├╝nde leider nicht gemacht werden. Aber f├╝r die Gruppe gabs ein Abschiedsbild mit beiden Hunden!!)

Hundewissen f├╝r Kinder

Viele von meinen treuen Fans haben schon mitbekommen, dass ich nicht nur als LeseHund-Team sondern auch im Besuchsdienst in Kinderg├Ąrten und Schulen (derzeit v.a. im M├╝nchner Raum) unterwegs bin. Die Besuch in den Schulen machen uns besonders viel Freude. Leider ist stehen hierf├╝r meist nur 1-2 Unterrichtseinheiten zur Verf├╝gung und die Klassen sind recht gro├č. Deshalb haben wir uns was Neues ├╝berlegt:

An der VHS Starnberg bieten wir in diesem Frühjahr erstmals einen Hunde-Kurs für Kinder an: Das Hunde-Einmaleins für Kinder von 7 bis 12 Jahre

Ist gar nicht so einfach, einen Hund zu f├╝hren

An 5 Nachmittagen (Samstags) dreht sich alles um den Hund: Wie gehen wir auf einen Hund zu? Wie verhalten wir uns, wenn wir (keinen) Kontakt m├Âchten? Wie sehen Hunde unsere Welt? Wie spielen wir mit einem Hund? Was m├Âgen ┬áHunde und was nicht? Was kann ich von und mit Hunden lernen? Ich bin nat├╝rlich dabei und wir wollen in jeder Stunde auch einige Tricks und ├ťbungen aus dem Agility und Dummy-Training miteinander machen. Vielleicht gelingt uns am Ende sogar eine kleine Auff├╝hrung f├╝r Eure Eltern? Au├čerdem ist ein Besuch im Starnberger Tierheim geplant, f├╝r den wir vorher Hundespielzeuge zum Mitbringen basteln. Zum Abschluss erhalten alle Kinder eine Urkunde.

Wir freuen uns auf neugierige, wissensdurstige Kids, denen wir das Hunde-Einmaleins mit viel Spa├č und Freude aneinander beibringen k├Ânnen. Anmeldungen ab sofort direkt bei der VHS! Beeilt Euch, denn es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmerpl├Ątzen! Eure Paula